Neues Smartphone-Betriebssystem Google stellt Betaversion von Android 13 bereit

Am Dienstag gab es bei Google Tiramisu zum Dessert. So nämlich heißt das nächste große Android-Update. Eine Vorabversion steht jetzt zum Ausprobieren bereit. Wir erklären, was sie kann und wie man sie bekommt.
Die Website zu Android 13 auf einem Pixel 6 Pro

Die Website zu Android 13 auf einem Pixel 6 Pro

Foto: Matthias Kremp / DER SPIEGEL

Privatsphäre und Sicherheit stehen im Zentrum der Verbesserungen, die Google für das nächste große Update seiner Smartphone-Software plant. So jedenfalls schreibt es Dave Burke, Vice President of Engineering bei Google, in der Ankündigung der ersten öffentlichen Betaversion  von Android 13. Zudem soll das neue System besser mit Tablets und großen Bildschirmen klarkommen, was als Hinweis auf neue Google-Gadgets gedeutet werden könnte.

Nach der Installation – mehr dazu später – fällt auf, dass die Optik zart überarbeitet worden ist. Man hat jetzt 16 Farben respektive Farbkombinationen zur Auswahl, mit denen Symbole, grafische Elemente und Hintergründe eingefärbt werden.

Eine winzige Neuerung, die Android-Fans begeistert, verbirgt sich im Media-Player-Widget, das erscheint, wenn man etwa in Spotify Musik abspielt und per Fingerwisch von oben die Statusleiste aufruft. Die Länge des laufenden Songs wird dort durch eine horizontale Linie dargestellt. Neu ist, dass die nun von links nach rechts anfängt zu schwingen, wenn die Musik spielt und so anzeigt, wie lang der Song noch ist. Erst kurz bevor er vorbei ist, schwingt die ganze Linie. Ein vollkommen unnötiges, aber optisch gelungenes Detail.

Mehr Datensparsamkeit

Bereits seit der ersten Entwicklerversion von Android 13 kann man einzelnen Apps nun Zugriff auf bestimmte Fotos oder Videos gewähren, ohne ihnen gleich die ganze Fotobibliothek zu öffnen. Zudem müssen Apps, die auf Fotos, Videos oder Musik zugreifen wollen, sich künftig für jede dieser Mediengattungen einzeln die Erlaubnis einholen. Eine Foto-App hat damit dann nicht mehr automatisch auch Zugriff auf Audiodateien. Überdies sollen sich Apps, die WLAN-Verbindungen verwalten, nun mit Hotspots verbinden können, ohne dafür die Positionsdaten des Geräts abzurufen.

Manche andere Neuerungen sind nur für Entwickler interessant, wie etwa, dass das System in bestimmten Situationen bessere Fehlermeldungen ausgibt. Doch grundsätzlich hält sich Google noch sehr mit Informationen zu Android 13 zurück. Etwa dazu, was es mit dem Spatializer-Effekt auf sich hat, den ein Android-Experte in der Software gefunden hat.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Plant das Unternehmen tatsächlich, Apples 3D-Audio ein eigenes Raumklang-Angebot entgegenzusetzen? Wenn ja, wäre die Entwicklerkonferenz Google I/O, die am 11. und 12. Mai online stattfinden wird, der richtige Zeitpunkt, das offiziell zu verkünden.

So kommen Sie an die Betaversion

Wenn Sie Android ausprobieren wollen, bevor es vermutlich im Herbst auf den ersten Geräten ausgeliefert und als Update verteilt wird, brauchen Sie vor allem eines: ein Pixel-Smartphone von Google. Andere Modelle mögen später folgen, aber vorerst wird die Vorabversion nur für Smartphones der Serien Pixel 4, Pixel 5 und Pixel 6 angeboten.

Hat man eines dieser Handys, sollte man sich bewusst machen, dass die Betaversion von Android 13 noch Fehler enthält, zu Abstürzen und Datenverlust führen kann. Zudem werden im Rahmen der Installation alle, wirklich alle, Daten von dem Gerät gelöscht. Wenn Sie damit nicht leben können, warten Sie lieber auf das nächste offizielle Android-Update. Wenn doch, rufen Sie diese Website auf .

Hier werden Sie darauf hingewiesen, dass Sie Ihr Gerät zuerst aus dem bisherigen Betaprogramm abmelden müssen, sofern Sie schon Betaversionen von Android 12 getestet haben. Erst danach können Sie es für die Beta von Android 13 anmelden. Alle anderen klicken unter »Meine berechtigten Geräte« unter jenem Gerät, auf dem sie die neue Software ausprobieren wollen, auf »+ Anmelden«. Lesen Sie sich die dann eingeblendeten Informationen durch und klicken Sie auf »Ich stimme den Bedingungen für das Betaprogramm zu«. Zuletzt klicken Sie auf »Bestätigen und anmelden«.

Ist das erledigt, brauchen Sie noch etwas Geduld, mal ein paar Minuten, mal länger, bevor in den Einstellungen ihres Handys unter System/Systemupdate das Update auf Android 13 angeboten wird.