Antiquität Sotheby's versteigert ersten Apple-Computer

Er ist eine gesuchte Rarität, zumal im Zeitalter des iKults: Am Freitag kommt beim Auktionshaus Sotheby's der erste Apple-Computer unter den Hammer. Vom Rechner Nummer I gibt es gerade einmal noch sechs funktionsfähige Modelle.


New York - Der Apparat sieht aus wie selbstgebastelt. Ist er auch. Doch den Sammlern, die sich für die klobige Kiste begeistern, interessiert sowieso nur das Innenleben. Und das ist wahrlich besonders: Es handelt sich um ein Modell des ersten Personal Computers, das einst die Apple-Gründer Steve Jobs und sein kongenialer Geschäftspartner Steve Wozniak gebaut haben. Am Freitag soll er in New York bei Sotheby's versteigert werden.

Es handle sich um "extrem seltenes" Sammlerstück, erklärte das Auktionshaus, das mit einem Erlös von bis zu 180.000 Dollar (etwa 144.000 Euro) rechnet. Weltweit existieren schätzungsweise noch weniger als 50 Exemplare des Apple I, nur sechs sind nach Sotheby's Angaben noch funktionsfähig. Auch der zu versteigernde Computer ist noch betriebsbereit und verfügt über das originale Apple-Kassettenlaufwerk und eine Bedienungsanleitung.

Der Apple I wurde von Firmenmitbegründer Wozniak entwickelt und von dem inzwischen verstorbenen langjährigen Konzernchef Jobs vermarktet. Im Juli 1976 kam der Computer für 666,66 Dollar auf den Markt. "Als erster gebrauchsfertiger Personal Computer läutete der Apple I ein neues Zeitalter ein, in dem die Nutzung von Computern massentauglich wurde", erklärte Sotheby's.

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Apple I: Ein Computer als Versuchsanordnung
Ursprünglich hatten Jobs und Wozniak den Apple I als Bausatz konzipiert. Sie wollten lediglich das elektronische Innenleben kümmern, den Rest sollten sich die Käufer nach eigenen Vorstellungen basteln. Doch für solche Umstände hatte ihr erster Großkunde Paul Terrell, Chef der Handelskette Byte Shop, nicht viel übrig. Er verlangte 50 betriebsfertig montierte Apple I und bot dafür 500 US-Dollar pro Stück. Lieferzeit 30 Tage. Doch Jobs und Wozniak wuchsen mit ihrer Aufgabe und stellten sogar 100 Apple-I-Platinen fertig. 50 gingen am Terrell, die restlichen 50 verkaufte Jobs in Eigenregie für 666,66 Dollar. Mit diesen ersten Computern begann die Erfolgsgeschichte von Apple.

Der Apple I ist einer der ersten Computer, die sich über einen herkömmlichen Monitor mit einer normalen Tastatur programmieren ließ. Und er war für jedermann bezahlbar. Zuvor waren Computer Schrank-große Apparaturen mit Schaltern und Kontrolllampen, die von Spezialisten bedient werden mussten.

mik/afp



insgesamt 62 Beiträge
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Seite 1
neu_ab 09.06.2012
1.
Bei Apple ist alles komplett überteuert, wieso also auch nicht das erste Modell?
rattentier@gmx.de 09.06.2012
2. Lol
Glauben sie er wäre günstiger wenn der erste pc von Microsoft oder Xy wäre und jetzt versteigert würde? Solange Leute bei eBay für ne Scheibe Toast die dem Papst ähnlich sieht, oder für x beliebige andere Dinge auch be sothebys
unter_linken 09.06.2012
3.
Zitat von neu_abBei Apple ist alles komplett überteuert, wieso also auch nicht das erste Modell?
Das übliche blabla und Apple-bashing. Wert richtet sich nach nutzen. Was nutzt mir ihr Kommentar? Sehen sie, soviel wert ist er..
frankstroehlein 09.06.2012
4.
...was war denn 1976 ein 'herkömmlicher Monitor' bzw. eine 'normale Tastatur' ? ,-)
sehdarm 09.06.2012
5. Beleidigung für Woz
Zitat von unter_linkenDas übliche blabla und Apple-bashing. Wert richtet sich nach nutzen. Was nutzt mir ihr Kommentar? Sehen sie, soviel wert ist er..
Er war nicht Jobs "kongenialer Geschäftspartner". Er war das technische Genie, das Jobs erkannte und auch (aus-)nutzte. Keine Frage, Jobs war ein sehr guter Geschäftsmann und pedantischer Visionär (positiv gemeint). Woz war der Nerd.
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