CES-Neuvorstellungen Mit Vollgas ins Prozessoren-Chaos

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4. Teil: Neue Intel-Chips für mehr Speed aus weniger Strom


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Intels neue Prozessoren: Mehr Leistung, geringerer Verbrauch
Chiphersteller Intel öffnet zur CES sein Füllhorn und lässt es förmlich Prozessoren regnen. Elf neue Mobil-Chips und sieben Prozessoren für Desktop-Rechner stellt das Unternehmen in Las Vegas vor. Dabei brechen für den Weltmarktführer neue Zeiten an. Erstmals baut Intel in seine Prozessoren Grafikchips mit ein. Möglich macht's eine neue Technik, mit der die Bauteile auf den Prozessoren noch kleiner als bisher gemacht werden können. Nur noch 32 Nanometer sind die Leiterbahnen breit, ermöglichen es so, noch mehr Transistoren und elektronische Schaltungen auf einem Chip zu vereinen. Zum Vergleich: Küchen-Alufolie ist ca. 10.000 Nanometer dick, das Haar eines Europäers bringt es auf durchschnittlich 50.000 Nanometer.

Diesen Kleinst-Prozessor verbindet Intel mit einem Grafikchip zu einem einzigen Baustein, der im Computer weniger Platz einnehmen soll als die bisherigen, getrennt aufgebauten Modelle. Ersten Tests zufolge scheint das gut gelungen zu sein. Offenbar können die neuen Chips, obwohl sie nur zwei Rechenkerne aufweisen, sogar etwas ältere Vierkern-Prozessoren locker abhängen. Wichtig dabei: Trotz der Mehrleistung verbrauchen die neuen tatsächlich deutlich weniger Strom als ihre Vorgänger. PC-Hersteller können das ausnutzen, um kleinere, leisere Computer zu bauen.

Gamer brauchen weiterhin eine Grafikkarte

Den Makel, keine vernünftigen Grafikchips bauen zu können, wird Intel aber auch mit der neuen Serie nicht los. Zwar taugen die integrierten Grafikeinheiten durchaus für Multimedia-Anwendungen, können also beispielsweise HD-Videos ruckelfrei auf den Bildschirm ausgeben. Bei modernen Spielen aber versagen sie kläglich. Dazu kommt, dass Intel es seinen Kunden mit den neuen Produktbezeichnungen nicht gerade leichtmacht, sich im Prozessorendschungel zurechtzufinden. Sie lassen sich zwar grob in die Kategorien Core i3, i5 und i7 einfügen, werden dann aber mit Zahlen- und Buchstabenkombinationen voneinander getrennt, die Otto Normalverbraucher kaum wird verstehen können. So gibt es einen i7-620M, eine i7-620UM und einen i7-620LM, die alle ähnlich scheinen, sich in Leistung und Preis deutlich unterscheiden.

Grob kann man die neuen Chips in vier Kategorien einordnen:

- Die Atom-Chips: Sie heißen N450, D410 und D510, sind klein, stromsparend und leistungsschwach, eigenen sich für Netbooks und Nettops.

- Die Core i3-Serie: Dies ist der Einstieg in die neue Intel-Technik. Die Notebook-Version läuft mit maximal 2,26 GHz, die Desktop-Variante mit 3,06 GHz.

- Die Core-i5-Serie: Intels neue Mittelklasse kann ihre Leistung per Turboboost steigern. Dazu wird, wenn nur ein CPU-Kern benötigt wird, dessen Taktfrequenz um einige hundert Megahertz erhöht. Am Desktop ist bei 3,46 GHz Schluss (3,73 GHz mit Turboboost), Notebooks takten mit bis zu 2,53 GHz (3,06 GHz mit Turboboost). Es gibt aber auch eine besonders sparsame Version für ultraleichte Notebooks, den 1,06 GHz schnellen i5-520UM.

