Angeklickt Lego-Kalender gleicht sich mit dem Internet ab

Lego-Kalender: So planen Designer und Ingenieure bei Vitamins Design ihre Arbeitstage
Vitamins Design

Lego-Kalender: So planen Designer und Ingenieure bei Vitamins Design ihre Arbeitstage


Die Mitarbeiter der Londoner Agentur Vitamins horten Lego-Steine in ihren Schubladen. Jedes Steinchen steht für einen halben Arbeitstag, jede Farbe für ein bestimmtes Projekt.

Seit fast einem Jahr teilen sich die Ingenieure und Designer ihre Arbeitszeit auf einer großen Lego-Tafel im Büro ein, nun berichten sie über ihre Erfahrungen. Wenn sich abzeichnet, dass für ein bestimmtes Projekt am Ende noch Extraschichten anfallen werden, halten Kollegen sich die Extrazeit schon mal frei, indem sie Lego-Steinchen in der Schublade sammeln.

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Jeder Kollege hat eine Reihe, jedes Projekt eine Farbe, wichtige Abgabetermine werden mit zwei übereinander gesteckten Klötzchen markiert.

Mitarbeiter: Jeder Designer hat eine Reihe im Lego-Kalender
Vitamins Design

Mitarbeiter: Jeder Designer hat eine Reihe im Lego-Kalender

Warum verwaltete man einen Teamkalender überhaupt mit Lego-Steinchen?

Die Macher der Agentur nennen die wichtigsten Vorzüge:

  • Es ist groß, schnell zu überblicken und für alle in der Firma sichtbar.
  • Das klare Raster zwingt zur Selbstorganisation und Klarheit beim Planen und Denken.
  • Die Mitarbeiter sehen und fühlen mit den Lego-Steinen in der Hand, dass die Arbeitszeit begrenzt ist.

Nun sind die Entwickler und Gestalter bei Vitamins darauf spezialisiert, physische und digitale Schnittstellen zu verbinden. Sie haben für Olympus OP-Technik gestaltet und für Samsung ein gedrucktes Smartphone-Handbuch entwickelt, in dem man auf Papier gezeigt bekommt, wo man an dem im Buch liegenden Telefon bestimmte Funktionen aufruft.

Ihr Lego-Kalender ist deshalb nicht nur eine Sammlung von Bauklötzen. Die Lego-Wand wird auch mit dem Teamkalender bei Google abgeglichen. Wer gerade unterwegs ist, hat jederzeit Zugriff auf die Onlineversion.

Datenabgleich: Fotografieren, mailen - so landen Einträge im Google-Kalender
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Datenabgleich: Fotografieren, mailen - so landen Einträge im Google-Kalender

Der Abgleich funktioniert so: Wenn jemand neue Termine in den Lego-Kalender gesteckt hat, fotografiert er die Klötzchenwand mit seinem Smartphone und mailt das Bild an eine bestimmte Adresse. Eine Bilderkennungssoftware analysiert das Foto, liest die Änderungen aus und trägt sie im Google-Kalender ein.

Nach einem Jahr mit dem Lego-Kalender haben die Agenturmacher große Pläne: Sie wollen ihre Lego-Erkennungssoftware bald frei für alle Interessierten veröffentlichen. Als vielleicht größten Vorteil des Kalenders nennen die Macher in ihrem Projektbericht: "Wir lächeln jedes Mal, wenn wir unseren Kalender benutzen." Das kann nicht jede Bürogemeinschaft von sich behaupten.

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20 Leserkommentare
2cv 02.10.2013
CobCom 02.10.2013
macbu 02.10.2013
keschnarf 02.10.2013
Dengar 02.10.2013
Newspeak 02.10.2013
postit2012 02.10.2013
Schw4rz 02.10.2013
ioakim 02.10.2013
Dengar 02.10.2013
leo_stern 02.10.2013
Dengar 02.10.2013
Newspeak 03.10.2013
Dengar 04.10.2013
payton_m 04.10.2013
liquimoly 04.10.2013
hjm 04.10.2013
2ndgeneration 04.10.2013
spon-facebook-10000250100 07.10.2013
Stegreif 07.10.2013

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