Smartphone Black Boeing meldet selbstzerstörendes Handy bei FCC an

Sobald sich jemand gewaltsam an diesem Handy zu schaffen macht, löscht das Gerät von sich aus alle Daten. Flugzeugbauer Boeing hat ein Smartphone vorgestellt, das sich selber schützen und Daten vernichten soll.
Boeing Black: Handy mit digitalem Selbstzerstörungsmodus

Boeing Black: Handy mit digitalem Selbstzerstörungsmodus

Flugzeugbauer Boeing versucht sich nun auch in Kommunikationstechnik und hat ein Smartphone mit dem schlichten Namen Black vorgestellt. Das Gerät soll vor allem in Krisengebieten oder bei Militäreinsätzen Verwendung finden. Das Android-basierte Smartphone soll mit hohen Verschlüsselungsstandards ungewollten Mitlauschern den Zugang verwehren.

Das Produktpapier  verrät nicht sehr viele technische Details, die Geheimniskrämerei ist aber Teil des Konzepts. Das Black soll 170 Gramm wiegen und einen 4,3 Zoll großen Bildschirm besitzen. Es kann mit zwei Sim-Karten zugleich betrieben werden. Auf der Rückseite sollen Anschlussmöglichkeiten zum Beispiel für biometrische Scanner, Satellitenempfänger oder Solar-Ladegeräte vorhanden sein.

In einer Mitteilung an die amerikanische Regulierungsbehörde FCC schrieb Konzern-Justitiar Bruce Olcott, beim Boeing-Smartphone handele es sich um ein "versiegeltes Gerät". Jeder Versuch, Teile des Handys "zu warten oder zu ersetzen, würde das Produkt zerstören", zitiert ihn "Ars Technica" .

Ein besonderes Sicherheitsmerkmal wird aktiv, wenn sich jemand mit Gewalt Zugang zum Innenleben des Black verschaffen will. Eine Reihe von Sensoren soll derartige Versuche erkennen. In einem solchen Fall würde ein digitaler Selbstzerstörungsmodus sämtliche Daten vom Gerät löschen.

Nicht alle sind beeindruckt. So fragt etwa "The Verge" , ob der Löschbefehl auch noch funktioniere, wenn die Batterie leer sei.

meu
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