CES-Neuvorstellungen Mit Vollgas ins Prozessoren-Chaos

Flachrechner für Sofa-Surfer, ein Stromsparfahrrad für die Ökofraktion und Kamera-Skibrillen für Pistenteufel: Kurz vor Beginn der Unterhaltungselektronikmesse CES sind erste Highlights durchgesickert. SPIEGEL ONLINE zeigt die spannendsten Neuheiten - und die abgefahrensten Gadgets.

Von


Fotostrecke

4  Bilder
Zwischen Netbook und Smartphone: Freescales Tablet-Prototyp
Alle warten auf Apples sagenumwobenen Tablet-Rechner. Alle? Nein, nicht ganz. Der Chiphersteller Freescale jedenfalls könnte Apple mit seinen Plänen für die CES die Show stehlen, ein bisschen wenigstens. Denn Freescale wird in Las Vegas das Referenzdesign für eine neue Kategorie von tragbaren Mini-Computern vorstellen, die klein, leicht und vor allem billig sein sollen. Der sofataugliche Flachrechener für kleines Geld ist nur eine von diversen interessanten Ankündigungen zwei Tage vor dem offiziellen Start der Consumer Electronics Show.

Als "Smartbook" bezeichnet Freescale die handliche Gerätegattung, der die Firma ihren Stempel auf ähnliche Weise aufdrücken will, wie Intel es bei den Netbooks gemacht hat. Freescales Bezeichnung hat allerdings ihre Tücken. Auf denselben Namen nämlich hat auch Qualcomm schon seine ganz ähnlich ausgerichteten Mini-Laptops getauft. Und das hatte bereits ein juristisches Nachspiel. Für den Begriff Smartbook nämlich hat sich längst die Kölner Smartbook AG die Markenrechte gesichert und gerichtlich bestätigt bekommen, dass dieser Name nicht mehr in Verbindung mit vergleichbaren fremden Produkten genannt werden darf. Ärger ist da absehbar.

Doch davon lässt sich das US-Unternehmen offenbar nicht bremsen und platziert sein Gerät mit Sieben-Zoll-Touchscreen als potentiellen Apple-Herausforderer. Nach Freescales Plänen soll das Gerät ab dem Sommer zu Preisen unter 200 Dollar verkauft werden. Apples angeblicher Tablet-Rechner soll dem Vernehmen nach das Vier- bis Fünffache kosten.

An der Ausstattung soll bei der bunten Konkurrenz trotzdem nicht gespart werden. Als Antrieb soll ein sparsamer Freescale-Chip dienen, W-Lan- und UMTS-Funktionen sollen integrierbar sein. Als Betriebssystem sollen Linux-Varianten oder Googles Linux-basiertes Chrome OS dienen. Damit will die Firma, so Freescale-Chef Henri Richard, "das fehlende Glied" zwischen Netbooks und Smartphones liefern - genau wie auch Qualcomm es vorhat. Und auch Qualcomm wird, ebenso wie nVidia, auf der CES neue Chips und Prototypen für das neue Marktsegment zeigen. Bleibt abzuwarten, ob daraus noch käufliche Produkte werden, bevor Apple sein bisher nur als Gerücht existierendes Tablet auf den Markt bringt.

Superschnelle Leichtbau-Laptops, neue Chips von Intel, abgefahrenes Skifahrerspielzeug und Ökoelektrofahrräder: Lesen sie alles über die Frühstarter von der CES in Las Vegas.



