Recyclingfirma rettet Apple I Ein Schatz im Elektromüll

Eine Witwe hat in Kalifornien einen Apple I ins Recycling gegeben. Die Firma entdeckte das bei Sammlern begehrte Stück in einem Karton mit Elektronikschrott und verkaufte es für einen stattlichen Preis.

Desktop-Computer der ersten Stunde (Archivbild): Einer von 200 Exemplaren des Apple I
REUTERS

Desktop-Computer der ersten Stunde (Archivbild): Einer von 200 Exemplaren des Apple I


Nach dem Tod ihres Mannes hat eine Kalifornierin mehrere Kartons mit elektronischen Geräten bei einer Recyclingfirma abgeliefert. Wie die "San Jose Mercury News"berichtet, war unter den Sachen des Verstorbenen auch ein wertvolles Sammlerstück: ein Apple I aus dem Jahr 1976.

Das Desktop-Modell der ersten Stunde ist sehr selten: Nur 200 Geräte bauten Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne damals und verkauften den Computer für 666,66 Dollar. Der bestand nur aus der Hauptplatine - um Bildschirm, Tastatur oder Gehäuse mussten sich die Nutzer selbst kümmern.

Der Recyclingfirma gelang es inzwischen, das Gerät für 200.000 Dollar (umgerechnet 180.000 Euro) an einen Sammler zu verkaufen. Davon soll auch die Spenderin profitieren, schreibt die "San Jose Mercury News": Die Hälfte des Erlöses wolle das Unternehmen gemäß seiner Richtlinien an die Witwe weiterleiten.

Fotostrecke

5  Bilder
Apple I: Ein Computer als Versuchsanordnung
Dabei gibt es nur ein Problem: Die Frau hinterließ keinen Namen. Die Recyclingfirma wolle nun nach ihr suchen, um ihr den Anteil auszuzahlen.

Besonders hoch ist der Verkaufspreis nicht. Im vergangenen Oktober wurde ein Exemplar des Apple I bei einer Auktion in New York zum Rekordpreis von 905.000 Dollar (716.000 Euro) verkauft. Allerdings gehörte dieser Apple I auch zu den wenigen, die auch heute noch funktionieren.

che/dpa



insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
asdf01 31.05.2015
1.
"Nur 200 Geräte bauten Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne damals und verkauften den Computer für 666,66 Dollar." Wozniak hat das Ding im Prinzip alleine entworfen und gebaut. Ist ja schon regelrecht respektlos, da Jobs und Ron Wayne im gleichen Atemzug zu nennen.
Atlos 31.05.2015
2. Sperrmüll
Ich möchte nicht wissen, was so alles in Kissen und Decken in der thermischen Verwertung landet.
tetaro 31.05.2015
3.
Ich bin sicher, das wäre auch mit anderen Frauen passiert. Bei Technik, die Staub ansetzt, machen die keine Gefangenen... Aber dafür Schuhe und den ganzen anderen nutzlosen Nippes horten.
ratxi 31.05.2015
4. Eine ehrenhafte Angelegenheit
Die Häfte des Erlöses einer solchen "Spende" an den ehemaligen Eigner auszuzahlen ist, weil vollkommen freiwillig, eine sehr ehrenhafte Angelegenheit. Ein dickes Lob für diese sympathische Firma.
hoppelmoppel79 31.05.2015
5. In Deutschland
hätten die nen Anschiss kassiert weil sie sich um sowas gekümmert hätten. Was beim Recyclinghof abgegeben wurde MUSS (angeblich?)ohne wenn und aber entsorgt werden. Ich wollte mal an einem Gerät das im Elektrocontainer lag einen Batteriedeckel abmachen der bei meinem Gerät abgebrochen war. Also Wiederverwendung statt Recyling. Als ich mit diesem Argument kam wollte das Personal vom Recyclinghof die Polizei rufen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.