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02. Oktober 2013, 15:20 Uhr

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Lego-Kalender gleicht sich mit dem Internet ab

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Die Mitarbeiter der Londoner Agentur Vitamins horten Lego-Steine in ihren Schubladen. Jedes Steinchen steht für einen halben Arbeitstag, jede Farbe für ein bestimmtes Projekt.

Seit fast einem Jahr teilen sich die Ingenieure und Designer ihre Arbeitszeit auf einer großen Lego-Tafel im Büro ein, nun berichten sie über ihre Erfahrungen. Wenn sich abzeichnet, dass für ein bestimmtes Projekt am Ende noch Extraschichten anfallen werden, halten Kollegen sich die Extrazeit schon mal frei, indem sie Lego-Steinchen in der Schublade sammeln.

Jeder Kollege hat eine Reihe, jedes Projekt eine Farbe, wichtige Abgabetermine werden mit zwei übereinander gesteckten Klötzchen markiert.

Warum verwaltete man einen Teamkalender überhaupt mit Lego-Steinchen?

Die Macher der Agentur nennen die wichtigsten Vorzüge:

Nun sind die Entwickler und Gestalter bei Vitamins darauf spezialisiert, physische und digitale Schnittstellen zu verbinden. Sie haben für Olympus OP-Technik gestaltet und für Samsung ein gedrucktes Smartphone-Handbuch entwickelt, in dem man auf Papier gezeigt bekommt, wo man an dem im Buch liegenden Telefon bestimmte Funktionen aufruft.

Ihr Lego-Kalender ist deshalb nicht nur eine Sammlung von Bauklötzen. Die Lego-Wand wird auch mit dem Teamkalender bei Google abgeglichen. Wer gerade unterwegs ist, hat jederzeit Zugriff auf die Onlineversion.

Der Abgleich funktioniert so: Wenn jemand neue Termine in den Lego-Kalender gesteckt hat, fotografiert er die Klötzchenwand mit seinem Smartphone und mailt das Bild an eine bestimmte Adresse. Eine Bilderkennungssoftware analysiert das Foto, liest die Änderungen aus und trägt sie im Google-Kalender ein.

Nach einem Jahr mit dem Lego-Kalender haben die Agenturmacher große Pläne: Sie wollen ihre Lego-Erkennungssoftware bald frei für alle Interessierten veröffentlichen. Als vielleicht größten Vorteil des Kalenders nennen die Macher in ihrem Projektbericht: "Wir lächeln jedes Mal, wenn wir unseren Kalender benutzen." Das kann nicht jede Bürogemeinschaft von sich behaupten.

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