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15. Dezember 2018, 07:42 Uhr

Preisrutsch

Die fünf besten Smartphones des Jahres

Von und

Haben Sie noch Weihnachtsgeld übrig? Von den fünf besten Smartphones des Jahres 2018 sind drei deutlich im Preis gefallen. Hier sind unsere Empfehlungen.

Apple iPhone Xs

Bei seiner Vorstellung im September 2017 war das iPhone X ein richtig großer Wurf für Apple, viel mehr als nur eine Weiterentwicklung der bisherigen iPhones. Das Design ist seither stilprägend für die Branche. Wenn es ein Smartphone gibt, das sich nach 1000 Euro anfühlt, dann dieses. Das Xs als aktueller Nachfolger ist einfach noch eine Spur besser, Punkt.

Im Einzelnen bedeutet das: Es ist wasserfest und staubdicht und lässt sich kabellos aufladen. Bildschirm, Kamera und Prozessor gehören zum Besten, was es derzeit zu kaufen gibt, auch wenn die Android-Konkurrenz mitunter mindestens mithalten kann. Ob aber ein Huawei-Smartphone bessere Nachtaufnahmen macht oder ein Google-Gerät schönere Selfies, dürfte Apple-Fans egal sein. Für sie zählt allenfalls der Preis.

Und der ist immer noch happig. Apple selbst verlangt wie gehabt 1149 Euro oder mehr, je nach Speicherkapazität und abhängig davon, ob es sich um ein Xs oder ein Xs Max handelt. Bei einigen namhaften Händlern bekommt man das Einstiegsmodell aber immerhin für rund hundert Euro weniger, also etwa 1050 Euro. Ein Nachfolgemodell ist erst im September 2019 zu erwarten.

Eine günstigere Alternative ist das iPhone Xr. Das ist in weiten Teilen technisch mit dem Xs identisch. Nur beim Display und der Kamera muss man Abstriche in Kauf nehmen. Dafür ist es mit Preisen ab 849 Euro deutlich günstiger als ein iPhone Xs.

Google Pixel 3

Das schönste Smartphone ist das Pixel 3 sicherlich nicht, aber Google hat ein paar andere gute Argumente: eine überragende Selfie-Kamera, einen neuen Sicherheitschip, der das Gerät vor Hackern schützt, außerdem die für Pixel-Modelle übliche bestmögliche Versorgung mit Betriebssystem- und Sicherheitsupdates.

Per Update hat Google außerdem einen "Nachtsicht" genannten Modus für die Kamera nachgereicht, der selbst bei sehr wenig Umgebungslicht für richtig gute Bilder sorgen soll. Wir haben den nicht mehr testen können, aber die Kollegen anderer Medien sind überzeugt: Allenfalls das Huawei Mate 20 Pro, das eine ähnliche Funktion hat, kann bei Nachtaufnahmen mit dem Pixel 3 mithalten.

Mit ursprünglich 849 Euro und aufwärts war das Pixel 3 bei der Markteinführung Anfang November ziemlich teuer, das größere Pixel 3 XL kostete sogar mindestens 949 Euro. Bei Google selbst hat sich an den Preisen auch nichts geändert. Aber Onlinehändler verkaufen die Geräte mittlerweile ab 649 respektive 679 Euro - was sie sehr attraktiv macht. Nachfolgemodelle kann man im September 2019 erwarten.

Huawei Mate 20 Pro

Anders als bei Googles Pixel 3 ist das Design des Mate 20 Pro von Huawei gelungen. Der Bildschirm ist nur von einem sehr dünnen Rahmen umrandet, die Rückseite leicht strukturiert, sodass deren Farbe je nach Lichteinfall variiert. Irritierend ist anfangs nur das quadratische Bauelement auf der Rückseite. Doch das beherbergt das Highlight des Handys, die Tripple-Kamera samt LED-Blitz.

Zusammengenommen haben die drei Kameras 68 Megapixel, reichen optisch von Ultraweitwinkel und Weitwinkel bis zum Fünffach-Teleobjektiv. Diese Kombination erweitert den fotografischen Spielraum gegenüber anderen Smartphones deutlich. Im Test haben uns vor allem die extrabreiten Weitwinkelaufnahmen und die Nachtaufnahmen gefallen.

