US-Forschungsprojekt Eiscreme aus dem 3D-Drucker

Ein ideales Bastelprojekt für den Sommer: Amerikanische Wissenschaftler haben einen 3D-Drucker entwickelt, der Eiscreme in jede Form bringen kann. Eine Idee, die sich gar nicht so leicht umsetzen ließ.
Junge beim Eislecken (Symbolfoto): Am MIT kommt das Eis aus dem 3D-Drucker

Junge beim Eislecken (Symbolfoto): Am MIT kommt das Eis aus dem 3D-Drucker

Foto: Caroline Seidel/ picture alliance / dpa

Cambridge - Bei ihnen kommt die Erfrischung aus dem Drucker: Drei junge Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen 3D-Drucker entwickelt, der Softeis in beliebiger Form herstellen kann. Dafür hackten sie eine handelsübliche Eiscreme-Maschine und schlossen sie an einen 3D-Drucker von Solidoodle an. Das Gerät stellten sie in einen handelsüblichen Kühlschrank.

"Die Atmosphäre musste kühl sein, damit die Eiscreme während des Druckens in Form bleibt", sagten die Entwickler Kyle Hounsell, Kristine Bunker and David Donghyun Kim dem Fachportal "3DPrint" .

Dennoch waren mehrere Testphasen nötig, bis das Eis in der gewünschten Form blieb. Zunächst schmolz es noch zu schnell. Dieses Problem lösten die Forscher, indem sie das Eis von allen Seiten mit flüssigem Stickstoff besprühen ließen, während es auf eine Glasplatte floss. Flüssiger Stickstoff hat einen Siedepunkt von minus 196 Grad Celsius und kühlt daher extrem.

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Noch nicht massentauglich

Nachdem die Forscher verschiedene Geschwindigkeitsstufen, Temperaturen und Materialien ausprobiert hatten, fanden sie genau die richtigen Einstellungen, um ein Eis in 15 Minuten drucken zu können. Das ist zum Beispiel in Sternform möglich.

Das Gerät müsse noch weiterentwickelt werden, um massentauglich zu sein, heißt es: "Wir fanden den Drucker hauptsächlich spannend, weil er Kinder interessieren könnte."

Das Eiscreme-Experiment ist das nicht das erste Projekt, bei dem 3D-Drucker für einen ungewöhnlichen Zweck eingesetzt werden: Mit den Geräten wurden beispielsweise schon Knochen-Ersatzteile und Waffen hergestellt. Und auch eine Nudelfirma arbeitet an einem Pasta-Drucker.

aks
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