Engpässe wegen Coronavirus Apples neue iPhones haben Verspätung

September ist iPhone-Zeit: Diese Regel galt über Jahre - dann kam Corona. 2020 landet Apples Smartphone erst mit Verzögerung in den Läden.
Kunden in chinesischem Apple-Store (im April 2020)

Kunden in chinesischem Apple-Store (im April 2020)

Foto: CHINA DAILY/ REUTERS

Hardcore-Apple-Fans müssen jetzt ganz stark sein. Die neuen Modelle des iPhones werden in diesem Jahr nicht wie gewohnt im September in den Handel kommen. Apple rechne damit, dass die Geräte erst "einige Wochen später" verfügbar sein werden, sagte Finanzchef Luca Maestri am Donnerstag.

Angesichts der Arbeitsunterbrechungen in der chinesischen Fertigungsindustrie wegen der Coronakrise war darüber bereits im Frühjahr spekuliert worden. Von Apple werden in diesem Jahr erneut mehrere iPhone-Modelle mit verschiedenen Bildschirmgrößen erwartet. Medienberichten zufolge werden sie erstmals den superschnellen 5G-Datenfunk unterstützen.

Apple bringt neue iPhones seit Jahren im September heraus. Eine Ausnahme gab es 2017 - damals kam das damalige Topmodell iPhone X erst im November auf den Markt.

Im vergangenen Vierteljahr verkauften sich aktuelle iPhones besser als von Analysten - und dem Unternehmen selbst - erwartet. Der Umsatz mit Apples wichtigstem Produkt stieg im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf 26,4 Milliarden Dollar (22,2 Milliarden Euro). Analysten hatten mit einem iPhone-Umsatz bei nur 21 Milliarden Dollar gerechnet.

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Konzern macht mit dem "günstigen" iPhone offenbar gute Geschäfte

Eine wichtige Rolle scheint dabei die Neuauflage des günstigeren Modells iPhone SE gespielt zu haben. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma IDC steigerte Apple im vergangenen Quartal den iPhone-Absatz um gut elf Prozent auf 37,6 Millionen Geräte.

Der Konzern selbst nennt keine Absatzzahlen mehr. Konzernchef Tim Cook sagte dazu lediglich: "Das iPhone SE hat definitiv unseren Ergebnissen geholfen." Unter anderem hätten es viele bisherige Nutzer von Android-Smartphones gekauft. Analysten rechneten bereits damit, dass Verbraucher in der Krise angesichts der konjunkturellen Unsicherheit und Einkommenseinbußen verstärkt zu günstigeren Smartphone-Modellen greifen werden.

Im deutschen Smartphone-Geschäft stieg Apples Marktanteil nach Berechnungen der Marktforschungsfirma Kantar auf 26 Prozent - von rund 20 Prozent vor einem Jahr.

jok/dpa
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