DVDs in Zeitschriften Das sind die besten Gratis-Filmbeileger im November

Ahnungslose Agenten, tapfere Töchter und verliebte Serienmörderinnen: Einigen Zeitschriften liegen kleine und große Film-Highlights auf DVD oder Blu-ray bei. Wir verraten, wo sich das Hinschauen besonders lohnt.


"Me.Movies"

"Die drei Tage des Condor", USA 1975. Regie: Sydney Pollack. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 112 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 7,90 Euro.

Der Sprachwissenschaftler Joe Turner (Robert Redford) untersucht als Angestellter der CIA Zeitschriften und Bücher auf geheime Botschaften. Eines Tages kehrt er von der Mittagspause zurück und findet seine Kollegen erschossen in ihren Büros. Bald wird ihm klar, dass die Killer es weiterhin auf ihn abgesehen haben und womöglich aus den eigenen Reihen stammen. Joe, der seit Jahren keine Waffe in der Hand gehalten hat, begibt sich auf eine gefährliche Suche nach dem Grund für den blutigen Anschlag.

Regisseur Sydney Pollack ist besonders für seine Liebestragödien wie "Jenseits von Afrika" (1985) oder "Jeremiah Johnson" (1972) bekannt. Die Hauptrollen übernimmt darin oft der smarte Hollywood-Star Robert Redford, mit dem er seit ihrem gemeinsamen Leinwanddebüt 1962 eng befreundet war. In dem Oscar-nominierten Spionage-Thriller "Die drei Tage des Condor" zeigen beide eine andere Seite ihres Könnens. Während Pollack stilsicher eine subtil bedrohliche Atmosphäre herstellt, verwandelt Redford sich glaubwürdig vom überrumpelten Eigenbrötler in einen trickreichen Agenten. Kurz nach der "Watergate"-Abhöraffäre des US-Präsidenten Nixon thematisierte Pollack mit seinem Plot zudem das damals tiefe Misstrauen in die Geheimdienste.

Ein Jahr später knüpfte Redford in "Die Unbestechlichen" (1976) direkt daran an. Ein hochaktueller Blickwinkel, der diesen packenden Filmklassiker heute umso sehenswerter erscheinen lässt.

Bis Ende Januar 2014 im Handel

"Screen Magazin"

"I Am Omega", USA 2007. Regie: Griff Furst. Format: 1,78:1 (16:9). Länge: 87 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,99 Euro.

Während die Menschen um ihn herum von einem Virus in blutrünstige Zombies verwandelt werden, hält der Wissenschaftler Ranchard (Mark Dacascos) auf seiner Farm tapfer die Stellung. Überzeugt, der letzte Überlebende zu sein, tötet er alles, was ihm begegnet. Doch dann empfängt er die Videobotschaft einer Frau, die angeblich gegen die Krankheit immun ist - und sie ist nicht die einzige, die das Virus verschont hat.

Der Endzeit-Roman "I am Legend" von Richard Matheson ist seit seinem Erscheinen im Jahr 1954 bereits mehrfach verfilmt worden. 2007 waren es gleich zwei Versionen: Der gleichnamige Blockbuster mit Will Smith und die hier vorliegende B-Film-Adaption "I Am Omega". Ihr Titel vereint die Buchvorlage und den Klassiker "Der Omega Mann", in dem Charlton Heston 1971 die Rolle des letzten Menschen spielte. Angereichert mit zurzeit populären Stilelementen des Zombie-Films wird daraus ein netter Spaß für Trash-Freunde - ein anspruchsvolleres Publikum sollte lieber die Finger davon lassen.

Bis 4. Dezember im Handel

"TV Movie"

"Winters Bone", USA 2010. Regie: Debra Granik. Format: 1,85:1 (16:9/1080p). Länge: 95 Min (DVD) / 99 Min (Blu-ray). FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,50 Euro (DVD) / 5,99 Euro (Blu-ray).

Auf einer abgelegenen Farm in den Wäldern Missouris kümmert sich die 17 Jahre alte Ree (Jennifer Lawrence) allein um die Familie, nachdem ihr krimineller Vater untergetaucht ist. Eines Morgens erfährt sie, dass er für seine Kaution das Haus verpfändet hat. Ree bleibt noch eine Woche, um den Entflohenen aufzutreiben, andernfalls stehen alle auf der Straße. Doch bei ihrer Suche will ihr niemand helfen, stattdessen wird sie bedroht.

Debra Graniks ("Down to the Bone") zweite Langfilmregie war mit vier Oscar-Nominierungen ein Überraschungshit des Filmjahres 2011. Durchweg eher ein Familiendrama, entwickelt sich die kleine Independent-Produktion streckenweise fast zu einem Thriller und begeisterte Publikum und Kritiker. Ein Grund dafür ist wohl die Erzählperspektive, mit der Granik das trostlose Leben im Abseits der US-amerikanischen Gesellschaft skizziert. Für Authentizität sorgen Laiendarsteller, die selbst an einigen der Drehorte in Missouri leben und ihre Ideen einbrachten. Doch vor allem die damals weitgehend unbekannte Jennifer Lawrence ("Die Tribute von Panem") spielte sich gleich mit ihrer ersten Hautrolle an die Weltspitze, wo sie seitdem mit Filmpreisen bis hin zu Oscar und Golden Globe überschüttet wird. Ihre Darstellung der ebenso verzweifelten wie hartnäckigen Ree dominiert dieses bedrückende Drama, dessen minimalistischer, kühler Stil perfekt zur Tristesse passt, mit der eine hierzulande wenig bekannte Seite der USA gezeigt wird.

Bis 21. November im Handel



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