E-Book-Reader Amazon peppt den Kindle auf

Von solchen Updates träumen Gadget-Sammler: Per Software macht Amazon den Kindle-E-Book-Reader PDF-tauglich und verbessert dessen Akkulaufzeit drastisch. Für die meisten Kindle-User ist das Update kostenlos erhältlich - für manche dagegen gar nicht.

Amazon Kindle: Update verschafft bis zu sieben Tage Lesezeit
Konrad Lischka

Amazon Kindle: Update verschafft bis zu sieben Tage Lesezeit


Die Ankündigung kommt gerade rechtzeitig. Vier Wochen vor Weihnachten und angesichts immer stärkerer und vielfältigerer Konkurrenz kündigt Amazon ein Update für den E-Book-Reader Kindle an. Endlich soll das Gerät PDF-Dateien auch ohne müßige Konvertierung am PC anzeigen können. Für manchen Vielleser vielleicht noch wichtiger: Die Akkulaufzeit wurde laut Hersteller um 85 Prozent verbessert.

Bis zu sieben Tage soll man nun mit dem Kindle lesen können, wenn dessen Netzwerkfunktionen aktiviert sind. Bisher machte das Gerät bereits nach vier Tagen schlapp. Diese drastische Verbesserung zu erreichen sei nicht einfach gewesen, heißt es aus dem Unternehmen. Immerhin sechs Monate lang habe man an der neuen Firmware, dem Betriebssystem des E-Book-Readers, gearbeitet, die Fortschritte immer wieder getestet. An der Laufzeit ohne Netzwerkanbindung ändert sich durch das Update dagegen nichts: Bis zu zwei Wochen soll das Gerät durchhalten, wenn man die drahtlose Funknetzanbindung deaktiviert.

Für viele Kindle-Nutzer wichtiger dürfte allerdings die Integration des PDF-Formats in das Gerät sein. Dateien in dem von Adobe entwickelten universellen Austauschformat können nun direkt per USB auf das Gerät überspielt und auf dessen Bildschirm gelesen werden. Alternativ kann man solche Dateien auch per E-Mail an die E-Mail-Adresse des jeweiligen Kindle senden. Schreibt man zudem den Begriff "Convert" in die Betreffzeile der E-Mail, wird das jeweilige PDF automatisch in das generische Kindle-Format umgewandelt.

Während neue Kindles laut Amazon bereits mit den neuen Funktionen ausgeliefert werden, sollen die übrigen Besitzer eines Kindle durch ein automatisches Software-Update in den Genuss der Verbesserungen kommen. Ausgenommen davon sind allerdings Early Adopters, also jene Anwender, die sich bereits ein Kindle der ersten Generation angeschafft haben. Für diese Geräte werde es kein Update geben, teilte Amazon mit.

mak

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