Nicht sonderlich gefallen ist bisher leider der Preis. 999 Euro kostete das Mate 20 Pro mit 128 GB bei seiner Einführung im Oktober, Webshops bieten es jetzt ab 880 Euro an. Viel Geld, aber dafür bekommt man auch eines der besten Smartphones auf dem Markt. Ein Nachfolger ist im Spätsommer 2019 zu erwarten.

Wer beispielsweise auf die kabellose Ladefunktion verzichten kann, bekommt mit dem P20 Pro ein Huawei-Smartphone mit Dreifachkamera, das wegen des Preisverfalls gerade sehr attraktiv ist. Bei seiner Einführung hat das Highend-Smartphone 900 Euro gekostet, jetzt bekommt man es ab 600 Euro.

OnePlus 6T

Mit dem 6T hat OnePlus eines der interessantesten Smartphones des Jahres im Programm. Weil das Unternehmen, anders als die meisten Konkurrenten, im Halbjahresrhythmus neue Modelle herausbringt, konnte es kurz vor Jahresende noch einmal ganz aktuelle Hardware anbieten.

Die kombiniert reichlich Leistung und einen ausdauernden Akku mit einer guten Doppelkamera und mindestens 128 GB Speicher. Eine bisher selten zu findende Besonderheit ist der in den Bildschirm integrierte Fingerabdrucksensor. Im Test funktionierte die Gesichtserkennung aber so gut, dass wir dieses Gimmick kaum benutzt haben.

Schade nur, dass OnePlus auf die Möglichkeit verzichtet, das Gerät kabellos aufzuladen. Ansonsten ist es - vor allem preislich - ein verlockendes Angebot für jemanden, der in der Oberklasse sucht. 549 Euro kostet das 6T mit 128 GB Speicher und 6 GB Arbeitsspeicher. Daran hat sich seit der Einführung im November noch nichts geändert. Einen Nachfolger kann man im Mai oder Juni 2019 erwarten.

Samsung Galaxy Note 9

Auch nach dem Desaster um das Galaxy Note 7, dessen Akkus zum Überhitzen neigten, bleibt Samsung der Note-Baureihe treu, und das lohnt sich. Zum einen für den Konzern, dem das Gerät fette Gewinne einspielt, zum anderen für Smartphone-Nutzer, die gerne mit einem Stift auf dem Bildschirm Notizen machen oder zeichnen. Denn der digitale Stift ist das besondere Merkmal alle Note-Smartphones.

Aber auch sonst hat Samsung beim Note 9 an nichts gespart: Der Prozessor ist sehr schnell, der Bildschirm mit 6,4 Zoll sehr groß, die Auflösung sehr hoch und der Akku sehr ausdauernd. Wasserfest und kabellos aufladbar ist das Note 9 sowieso. Und Speicher hat es reichlich, wenn man will - und es bezahlen kann. Mit bis zu 512 GB bietet Samsung sein Topmodell an. Wer dann noch eine 512-GB-Speicherkarte hineinsteckt, kann mit einem Terabyte Speicher protzen. Ob man das in einem Smartphone braucht, ist eine andere Frage.

Anfangs brauchte man aber auch sehr tiefe Taschen, um sich ein Galaxy Note 9 leisten zu können. 999 Euro verlangte und verlangt Samsung für ein Exemplar mit 128 GB Speicher. Doch im Onlinehandel bekommt man das Luxus-Smartphone mittlerweile schon deutlich günstiger. In Preisvergleichsportalen wird es mit Preisen ab 710 Euro gelistet. Mit einem Nachfolger ist im Sommer 2019 zu rechnen.

Wer auch ohne Stifteingabe leben kann, für den kommt alternativ das mit 6,2 Zoll ebenfalls große Galaxy S9+ infrage. Das hat in unserem Test im März ebenfalls hervorragend abgeschnitten und kostet statt ursprünglich 949 Euro im Onlinehandel nur noch 550 bis 600 Euro.

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