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21. April 2010, 16:04 Uhr

Best of Engadget

Nach Astronaut kommt Robonaut

Die Erforschung des Weltraums könnte künftig von Blechmännern erledigt werden. Zumindest, wenn der Robonaut tatsächlich zur ISS geflogen wird. Außerdem bei Best-of-Engadget: Ein 100-Dollar iPad-Klon, ein Gamepad fürs Handy und übelster Schreibtisch-Trash.

Der Weltraum, unendliche Weiten, unendliche Kosten, endliche Budgets. Wohl auch, weil die US-Raumfahrtbehörde Nasa aufgrund ihrer immensen Ausgaben und geringen Erträge immer wieder zum Spielball der Politik wird, muss der Raumtransporter Space Shuttle, der Lastesel der amerikanischen Raumfahrer, bald eingemottet werden. Der Raketengleiter ist einfach zu alt und zu teuer geworden. Für einige Jahre werden US-Astronauten deshalb voraussichtlich nur mit Hilfe russischer Sojus-Raketen zu ihrem Arbeitsplatz auf der Internationalen Raumstation ISS gebracht werden können.

Weil auch das ganz schön teuer ist, wird es künftig wohl weniger Amerikaner geben, die den blauen Planeten vom All aus bestaunen, Experimente durchführen, Erweiterungs- und Reparaturarbeiten durchführen können. Ist ja auch ganz schön gefährlich da draußen. Und anstrengend auch noch, die Schwerelosigkeit macht Knochen mürbe und lässt Muskeln erweichen.

Wohl auch deshalb will die Nasa den Robonaut 2 voraussichtlich im September mit dem Space Shuttle Discovery auf die ISS fliegen. Anders als seine Kollegen aus Fleisch und Blut bekommt der elektrische Astronaut allerdings keine Rückfahrkarte. Der von General Motors in Zusammenarbeit mit der Raumfahrtbehörde entwickelte Roboter soll seinen menschlichen Kollegen unter anderem bei Weltraumspaziergängen helfen. Zudem kann die Nasa mit dem Robonaut einen kleinen Triumph für sich verbuchen: Er wird der erste humanoide Roboter sein, der die Atmosphäre verlässt.

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Fast ein iPad

Dies ist wirklich nicht der erste iPad-Nachbau aus China. Aber irgendwie hat er doch das Interesse der Engadget-Redaktion geweckt: Für nur 130 Dollar (100 Euro) bekommt man mit dem "Moonse" einen 7-Zoll Touchscreen und einen 600-MHz-Prozessor von Rockchip, der möglicherweise zur Produkteinführung noch durch einen Cortex-A8 ersetzt werden soll. Als Betriebssystem soll Googles Android 1.5 dienen.

So könnte das Moonse zum ersten Android-Pad werden. Die Ausstattung wird von einem SD-Karten-Steckplatz, W-Lan, einen Digitalkamera, USB-Anschlüsse und einem Akku für fünf Stunden Laufzeit komplettiert. Das Resultat ist zwar ein wenig dicker als ein iPad, wiegt dafür aber nur die Hälfte. Bisher gibt es allerdings nur einen Prototypen.

Motorola-Handy als Game-Konsole

Das Motorola-Smartphone Milestone ist unbestritten ein solider Hosentaschenrechner. Eigentlich würde sich das Gerät auch als portable Game-Konsole wunderbar eignen, wenn die Steuerelemente der ausfahrbaren Tastatur nicht so schrecklich ungünstig platziert wären. Problem erkannt, Problem gebannt: Der Game Gripper macht für lausige 15 Dollar Gamer-Träume auf dem Milestone wahr. Er hat eine D-Pad auf der gewohnten Seite und acht Extra-Knöpfe zur Spielsteuerung. Das Prinzip hat Zukunft.

Desk Buddy - Schreibtisch-Trash in Reinkultur

Der Desk Buddy ist ein Mash-up-Produkt ganz nach dem Geschmack des liebsten Trash-Händlers der Engadget-Redakteure, Chinavasion: Der Stifthalter hat einen integrierten Vierfach-USB-Hub, eingebaute Lautsprecher, einen Fotorahmen (man kann das bunte Kreisornament gegen ein eigenes Bild austauschen) und - das beste zuletzt - Diskobeleuchtung. Mehr kann man bei dem Preis von 3,91 Euro (plus Versand) wohl kaum verlangen.

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