Neues Modell Passport Blackberry präsentiert Smartphone mit quadratischem Touchscreen

Schluss mit dem Standarddesign: Bei einem neuen Smartphone namens Passport setzt Blackberry auf einen quadratischen Touchscreen. Mit dem breiteren Bildschirm will die Firma unter anderem Architekten ansprechen.

Blackberry Passport: Breiter als handelsübliche Handys
Blackberry

Blackberry Passport: Breiter als handelsübliche Handys


Ein rechteckiges Gehäuse mit möglichst wenigen Bedienknöpfen - spätestens seit vor sieben Jahren Apples iPhone eingeführt wurde, sehen die meisten Smartphones relativ ähnlich aus. Elektronik-Hersteller Blackberry will nun mit einer ungewöhnlichen Optik punkten.

Am Montag hat das Unternehmen im hauseigenen Blog ein neues Smartphone namens Passport vorgestellt. Sein auffälligstes Merkmal ist der quadratische Bildschirm mit 4,5 Zoll Diagonale bei einer Auflösung von 1440 mal 1440 Pixeln. Dazu kommt die für Blackberry typische, unterm Bildschirm montierte Tastatur, die durch weitere Funktionen auf dem Touchscreen erweitert werden kann. Durch sein unkonventionelles Design ist das Passport erkennbar breiter als handelsübliche Smartphones.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die optimale Lesbarkeit eines Textes bei 66 Zeichen pro Zeile gegeben sei, erläutern die Blackberry-Entwickler. Herkömmliche Smartphones brächten es aber höchstens auf 40 Zeichen. Das Passport hingegen schaffe bis zu 60 Zeichen pro Zeile. Damit, so die Entwickler, sei das Passport "das ideale Gerät, um E-Books zu lesen, Dokumente zu betrachten oder das Netz zu stöbern."

Der breitere Bildschirm sei vor allem Berufsgruppen wie Architekten oder Autoren interessant, auch für Beschäftigte aus Branchen wie dem Finanzsektor oder dem Gesundheitsbereich sei das Gerät die passende Arbeitsgrundlage. Bislang habe sich die Gestaltung von Handys an den Erfordernissen der Unterhaltungskultur orientiert - das habe zu einer Homogenisierung des Designs geführt.

Noch ist nicht abzusehen, ob Blackberry mit seinem neuesten Gerät an alte Erfolgszeiten anknüpfen kann, in denen seine Geräte in der Bürowelt geradezu als Statussymbol galten. Die Tech-Website "Ars Technica" kann dem Ansatz, ein speziell aufs Arbeitsumfeld angepasstes Gerät auf den Markt zu bringen, durchaus etwas abgewinnen. Das Passport sei mit seinen Abmessungen allerdings völlig ungeeignet, um etwa Breitbild-Videos zu betrachten oder das Gerät einhändig zu halten und zu bedienen.

meu



insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
Frau_Enschleger 09.07.2014
1. Suche den Logikfehler
Zitat von sysopBlackberrySchluss mit dem Standarddesign: Bei einem neuen Smartphone namens Passport setzt Blackberry auf einen quadratischen Touchscreen. Mit dem breiteren Bildschirm will die Firma unter anderem Architekten ansprechen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/blackberry-passport-neues-smartphone-mit-quadratischem-bildschirm-a-980047.html
Aha. 66 Zeichen/Zeile sind optimal zum Lesen, also sind 60 Zeichen/Zeile ideal zum Lesen...
sample-d 09.07.2014
2.
liebe Blackberry-Designer - ein Tip: Wenn 60 Zeichen pro Zeile optimal zum Lesen sind, und dafür das 16:9 Hochformat zu schmal ist, dann dreht man das Smartphone um 90 Grad. Es sollte doch irgendeinen Grund haben, warum kein Mensch quadratische Displays verbaut - und überall 4:3 durch 16:9 ersetzt wurde, meint ihr nicht ??
ka184 09.07.2014
3. ....die Dummheit ist unendlich
Wenn das kein Fake ist gehort BlackBerry mit einer endgültigen Insolvenz und Aufgabe der Marke bestraft. Es gibt Smartphones, Tablets und Phablets. ..... und die kommen mit ..... ja was denn eigntlich? Runder Bildschirm wäre auch klasse. Schließlich sind ja auch viele Schminkspiegel rund. Das Gerät müsste einen Stückpreis von etwa 50.000? haben. Dann schaffen die auch die Entwicklungskosten zu decken. Mehr als 4 werden nämlich nicht vekauft.
Airkraft 09.07.2014
4. Erstens ist das...
Erstens ist das ein Smartphone und zweitens kann man natürlich das Gerät, aber nicht die verbaute Tastatur drehen ;-)
kbaudis 09.07.2014
5. Arbeitstier
Ich finde das Smartphone durchaus spannend. Das übliche 16:9-Format ist dem Videokonsum geschuldet, nichts anderem. Beim Lesen oder gar erstellen von Texten ist das Format suboptimal (und wenn man das Handy kippt kann man zwar in voller Breite lesen, dafür aber nur eine Handvoll Zeilen sehen. Unbrauchbar.) Für all diejenigen, die mit ihrem Smartphone vor allem Mails schreiben, Dokumente betrachten und bearbeiten und im Internet surfen, ist das neue Format perfekt. Für alle anderen nicht - aber die sind auch gar nicht die Zielgruppe.
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