- Die Core-i7-Serie: Hier kommen die neuen Notebook-Chips mit bis zu 2,66 GHz (3,33 GHz mit Turboboost). Besonders spannend: der Core-i7-620UM, ein mit 1,06 GHZ und einer Stromaufnahme von 18 Watt sehr sparsamer Chip, der bei Bedarf auf bis zu 2,16 GHz aufdreht.



insgesamt 6 Beiträge
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CarHenn, 05.01.2010
1. Turbo
"Intels neue Mittelklasse kann ihre Leistung per Turboboost steigern." Gibts bald wieder Turbo-Taster an PC-Gehäusen? Hach, das waren noch Zeiten... ;-)
Nikolai C.C. 05.01.2010
2. langsam wird es unübersichtlich
um mich endlich für ein Notebook zu entscheidigen, habe ich schon gut 6 Monate gebraucht, und blieb dann Fujitsu(-Siemens) treu, Lifebooks sind echte Arbeitstiere, aber es war auch teuer. Ich kann nur den Tipp geben, kauft Qualität und dann ist ein paar Jahre Ruhe. Beim Kauf eines Smartphones bin ich total "zerrissen"...W-Lan und UMTS sollten schon sein, Apple Iphone ist genial, aber ich mag keine Knebelverträge, und jedes Jahr folgt die nächste Generation, wie in alten Windows-Zeiten. Die Droid Geräte von Motorola und Google geben eine gute Richtung vor...aber auch Nokias 900 mit Linux. Google wird etwas sehr zum Big Brother...Ecosia ist übrigens eine schöne Suchmaschine, löscht alle Suchanfragen nach 48 Stunden und schon die Umwelt, bzw. investiert in den Regenwald. Gemeinnützigkeit und Nachhaltigkeit geben in diesem Jahr die Richtung vor, siehe auch das E-Bike. Wir versuchen die Gemeinnützigkeit mit unserer Plattform zu pflegen: http://www.memoro.org/de-de/, um in dieser Konsumgesellschaft auch mal etwas zu reflektieren und den Älteren eine Plattform zu geben. Dies klappt seit einem Jahr ganz gut, jedoch brauchen wir langsam nach 1.5 Jahren Hilfe um das Projekt mit neuem Leben zu pushen. Es wäre eine schöne Idee, Möglichkeit, für Unternehmen, die etwas für ihre CORPORATE SOCIAL RESPONSABILITY tun möchten. Firmengeschichte und Unternehmenserfolge lassen sich in schnöden Zahlen ausdrücken - oder aber in lebendigen Geschichten, erzählt von Mitarbeitern, die Ihre Firma jahrelang durch Höhen und Tiefen begleitet haben. Wie hat alles angefangen? Die ersten Erfolge? Die ersten Rückschläge? Was macht Ihr Unternehmen aus? All das können Sie auf Memoro.org, der Datenbank des Erinnerns, in Form von kleinen Videoclips festhalten. Wir interviewen Ihre (pensionierten) Mitarbeiter ab 65 Jahren und nehmen die Gespräche mit einer Videokamera auf. Sie können so Ihre Firmengeschichte(n) in einem dedizierten Bereich auf der Website veröffentlichen und Memoro.org als wertvolle Plattform für Ihre Unternehmenskommunikation nutzen, und obendrein die Clips auf Ihrer Firmenwebsite einbinden. Auf diese Weise können Sie nicht nur das "Firmengedächtnis" fit halten, sondern auch Ihre Tradition und die Identifikation der Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen stärken. Memoro - Die Bank der Erinnerungen e.V. (Memoro.org) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich hauptsächlich über das persönliche finanzielle Engagement seiner italienischen Gründer finanziert und der Arbeit und Zeit seiner deutschen Mitarbeiter. Ziel ist es, die Erinnerung an Ereignisse der Geschichte, Bräuche und Lebensweisen von damals lebendig halten und den Erfahrungsschatz reifer Menschen an Jüngere weiterzugeben. Die Brauerei Peroni hat dies bei den Gründern in Italien bereits verwirklicht, siehe http://www.bancadellamemoria.it/sponsor/peroni/index.php. Vielen Dank und viel Spaß mit den neuen Produkten der CES!
