Ur-Apple-Computer versteigert Und Sie dachten, das MacBook sei teuer…

Steve Jobs und Steve Wozniak hatten den Computer einst eigenhändig zusammengebaut: Ein Apple I hat bei einer Auktion in Kalifornien 400.000 US-Dollar eingebracht – und blieb trotzdem unter dem Schätzwert.
Apple I mit Monitor

Apple I mit Monitor

Foto:

HANDOUT / AFP

Ein Apple-Computer, der vor 45 Jahren von den Firmengründern Steve Jobs und Steve Wozniak gebaut wurde, ist in Kalifornien am Dienstag für 400.000 Dollar (345.000 Euro) versteigert worden. Der noch funktionstüchtige Apple I, Ur-Urgroßvater der heutigen Mac-Computer, war vom Auktionshaus John Moran zuvor auf 600.000 Dollar geschätzt worden.

Der ursprünglich von einem Professor am kalifornischen Chaffey College gekaufte Rechner, ist einer von nur 200 Computern, die Jobs und Wozniak zu Beginn ihrer Karriere bauten, die in einer Garage begann. Die meisten davon wurden damals für 666,66 Dollar pro Stück verkauft.

Das Besondere an dem versteigerten Modell: Das Gehäuse besteht aus dem Holz der auf Hawaii heimischen Koa-Akazie. Nur eine Handvoll der ersten 200 Computer wurden damit hergestellt. 175 Computer gelangten in den freien Verkauf. Laut dem Auktionshaus existieren heute vermutlich nur noch sechs Exemplare weltweit.

Jobs und Wozniak verkauften den Apple-1 überwiegend als Bausatz. Nach Angaben des Auktionshauses beschloss ein Computerladen, der rund 50 Computer bestellte, einige davon mit Holz zu verkleiden.

Das wertvolle Gerät lagerte in der Garage

Für die 400.000 Dollar bekommt der Käufer neben dem Apple I auch einen Panasonic-Bildschirm aus dem Jahr 1986 sowie eine fotokopierte Anleitung.

Laut der Website des Auktionshauses gehörte der versteigerte Computer bisher nur zwei Menschen: 1976 sei er von einem Professor für Elektrotechnik am Chaffey College im kalifornischen Rancho Cucamonga gekauft worden. Die Hochschule unterrichtet seit den Siebzigerjahren Computerwissenschaften.

1977 habe der Professor das Gerät an Studenten weiterverkauft, um einen Apple II anschaffen zu können. Laut einem Bericht der »Los Angeles Times« zahlte der Student damals 650 Dollar, also fast den Neupreis, und lagerte das Gerät bis jetzt in seiner Garage.

jok/AFP

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.