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
CarHenn, 05.01.2010
1. Turbo
"Intels neue Mittelklasse kann ihre Leistung per Turboboost steigern." Gibts bald wieder Turbo-Taster an PC-Gehäusen? Hach, das waren noch Zeiten... ;-)
Nikolai C.C. 05.01.2010
2. langsam wird es unübersichtlich
um mich endlich für ein Notebook zu entscheidigen, habe ich schon gut 6 Monate gebraucht, und blieb dann Fujitsu(-Siemens) treu, Lifebooks sind echte Arbeitstiere, aber es war auch teuer. Ich kann nur den Tipp geben, kauft Qualität und dann ist ein paar Jahre Ruhe. Beim Kauf eines Smartphones bin ich total "zerrissen"...W-Lan und UMTS sollten schon sein, Apple Iphone ist genial, aber ich mag keine Knebelverträge, und jedes Jahr folgt die nächste Generation, wie in alten Windows-Zeiten. Die Droid Geräte von Motorola und Google geben eine gute Richtung vor...aber auch Nokias 900 mit Linux. Google wird etwas sehr zum Big Brother...Ecosia ist übrigens eine schöne Suchmaschine, löscht alle Suchanfragen nach 48 Stunden und schon die Umwelt, bzw. investiert in den Regenwald. Gemeinnützigkeit und Nachhaltigkeit geben in diesem Jahr die Richtung vor, siehe auch das E-Bike. Wir versuchen die Gemeinnützigkeit mit unserer Plattform zu pflegen: http://www.memoro.org/de-de/, um in dieser Konsumgesellschaft auch mal etwas zu reflektieren und den Älteren eine Plattform zu geben. Dies klappt seit einem Jahr ganz gut, jedoch brauchen wir langsam nach 1.5 Jahren Hilfe um das Projekt mit neuem Leben zu pushen. Es wäre eine schöne Idee, Möglichkeit, für Unternehmen, die etwas für ihre CORPORATE SOCIAL RESPONSABILITY tun möchten. Firmengeschichte und Unternehmenserfolge lassen sich in schnöden Zahlen ausdrücken - oder aber in lebendigen Geschichten, erzählt von Mitarbeitern, die Ihre Firma jahrelang durch Höhen und Tiefen begleitet haben. Wie hat alles angefangen? Die ersten Erfolge? Die ersten Rückschläge? Was macht Ihr Unternehmen aus? All das können Sie auf Memoro.org, der Datenbank des Erinnerns, in Form von kleinen Videoclips festhalten. Wir interviewen Ihre (pensionierten) Mitarbeiter ab 65 Jahren und nehmen die Gespräche mit einer Videokamera auf. Sie können so Ihre Firmengeschichte(n) in einem dedizierten Bereich auf der Website veröffentlichen und Memoro.org als wertvolle Plattform für Ihre Unternehmenskommunikation nutzen, und obendrein die Clips auf Ihrer Firmenwebsite einbinden. Auf diese Weise können Sie nicht nur das "Firmengedächtnis" fit halten, sondern auch Ihre Tradition und die Identifikation der Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen stärken. Memoro - Die Bank der Erinnerungen e.V. (Memoro.org) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich hauptsächlich über das persönliche finanzielle Engagement seiner italienischen Gründer finanziert und der Arbeit und Zeit seiner deutschen Mitarbeiter. Ziel ist es, die Erinnerung an Ereignisse der Geschichte, Bräuche und Lebensweisen von damals lebendig halten und den Erfahrungsschatz reifer Menschen an Jüngere weiterzugeben. Die Brauerei Peroni hat dies bei den Gründern in Italien bereits verwirklicht, siehe http://www.bancadellamemoria.it/sponsor/peroni/index.php. Vielen Dank und viel Spaß mit den neuen Produkten der CES!
commonman 05.01.2010
3. e-bike
e-bikes mit rekuperation (energierueckgewinnung) sind nichts neues, der kanadische hersteller bionx verkauft derartige antriebe schon seit jahren zb. http://commonman.de/wp/?page_id=1299 http://commonman.de/wp/?page_id=1406 aus eigener erfahrung ist die ausbeute zu vernachlaessigen, der weit bessere effekt ergibt sich aus der schonung der bremsen bei langen oder steilen abfahrten. ansonsten waechst meine begeisterung mit jedem gefahrenen kilometer (bis jetzt 800 km), fast doppelt so schnell und kaum verschwitzt durch den "asphaltdschungel" zu duesen und dabei im schnitt 0,5 kwh fuer 100 km zu verbrauchen. mit dem auto bin ich in berlin bis 20 km kaum schneller, verbrauche aber das 200fache an energie. ok, funktioniert nicht beim derzeitigen wetter, aber der anfang ist gemacht und ich kann allen nur das wirklich erhebende fahrgefuehl mit staendigem rueckenwind und die unglaeubigen blicke der mitradler empfehlen. also immer schoen fastlangsam und meidet die radwege
dehnübung 05.01.2010
4. Genau
Zitat von commonmane-bikes mit rekuperation (energierueckgewinnung) sind nichts neues, der kanadische hersteller bionx verkauft derartige antriebe schon seit jahren zb. http://commonman.de/wp/?page_id=1299 http://commonman.de/wp/?page_id=1406 aus eigener erfahrung ist die ausbeute zu vernachlaessigen, der weit bessere effekt ergibt sich aus der schonung der bremsen bei langen oder steilen abfahrten. ansonsten waechst meine begeisterung mit jedem gefahrenen kilometer (bis jetzt 800 km), fast doppelt so schnell und kaum verschwitzt durch den "asphaltdschungel" zu duesen und dabei im schnitt 0,5 kwh fuer 100 km zu verbrauchen. mit dem auto bin ich in berlin bis 20 km kaum schneller, verbrauche aber das 200fache an energie. ok, funktioniert nicht beim derzeitigen wetter, aber der anfang ist gemacht und ich kann allen nur das wirklich erhebende fahrgefuehl mit staendigem rueckenwind und die unglaeubigen blicke der mitradler empfehlen. also immer schoen fastlangsam und meidet die radwege
SPON schreibt heute: "Zusätzlich aber - und das ist das Highlight - nutzt Sanyos Fahrrad Bergabfahrten und Bremsvorgänge, um seinen Akku aufzuladen." Soll das ein Witz sein? Wieder mal so ein Journalist, der keinerlei Ahnung von der Sache hat. Bremsenergierückgewinnung, es gibt kaum ein aktuelles E-Bike, dass das nicht hat! E-Bikes sind die Zukunft, leider haben es hier noch nicht viele gemerkt. Verkaufte Einheiten 2008, ca: 23 Millionen, davon in CHINA, 22 MILLIONEN. Es dauert nicht mehr lange und die Chinesen werden annehmen, dass wir technisch hinter dem Mond leben.
Hovac 05.01.2010
5. E-Fahrrad
Das e-Fahrrad finde ich gut, vor allem wenn der Preis stimmt. Die Enelooop Akkus die ich habe sind im Vergleich super, von daher kann das vielleicht wirklich etwas funktionierendes sein. Mit der Netbookbezeichnung hat sie der Autor aber etwas vertan, Asus hat den Begriff Netbook geprägt, nicht Intel, auch wenn sie die Masse der CPUs dafür liefern.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.