commonman 05.01.2010
3. e-bike
e-bikes mit rekuperation (energierueckgewinnung) sind nichts neues, der kanadische hersteller bionx verkauft derartige antriebe schon seit jahren zb. http://commonman.de/wp/?page_id=1299 http://commonman.de/wp/?page_id=1406 aus eigener erfahrung ist die ausbeute zu vernachlaessigen, der weit bessere effekt ergibt sich aus der schonung der bremsen bei langen oder steilen abfahrten. ansonsten waechst meine begeisterung mit jedem gefahrenen kilometer (bis jetzt 800 km), fast doppelt so schnell und kaum verschwitzt durch den "asphaltdschungel" zu duesen und dabei im schnitt 0,5 kwh fuer 100 km zu verbrauchen. mit dem auto bin ich in berlin bis 20 km kaum schneller, verbrauche aber das 200fache an energie. ok, funktioniert nicht beim derzeitigen wetter, aber der anfang ist gemacht und ich kann allen nur das wirklich erhebende fahrgefuehl mit staendigem rueckenwind und die unglaeubigen blicke der mitradler empfehlen. also immer schoen fastlangsam und meidet die radwege
dehnübung 05.01.2010
4. Genau
Zitat von commonmane-bikes mit rekuperation (energierueckgewinnung) sind nichts neues, der kanadische hersteller bionx verkauft derartige antriebe schon seit jahren zb. http://commonman.de/wp/?page_id=1299 http://commonman.de/wp/?page_id=1406 aus eigener erfahrung ist die ausbeute zu vernachlaessigen, der weit bessere effekt ergibt sich aus der schonung der bremsen bei langen oder steilen abfahrten. ansonsten waechst meine begeisterung mit jedem gefahrenen kilometer (bis jetzt 800 km), fast doppelt so schnell und kaum verschwitzt durch den "asphaltdschungel" zu duesen und dabei im schnitt 0,5 kwh fuer 100 km zu verbrauchen. mit dem auto bin ich in berlin bis 20 km kaum schneller, verbrauche aber das 200fache an energie. ok, funktioniert nicht beim derzeitigen wetter, aber der anfang ist gemacht und ich kann allen nur das wirklich erhebende fahrgefuehl mit staendigem rueckenwind und die unglaeubigen blicke der mitradler empfehlen. also immer schoen fastlangsam und meidet die radwege
SPON schreibt heute: "Zusätzlich aber - und das ist das Highlight - nutzt Sanyos Fahrrad Bergabfahrten und Bremsvorgänge, um seinen Akku aufzuladen." Soll das ein Witz sein? Wieder mal so ein Journalist, der keinerlei Ahnung von der Sache hat. Bremsenergierückgewinnung, es gibt kaum ein aktuelles E-Bike, dass das nicht hat! E-Bikes sind die Zukunft, leider haben es hier noch nicht viele gemerkt. Verkaufte Einheiten 2008, ca: 23 Millionen, davon in CHINA, 22 MILLIONEN. Es dauert nicht mehr lange und die Chinesen werden annehmen, dass wir technisch hinter dem Mond leben.
Hovac 05.01.2010
5. E-Fahrrad
Das e-Fahrrad finde ich gut, vor allem wenn der Preis stimmt. Die Enelooop Akkus die ich habe sind im Vergleich super, von daher kann das vielleicht wirklich etwas funktionierendes sein. Mit der Netbookbezeichnung hat sie der Autor aber etwas vertan, Asus hat den Begriff Netbook geprägt, nicht Intel, auch wenn sie die Masse der CPUs dafür liefern.
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