DVDs in Zeitschriften Das sind die besten Gratis-Filmbeileger im Oktober

Außerirdische Maschinen, düstere Geheimnisse und ein Künstler auf Abwegen: Zum Herbstbeginn bieten die Filmbeileger der Publikumsmagazine Gruseliges und Spannendes. Wir geben den Überblick zum aktuellen Angebot am Kiosk.


"Computer Bild"

"Don't Be Afraid Of The Dark", AUS/MEX/USA 2010. Regie: Troy Nixey. Format: 1,78:1 (16:9). Länge: 94 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,90 Euro.

Als die kleine Sally (Bailee Madison) in ein altes Anwesen zieht, das ihr Vater Alex Farnham (Guy Pierce) sanieren will, vertreibt sie ihre Einsamkeit mit Streifzügen durchs Haus und in die Umgebung. Schon bald entdeckt sie dabei einen Keller voller seltsamer Wesen. Von den Erwachsenen wird sie ausgelacht, doch da ist es sowieso zu spät: Die von Sally befreiten Kobolde treiben ein tödliches Spiel. Klasse inszeniertes Remake des Gruselfilms "Gate of Darkness" (1973), das zum Schluss seine bis dahin schön schaurige Atmosphäre gegen fiesen Horror eintauscht.

Bis 4. Oktober im Handel

"Screen Magazin"

"The Spiral - Tödliches Geheimnis", USA 2007. Regie: Adam Green / Joel Moore. Format: 1,85:1 (16:9). Länge: 86 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,99 Euro.

Geplagt von seiner Schüchternheit schlägt sich der Maler Mason (Joel Moore) als Angestellter in einem Callcenter durch. Sein einziger Freund ist sein Vorgesetzter Berkeley (Zachary Levi), der ihm nach gelegentlichen Panikattacken immer wieder auf die Beine hilft. Als Mason eines Tages die lebenslustige Amber (Amber Tamblyn) kennenlernt, scheint sich sein Leben zu ändern. Doch die junge Frau, die für ihn auch Modell steht, ahnt nicht, was sich hinter der unbeholfenen Fassade des Künstlers verbirgt. Joel Moore hat sich seit den neunziger Jahren in TV-Serien wie "Bones" und Blockbustern wie "Avatar" als Nebendarsteller einen Namen gemacht. Hier feiert er sein Regie-Debut mit einem kleinen, feinen Drama, das auch Kenner zu überraschen vermag. Was zu Beginn eher wie die schräge Charakterstudie eines Außenseiters wirkt, entwickelt sich zu einem verzwickten Puzzle, das schließlich in einer Art Psychothriller mündet. Ein intensiver Filmspaß für Anspruchsvolle.

Bis 30. Oktober im Handel

"SFT Magazin"

"Mutant Chronicles", USA 2008. Regie: Simon Hunter. Länge: 106 Min. Format: 1,85:1 (16:9). FSK: 16 Jahre (gekürzt). Heftpreis: 4,99 Euro.

Im 28. Jahrtausend kämpfen die Armeen multinationaler Konzerne um die letzten Ressourcen der Erde. Während eines Gefechts wird zufällig der Zugang zu einer außerirdischen Maschine freigelegt, die Lebewesen in tödliche Mutanten verwandelt und damit die gesamte Menschheit bedroht. Die Lage scheint hoffnungslos, doch Samuel (Ron Perlman), der Anführer einer religiösen Bruderschaft, kennt die Lösung und tritt gemeinsam mit seinen Söldnern gegen die Maschine an. Die düstere und blutige Adaption des gleichnamigen Pen-&-Paper-Rollenspiels aus dem Jahr 1993 wurde bereits 2006 in England gedreht, jedoch aufgrund seiner umfangreichen, digitalen Nachbearbeitung erst 2008 veröffentlicht. Leichte Kürzungen für die Jugendfreigabe nahmen ihm Gewaltspitzen, aber nicht seinen wuchtigen visuellen Eindruck. Simon Hunter ("Lighthouse") zitiert optische Elemente der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Seine Militärästhetik erinnert an den Ersten Weltkrieg, seine Steampunk-Maschinen scheinen dem Filmset von Fritz Langs Klassiker "Metropolis" (1927) entsprungen. Ein cooles Setting, unterfüttert mit fetzigen Actionszenen, die über eine etwas lahme Story hinwegsehen lassen.

"Der Venedig Code", GB/E/I/L/NL/USA 2004. Regie: Tim Disney. Format: 1,85:1 (16:9). Länge: 98 Min. FSK: 16 Jahre.

