Tipps für spannendes Technik-Spielzeug Roboter programmieren? Kinderspiel!

Roboter saugen den Fußboden und mähen Rasen. Dabei können sie auch für Kinder ein prima Spielzeug sein. Einer merkt sich sogar Gesichter.

Roboter im Einsatz (Symbolfoto)
Getty Images

Roboter im Einsatz (Symbolfoto)

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Wer sich mit Spielzeug beschäftigt, hat meist Spaß und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen. Denn was bringt all der Spaß, wenn man andauernd den eigenen Spieltrieb rechtfertigen muss? Wenn das Spiel doch nur einen Sinn hätte! Tatsächlich gibt es ein solches sorgenfreies, weil sinnvolles Spielzeug. Roboter! Sie machen nicht nur Spaß, sondern lehren spielerisch die Grundlagen der Programmierung - weshalb man sie auch seinen Kindern geben kann. Aber welche sind die Richtigen?

In Spielzeugläden stehen Unmengen dieser Roboter. Die meisten davon sehen aus, als würden sie die erste härtere Konfrontation mit der Realität - dem Kinderzimmer - keine zehn Minuten überleben. Oder sie riechen bereits durch die Packung hindurch so sehr nach Chemie, dass man sie wirklich nicht in der Wohnung haben möchte. Sie sind billig und verhalten sich auch so.

Wer etwas mehr bezahlt, der bekommt schöne Geräte, die über Jahre gepflegt, mit Software versehen werden und zudem viele Fans haben, die bei Problemen weiterhelfen und sogar kleine Programmpatches zur Verfügung stellen. In unserer Familie haben sich drei Favoriten herausgebildet.

Makeblock mBot

Die erste Begegnung mit einem mBot wäre fast an der Frage gescheitert, ob blau oder lila nun die bessere Farbe ist. Meine beiden Kinder sollten sich im Rahmen eines Ferien-Programmierkurses einen mBot aussuchen und gemeinsam vorbereiten. Die Farbfrage wurde vom Kursleiter durch Zuteilung pragmatisch entschieden und kurze Zeit später war es total unwichtig, dass das Gerät lila-metallisch gehalten war.

Zum Autor
  • Carsten Görig liebt obskure Bands, seine Gitarre und seine Familie. Seit vielen Jahren schreibt er außerdem über Videospiele. Hier stellt er Lieblingsstücke aus seinen Sammlungen vor.

An einen kleinen Metallkasten wurden Räder angebracht, Platinen eingebaut, Empfangsteile verschraubt, krebsscherenähnliche Metallarme montiert und dann per Scratch zum Leben erweckt - einer einfachen, aber flexiblen Programmiersprache, deren Grundzüge Kinder innerhalb kürzester Zeit begreifen und die auch in Schulen immer wieder genutzt wird. Gesteuert und programmiert wird das am Computer, Tablets oder auch Smartphones. Als nächstes wurde ein Parcours im Raum aufgebaut. Ihn sollten die Roboter dann bewältigen. Mehrere gleichzeitig. Was zu einem großen Durcheinander führte, in dem aber dann doch fast jeder mBot seinen Weg fand.

Seitdem ist der mBot ein großer Kinderfavorit. Für Ältere gibt es Bücher zur Programmierung, Erweiterungssets mit verschiedenen Sensoren und viele Onlineressourcen. Und für meinen Sohn am wichtigsten: Man kann den mBot auch einfach fernsteuern, wenn die Programmierung nicht das tut, was sie soll. Manchmal muss man einfach pragmatisch sein.

Was ist das: Ein Spielzeugroboter zum Eigenbau, vielseitig erweiterbar und mit großer Gestaltungsfreiheit beim Programmieren, der auch das Innenleben eines Roboters erfahrbar macht. Programmierung per Computer, Tablet oder Smartphone.

Geeignet für: Tüftler und angehende Programmierer ab dem Kindesalter, die ihren Spieltrieb als ernsthafte Tätigkeit verteidigen wollen.

Preisabfragezeitpunkt:
29.08.2019, 14:16 Uhr
Ohne Gewähr

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Label:
Makeblock
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EUR 87,45

Wonder Workshop Dash

Nein, Dash ist kein dezenter Hausgast, dafür ist er umso niedlicher. Wie ein hyperaktiver R2D2 begrüßt er uns nach dem Einschalten mit wildem Geflöte und Gepiepse und bewegt sich, als würde er sich recken. Und er zeigt schon in den ersten Momenten mehr Persönlichkeit als mancher Mensch - was für vier zusammengefügte Plastikkugeln auf Rollen eine ziemliche Leistung ist. Kurz gesagt: Wer auch nur ein wenig Herz für absurde Wesen hat, wird sich in Dash sofort verlieben.

Wir haben einige Stunden damit verbracht, ihn zu programmieren. Der Boden im Wohnzimmer zeigt immer noch Spuren des Klebebandes, mit dem die Kinder Labyrinthe markiert haben, die möglichst perfekt abzufahren sind. Sie haben die Fahrten von Dash schrittweise und mit großem Enthusiasmus der Ideallinie angenähert. Und ihm dabei auch Geräusche beigebracht, die sie selbst aufgenommen haben. Was natürlich zu einigen Fahrten führte, in denen ein rülpsender Feuerwehrroboter Pirouetten drehend zum Einsatz unterwegs war und die Nerven der Eltern testete.

