Best of Engadget Uralt-Technik für Hightech-Sound

Trichter statt Tragkraft: Wer sich nicht mehr mit Bergen von Batterien abmühen will, um unterwegs Aktiv-Lautsprecher am iPod betreiben zu können, soll bald Hilfe aus der Vergangenheit bekommen. Das und mehr im Best-of-Engadget.


Schalltrichter Hendekagram: Moderne Version einer Uralten Technik
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Schalltrichter Hendekagram: Moderne Version einer Uralten Technik

Weil das Hören von Musik gemeinsam am meisten Spaß macht, von portablen MP3-Playern aber nicht gerade gefördert wird, erleben ebenso tragbare Lautsprecher zurzeit einen regelrechten Boom. Dabei stellt sich allerdings regelmäßig die Frage, woher die Energie für die mobilen Plärrboxen kommen soll.

Ein Problem, dass immer noch ungelöst scheint, obwohl schon seit den achtziger Jahren Straßen-Rapper unter dem Gewicht ihrer Ghettoblaster genannten Riesen-Kofferradios ächzen. Denn die wollten und wollen vor allem eines: reichlich tiefe Töne. Oder, wie der Hamburger Rapper Das Bo in seinem Hit "'Türlich türlich" treffend feststellte: "Bass, Bass wir brauchen Bass."

Doch fette Bässe brauchen Energie, denn für ein durchsetzungsfähiges Tieftonfundament müssen möglichst große Lautsprecher möglichst viel Luft in Bewegung bringen. Den dafür nötigen Strom liefern bei den großen Radiorecordern meist Scharen klobiger Batterien, die kräftig zur Gesamtmasse der Sound-Schwergewichte beitragen.

Nicht so das Hendekagram, dass sich die Jungs von Qed-Design aus Aschaffenburg ausgedacht haben. Sie haben sich einer altbewährten Lösung, nämlich des Schalltrichters, entsonnen. Den kennt man heutzutage fast nur noch von vergilbten Schwarzweißfotos, auf denen Grammophone abgebildet sind. Extra Batterien sind nicht erforderlich. Das Qed-Horn jedoch ist ganz modern und fürs Einklinken von Ohrhörerstöpseln konzipiert. Eben deshalb soll das Hendekagram im Zweierpack kommen, wenn es kommt. Denn, was der Trichter kostet und wie viel Druck er wirklich machen kann, ist bisher unbekannt.

Bleibt also abzuwarten, ob das wirklich eine Alternative zum Schleppen fetter Batteriepakete wird.

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Paul Panda 03.04.2010
1. Auf den Trichter gekommen
Prinzipiell finde ich die Idee gut, auf Altbewährtes zurückzugreifen, obwohl ich mir den Transport der unhandlichen Trichter etwas problematisch vorstelle. Wie sieht es denn mit Frequenzgang aus? Insgesamt aber fage ich mich, warum alle Welt von Lärmschutz spricht und von Krankheiten, die durch Lärm entstehen können, wenn andererseits jeder Pubertierende seine Mitmenschen mit transportablen Schall-Erzeugern an jeder Ecke tyrannisieren darf. Jetzt auch noch mit Trichtern! Es reicht mir schon, wenn ich ständig von Basslautsprechern aus vorbeifahrenden Autos genervt werde. Würde ich Sonntags mal auf die Idee kommen, den Rasen zu mähen, so stünde wahrscheinlich gleich ein Polizeifahrzeug vor meiner Tür. Wenn es aber um die heilige Kuh "Lärm machen mit Boxen" geht, ist offensichtlich alles erlaubt.
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