Kunstgutachter Patrick Donovan (Scot Williams) soll in Venedig die Echtheit dreier wertvoller Gemälde bestätigen. Kurz bevor er mit seinen Prüfungen fertig ist, wird eines der Kunstwerke gestohlen. Zusammen mit der attraktiven Tochter des Eigentümers begibt Patrick sich auf die Suche nach dem Kunstschatz und stößt bald auf Spuren einer Verschwörung, die die Grundfesten der Kunstwelt erschüttern könnten. In den Nebenrollen mit Rutger Hauer und Malcolm McDowell prominent besetzter Durchschnittskrimi, den Tim Disney, der Großneffe des berühmten Walt Disney, nicht über Fernsehserien-Niveau zu heben vermag.

Bis 29. Oktober im Handel

"Super Illu"

"Spuk unterm Riesenrad" (Folgen 5-7), DDR 1979. Regie: Günter Meyer. Format: 1,33:1 (4:3). FSK: 6 Jahre. Heftpreis: 2,99 Euro.

Im Oktober ergänzt die Super Illu die im vergangenen Monat beigelegten Episoden der erfolgreichen Serie des DDR-Fernsehens. Nach ihrer Flucht aus der Geisterbahn (Folgen 1-4) haben der Riese (Stefan Lisewski), die Hexe (Katja Panlya) und das Rumpelstilzchen (Siegfried Seibt) auf Burg Falkenstein im Harz Unterschlupf gefunden. Tammi (Dima Gratschow), seine Geschwister und der Opa sind ihnen immer noch auf der Spur, und das Rumpelstilzchen führt Böses im Schilde. Das gilt es natürlich zu verhindern.

Vom 3. bis 9. Oktober im Handel

"TV Direkt"

"The Illusionist", CZ/USA 2006. Regie: Neil Burger. Format: 1,85:1 (16:9). Länge: 104 Min. FSK: 12 Jahre. Heftpreis: 2,50 Euro

Österreich zur Zeit der Habsburger: Der gefeierte Zauberkünstler Eisenheim (Edward Norton) versucht, seine aus Standesdünkel verlorene Jugendliebe Sophie (Jessica Biel) noch einmal zu erobern. Doch ihr Verlobter, der Kronprinz Leopold (Rufus Sewell), setzt alle Hebel in Bewegung, um den trickreichen Konkurrenten auszuschalten. Geheimnisvoll inszeniertes, romantisches Fantasy-Drama in prächtiger Historienoptik, das dem mysteriösen Tod des österreichischen Kronprinzen Rudolf, dem einzigen Spross des Kaiserpaares Sissi und Franz Josef, eine weitere Legende hinzufügt. 1889 fand man den Prinzen zusammen mit seiner Geliebten erschossen in seinem Jagdschlösschen Meyerling. Die Gründe ihres Todes wurden nie geklärt.

"From Paris With Love", F 2010. Regie: Pierre Morel. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 88 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 2,50 Euro

Botschaftsdiplomat James Reece (Jonathan Rhys Meyers) fühlt sich unterfordert und träumt von einer Karriere beim Geheimdienst. Als er eines Tages dem Spezialagenten Charlie Wax (John Travolta) zugeteilt wird, wähnt er sich endlich auf dem richtigen Weg. Doch Wax ist nicht zimperlich und zieht auf seinem Weg durch die Pariser Unterwelt bald eine blutige Spur hinter sich her. Rasend schnelle, dabei sauber choreografierte Baller-Orgie, die Produzent Luc Besson ("Leon - Der Profi") leider mit einer hanebüchenen Story aus eigener Feder ausbremst.

Bis 10. Oktober im Handel

"TV Movie"

"Stolen Lives - Tödliche Augenblicke", USA 2009. Regie: Anders Anderson. Format: 2,40:1 (16:9/1080p). Länge: 87 Min (DVD) / 91 Min (Blu-ray). FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,50 Euro (DVD) / 5,99 Euro (Blu-ray).

Detective Tom Adkins (Jon Hamm) sucht seit acht Jahren nach seinem vermissten Sohn, als in seinem Revier eine Kinderleiche gefunden wird. Doch der tote Junge liegt dort bereits seit 50 Jahren. Trotzdem forscht der Polizist weiter und stößt auf die Geschichte des gescheiterten Familienvaters Matthew Wakefield (Josh Lucas), dessen Sohn John (Jimmy Bennett) 1958 ebenfalls verschwand. Adkins ahnt, dass irgendetwas die beiden Fälle verbindet und begibt sich auf eine schwierige Suche nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Anders Andersons Regie-Debut basiert locker auf einem berühmten, bis heute ungeklärten Kriminalfall aus Philadelphia, wo man 1957 ein ermordetes Kind in einem Karton fand, den sogenannten "Boy in the Box". Der Thriller entwickelt hier eine eigene Theorie, die wenig mit den bisherigen Ermittlungen zu tun hat, aber einen interessanten Plot bietet. Im Mittelpunkt steht jedoch der Umgang der beiden Väter mit ihrem Verlust. Trotz aller Tragik berührt der Film gerade hier durch unprätentiöse Erzählweise sein Publikum.



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