Mit Erweiterungen lernt er, ein Mini-Xylophon zu spielen oder kann Lego-Arme bekommen. Schön an Dash sind die verschiedenen Apps, mit denen er gesteuert werden kann. Sie unterschieden sich nach Altersstufen und Vorwissen. Selbst für Kinder, die noch nicht lesen können, gibt es eine Programmier-App für Smartphones und Tablets.

Was ist das: Spielzeugroboter, der sich auch als künstliches Haustier sehr gut macht. Er ist vielseitig programmierbar und kann vorher aufgenommene Geräusche abspielen.

Geeignet für: Kinder, die spielerisch verstehen sollen, wie Programmierung funktioniert und die sich später weiter einarbeiten wollen.

Preisabfragezeitpunkt:
29.08.2019, 14:17 Uhr
Ohne Gewähr

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Hersteller:
Wonder Workshop, Inc.
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Anki Cozmo

Etwas außer Konkurrenz läuft Cozmo, ein kleiner Roboter, den es, obschon noch gar nicht alt, nur noch in Restbeständen gibt (dafür aber recht günstig). Anki, der Hersteller, ist pleite. Das hängt nicht mit der Qualität des kleinen Roboters zusammen, sondern wohl eher mit dem Preis, der lange deutlich über 200 Euro lag und damit für ein elektronisches Spielzeug doch ziemlich hoch war. Vor allem, wenn das auf den ersten Blick nur Blöcke stapeln kann.

Doch Cozmo kann noch viel mehr. Er verfügt über eine kleine Kamera und verschiedene Sensoren, kann sich (meistens) aufrichten, wenn er umfällt und ist der einzige unserer Roboter, der über eine künstliche Intelligenz verfügt. Er kann sich Gesichter merken und spricht uns mit Namen an - auch wenn dabei immer wieder sehr merkwürdige Aussprachen zustande kommen. Kein Wunder, er versucht es mit amerikanischem Akzent. Eine Zeitlang versuchten die Kinder, die Eltern so zu rufen, wie Cozmo es tut.

Per App kann man Cozmo programmieren, ihn immer neue Aufgaben lösen lassen. Mit denen wiederum werden immer neue Funktionen freigeschaltet, die man dann in seine Programmierarbeit einfließen lassen kann. Nach getaner Arbeit fährt der kaum mehr als zwei Fäuste große Roboter in sein Dock und setzt sich zur Ruhe. So wie man das auch von Staubsauger- und Rasenmäherrobotern kennt. Cozmo ist dabei so niedlich, dass man ihn jeden Tag neu starten, herumfahren und Blöcke stapeln lassen möchte.

Was ist das: Spielzeugroboter, der lange am oberen Ende der Preisskala lag. Toll gestaltet, voller kleiner Funktionen und mit gut bedienbaren Apps zu programmieren.

Geeignet für: Kinder, die eher vorsichtig mit Spielzeug umgehen oder auch Menschen, die bei ihrem Spieltrieb Geschmack zeigen wollen.

Preisabfragezeitpunkt:
29.08.2019, 14:18 Uhr
Ohne Gewähr

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insgesamt 23 Beiträge
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Seite 1
Graphite 31.08.2019
1. etwas mehr tiefe? oder doch nur Werbung?
schade, hab mich bei der Überschrift schon gefreut vielleicht ein neues Geschenk für meinen Neffen zu finden. ABER mir fehlen leider viele Infos zu den kleinen Robotern. ab welchem Alter sind diese geeignet? wie sieht es aus mit Erweiterungen? gibt es Folgekosten? wie steht es um den Datenschutz? wie wird programmiert? welches Vorwissen ist nötig? das ist nur bei einem Gerät erwähnt. Schade, so sieht es leider nur nach Werbung aus!
peeka(neu) 31.08.2019
2. Bestimmt ganz schön, aber
wieder Gadgets, die dazu führen, dass Personen und deren Umfeld direkt überwacht wird. Und gerade beim Kinderspielzeug kann sich ja kaum einer entziehen.
muckp 31.08.2019
3. Programmieren?
handelt es sich wirklich um Programmieren oder eher um Konfigurieren/Parametrisieren? Ich kann es mir kaum vorstellen, dass Kinder ein dermaßen komplexes Gerät ohne Vorkentnisse in kürzester Zeit "Programmieren" können. Ich habe noch Assembler gelernt. DAS war programmieren. Dann kamen Basic, Pascal, C++ usw. Inzwischen koniguriere ich fast nur noch. Programmieren kommt nur noch selten vor und wenn dann nur in VBA.
salomon17 31.08.2019
4. Zustimmung zu 1
Ja, zu wenig Info. Trotzdem zunächst mal danke für den Denkanstoß, ich habe mich in der Szene lange nicht mehr umgesehen., aber langsam kommen meine Enkel in das richtige Alter :-)
h.weidmann 31.08.2019
5.
Zitat von muckphandelt es sich wirklich um Programmieren oder eher um Konfigurieren/Parametrisieren? Ich kann es mir kaum vorstellen, dass Kinder ein dermaßen komplexes Gerät ohne Vorkentnisse in kürzester Zeit "Programmieren" können. Ich habe noch Assembler gelernt. DAS war programmieren. Dann kamen Basic, Pascal, C++ usw. Inzwischen koniguriere ich fast nur noch. Programmieren kommt nur noch selten vor und wenn dann nur in VBA.
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