Geheimes Projekt Android-Erfinder entwickelt Roboter für Google

Google macht jetzt auch in Robotern. Das Projekt wird vom ehemaligen Android-Entwicklungschef Andy Rubin geleitet. Nach dessen plötzlichem Abgang im März hatte man lange nichts von ihm gehört - nun hat er sich öffentlich zu seinen Plänen geäußert.

Andy Rubin (Archivbild): Angedacht ist ein Zeitraum von zehn Jahren
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Andy Rubin (Archivbild): Angedacht ist ein Zeitraum von zehn Jahren


New York - Google will demnächst eigene Roboter bauen. Das bislang geheime Projekt wird vom Android-Erfinder Andy Rubin angeführt. In einem Interview der "New York Times" enthüllte er, dass Google unter seiner Regie bereits sieben Spezialfirmen gekauft habe. Die Ankündigung am Mittwoch folgt nur kurz nachdem der Online-Händler Amazon Pläne für die automatische Zustellung von Bestellungen per Mini-Drohne vorgestellt hat.

Er denke an einen Zeitrahmen von zehn Jahren, sagte Rubin der Zeitung. Nach Informationen der "New York Times" will Rubins Team zunächst Produktionsroboter entwickeln, die beispielsweise in der Elektronikfertigung zum Einsatz kommen sollen. Zudem arbeite man an Lösungen für den Versandhandel, wo Google auf Amazon als Konkurrenten treffen würde. Der weltgrößte Online-Händler hatte einen Hersteller von Lagerrobotern gekauft. Google testet aktuell einen Zustellservice in einigen großen amerikanischen Städten und könnte Teile der Lieferkette automatisieren. Der Konzern selbst macht keine offiziellen Angaben dazu, um welche Roboter genau es gehen soll.

Unter Rubins Zukäufen sei unter anderem die von japanischen Wissenschaftlern gegründete Firma Schaft, die einen humanoiden Roboter entwickeln will. Das Start-up Industrial Perception entwickelt Sichtsysteme sowie mechanische Arme zum Beladen und Entladen von Lastwagen. Auf menschenähnliche Roboter und Arme spezialisieren sich auch Meka and Redwood Robotics.

Das Google-Projekt für ein selbstfahrendes Auto sei ihm beim Start 2009 auch wie Science-Fiction vorgekommen, sagte Rubin. "Jetzt ist es in greifbare Nähe gerückt." Google liefert sich einen Wettlauf mit mehreren etablierten Autoherstellern wie Daimler, Volkswagen, Nissan und Volvo.

dpa/juh



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Seite 1
M von B 04.12.2013
1. so so... einen Wettlauf
"Google liefert sich einen Wettlauf mit mehreren etablierten Autoherstellern wie Daimler, Volkswagen, Nissan und Volvo" Da kann ich nur sagen, dass das kein besonderes Kunststück ist. Ich fahre aktuell eine negelneue e-Klasse. Das Auto fährt gut, die Sportsitze sind in Ordnung, der Motor (220d) ist ok. Die Technik ist vollkommen veraltet. (Abstandssensor piepst wenn ich schon fast aufgefahren bin, die Intergration der Systeme ist weit von BMW entfernt, Start Stop wird als ECo angezeigt, die Sprachsteuerung ist ein Witz, das Handbuch musste ich 3 mal lesen,) alles super kompliziert.Da frage ich mich allen Ernstes, was Daimler in der Forschung zum selbstfahrenden Auto sucht, wenn Sie noch nicht einmal Ihre aktuellen Modelle up to date haben.
Sutsuj 04.12.2013
2. selbstfahrende Autos schon lange kein sci-fi
selbstfahrende Autos gibt es schon in vielen Universitäten zu bestaunen. So auch an der RWTH. (für Interessenten: die nächste Ausstellung ist am 6.12. am Lehrstuhl für Informatik 11 der RWTH) Das Problem an all diesen Entwicklungen ist eher die Juristik, die eine Benutzung derzeit noch nicht erlaubt. So ja auch amazons Problem.
hanfiey 04.12.2013
3. Android
Da kann man nur hoffen das dieses BS nicht Einzug in die Geräte findet. Ich nutze meinen Androiden seit Monaten nicht mehr da dieses System undurchsichtig, unsicher und mit zuviel Nutzerrechten ausgestattet ist. Spezifikationen der Hardware habe ich auch noch nicht gefunden um ein eigenes System zu bauen. Es gibt allerdings Ansätze von Linux Entwicklern die hoffen lassen, bis dahin ist mein Tablett ein Briefbeschwerer.
anbue 04.12.2013
4. Ich fahre
einen Golf+ Baujahr 2009, den ich 2011 im Alter von zwei Jahren übernommen habe. Anfangs wunderte ich mich, das er die selbstgebrannten CDs eines uralten PCs nahm, die meines aktuellen Arbeitsplatzrechners aber nicht. Als ich mir die Fehlermeldung genauer ansah, stolperte ich über das Kürzel UDF (immerhin) und brenne seitdem in Jolliert/Iso_Format. Laut Wikipedia kamen die letzten relevanten Änderungen 2000. Danach gab es noch Ergänzugen für BlueRays.
wakaba 14.12.2013
5.
Zitat von M von B"Google liefert sich einen Wettlauf mit mehreren etablierten Autoherstellern wie Daimler, Volkswagen, Nissan und Volvo" Da kann ich nur sagen, dass das kein besonderes Kunststück ist. Ich fahre aktuell eine negelneue e-Klasse. Das Auto fährt gut, die Sportsitze sind in Ordnung, der Motor (220d) ist ok. Die Technik ist vollkommen veraltet. (Abstandssensor piepst wenn ich schon fast aufgefahren bin, die Intergration der Systeme ist weit von BMW entfernt, Start Stop wird als ECo angezeigt, die Sprachsteuerung ist ein Witz, das Handbuch musste ich 3 mal lesen,) alles super kompliziert.Da frage ich mich allen Ernstes, was Daimler in der Forschung zum selbstfahrenden Auto sucht, wenn Sie noch nicht einmal Ihre aktuellen Modelle up to date haben.
Die basteln da schon ewig rum - leider fehlt eine talentfördernde Struktur und deshalb arbeiten dort auch nicht talentierte Leute. Die Auto-Firmen vernichten ja seit 100 Jahren jeden Fortschritt. Entwicklung bedeutet bei denen die Autos kurzlebiger zu machen. Der Weg ist ja klar, die Robotik ist mittlerweile erstaunlich weit. Einfach mal I, Robot lesen. Asimov hat da eine sehr wahrscheinliche Zukunft geschaffen. Google und andere Thinktanks sind schon am werkeln. Autoindustrie nicht... Dumm das in dieser Zukunft nur wenige Menschen Platz haben.
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