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02. Mai 2010, 08:09 Uhr

Best of Engadget

Aus neu mach uralt

Immer erreichbar, immer online: Das ist Trend und Last zugleich. Mit glänzenden Augen denkt da mancher ans gute alte, stationäre Telefon mit Spiralkabel zurück. Aber man muss ja auch nicht darauf verzichten: iRetrophone lässt iPhones ruckartig veralten. Das und mehr im Best of Engadget.

Wenn man so manchem Filmklassiker glauben kann, dann war das gute alte Telefon in schwarzweißer Vorzeit nicht nur ein Kommunikationsgerät, sondern auch eine oft und gern genutzte Mordwaffe. Mit dem Kabel, an dem der Hörer hing, ließen sich vortrefflich im Kampf Mann gegen Mann fiese Agenten erwürgen, und nicht nur mit dem Gerät selbst konnte man Gegner ausknocken, selbst der Hörer reichte mitunter für einen veritablen Schädelbruch.

Ein modernes Smartphone eignet sich da allenfalls, als Flachkiesel-Ersatz den aktuellen Rekord im vielfachen über-den-Tümpel-Hüpfen einzustellen oder - bei scharfkantigem Design - vielleicht noch in tagelanger Arbeit ein Seil durchzusägen. Als Mord- oder Verteidigungswaffe aber ist es gänzlich untauglich, der alten Technik weit unterlegen. Einmal ganz davon abgesehen, dass moderne Smartphones aufhören, Hingucker zu sein - ganz im Gegensatz zu schicken, klobigen Uralt-Designs.

Wie gut, dass sich das beste beider Welten auch verbinden lässt. Wer also sowohl die ausgefuchste Technik des iPhones nutzen als auch die Option offenhalten will, sich im Notfall gegen einbrechende, kriminell gewordene Ex-KGB-Agenten zu verteidigen, schlage hier bitte zu: Diese iPhone Base verspricht wieder Retro-Immobilität, definitiv keine Freisprechanlage, aber dafür einen dicken Hörer zum auf den Tisch oder sonstwohin Schlagen. Wer es ganz retro will, holt sich dazu die einst Hörernackenstütze wieder vom Speicher.

Umgerechnet schlägt der Retro-Klotz übrigens mit rund 146 Euro zu Buche - und ist also auch in dieser Hinsicht ein würdiges iPhone-Accessoire: Voll funktionstüchtige Retro-Telefone gibt es schon deutlich billiger ab circa 30 Euro, durchaus Edles selten über 80 Euro.

Best of Engadget bei SPIEGEL ONLINE: Wir präsentieren eine wöchentliche Auswahl von coolen, neuen Gadgets und Kuriositäten. Heute im Angebot:

Ben-Q bringt Einsteiger-Digicam mit 12 Megapixel und HD-Video

Zwölf Megapixel und HD-Video: Auf dem Papier macht die E1260 HDR von Ben-Q keinen schlechten Eindruck, ein Praxistest wird zeigen, ob das alles so passt. Hinzu kommt ein vierfacher optischer Zoom und ein 2,7"-Display. Der Sensor soll außerdem mit extremen Lichtverhältnissen besonders gut klarkommen. Außerdem verfügt die HDR (das steht übrigens für High Dynamic Range) über die üblichen Lifestyle-Features, ohne die heute keine Digicam mehr auskommt. Schon im Mai soll sie bei uns auf den Markt kommen, der Preis steht noch nicht fest.

LCD-Bildschirme werden hitzeresistenter als je zuvor

LG hat ein LCD-Display entwickelt, das selbst bei Temperaturen über hundert Grad Celsius noch funktionstüchtig sein soll. Normalerweise machen Displays dieser Art schon bei 75 Grad schlapp, was den Schirm im Regelfall schwarz werden lässt. Mit Kühlmechanismen und UV-Filtern hatte man bislang versucht, der Umstände Herr zu werden. Nun sei das nicht mehr nötig. Auch sollen diese Panels weitaus günstiger ausfallen als bisher. Ein weiterer Schritt zu mehr öffentlichen LCD-Werbetafeln und anderen Möglichkeiten scheint hiermit getan.

Hybrid-Auto Geely IG mit Solarzellen und Flügeltüren soll 2012 zu haben sein

Auf der Automobilmesse in Peking zeigt der chinesische Hersteller Geely derzeit ein Modell, das wie eines der zahllosen Konzeptstudien daherkommt, die es nie auf den Markt schaffen werden, weil sie ohnehin nur das Markenimage aufpeppen sollen. Der Hybrid Geely IG soll allerdings in zwei Jahren zu haben sein, Flügeltüren und Solarzellen auf Dach und Motorhaube inklusive. Wenn Geely dieses Versprechen tatsächlich einlöst, dürfte auch niemand mehr über die VW-Käfer-Designanleihen meckern. Abwarten.

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