Dash Button Verbraucherschützer klagen gegen Amazons Kaufknopf

Diverse Alltagsartikel lassen sich mit Amazons Dash Buttons auf Knopfdruck nachbestellen. Deutsche Verbraucherschützer sehen mehrere Rechtsverstöße bei dem Bestellknopf und ziehen vor Gericht.

SPIEGEL ONLINE

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) geht gegen Amazon vor, weil der weltgrößte Online-Händler mit seinen Bestellknöpfen gegen Recht verstoßen soll. In Düsseldorf teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag mit, man wolle die jüngste Innovation von Amazon gerichtlich stoppen, nachdem eine Abmahnung erfolglos geblieben war.

Mit den sogenannten Dash Buttons können Kunden unter anderem Waschmittel, Zahnpasta, Kondome und viele andere Alltagsartikel auf Knopfdruck nachbestellen. Bei den Knöpfen handelt es sich um kleine Geräte, die so ähnlich wie ein Schlüsselanhänger aussehen. Um etwas zu bestellen, drückt man einfach auf einen Knopf. Die kleinen Geräte fürs Onlineshopping sind auch in Deutschland erhältlich.

Hinweise auf Kaufpreis fehlen

Die Kritik der Verbraucherschützer: Dabei fehle der Hinweis, dass mit dem Knopfdruck automatisch eine kostenpflichtige Bestellung ausgelöst werde. Dem Kunden werde außerdem erst im Nachhinein der Preis mitgeteilt. Im Kleingedruckten behalte sich Amazon sogar vor, den Preis und die Versandkosten für das jeweils ausgesuchte Produkt zu ändern und Ersatzprodukte zu liefern.

Amazon argumentiert, dass die Details der Bestellung im Browser oder der App festgelegt werden. Dort werde auch über die Preise informiert und der Hinweis auf die kostenpflichtige Bestellung gegeben. Außerdem könnten die mit dem Dash Button bestellten Waren kostenfrei zurückgesendet werden.

tsi

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