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Android 4: Die ersten Bilder

Erste Fotos So soll Android 4 aussehen

Wie wird die nächste Android-Version aussehen, was wird das Google-Betriebssystems können? Jetzt sind erste Bilder aufgetaucht, auf denen die neue Software angeblich zu sehen sein soll. Sie verraten einige Details.

Hamburg - Die Symbole in der Statusleiste sind jetzt blau. Das ist die erste Erkenntnis, die Android-Kenner aus den Bildern ziehen, die seit der Nacht zum Freitag im Web kursieren. Zwei Weblogs, AndroidPolice  und RootzWiki , hatten zeitgleich unterschiedliche Fotos zugespielt bekommen, auf denen die nächste Android-Version, Codename Ice Cream Sandwich , zu sehen sein soll. Viel zu erkennen ist auf den Bildern nicht, weil große Bildbereiche von schwarzen Balken verdeckt werden, um die Identität des Tippgebers zu schützen. Den wiederum bezeichnen beide Blogs als zuverlässige Quelle.

Neben der farblichen Umgestaltung verraten die Fotos aber noch interessantere Details, die das Update bringt. Eines davon ist eine Art Schnellstartleiste am unteren Bildschirmrand, die von einer hauchfeinen Linie vom oberen Teil getrennt wird. Hier sind Icons für den Zugang zur App-Sammlung, die Telefonfunktion, den Webbrowser und E-Mail zu sehen. Sollte sich die Vermutung bestätigen, dass diese Leiste am Bildrand fixiert auf allen Homescreens zu sehen ist, wäre dies eine Annäherung an das Oberflächendesign des iPhone.

Darüber hinaus haben die beiden Blogs einige weitere Infos zusammengetragen, die nicht ausschließlich aus den Bildschirmfotos abzulesen sind:

  • Die sogenannte Notification Bar, eine Leiste, in der aktuelle Informationen angezeigt werden, ist größer als bisher, bietet mehr Platz für große Symbole.
  • Auf dem Bildschirm ist jetzt immer sofort Googles Suchfunktion erreichbar.
  • Ein neues Symbol scheint alle aktiven Apps anzuzeigen.
  • Google Mail wurde optisch überarbeitet.
  • Die Kamera beherrscht einen Modus für Panoramafotos.

Kommt die große Vereinigung?

Zur Veröffentlichung soll die dann vermutlich mit der Versionsnummer 4.0 versehene Software auf einem Smartphone namens Google Prime ausgeliefert werden. Das wäre typisch für Google und würde sich nahtlos in die Reihe der bisherigen Google-Handys einfügen. Auf den Fotos ist allerdings zu sehen, dass die Software auch auf dem Nexus S läuft. Ob es auch Updates für andere Modelle geben wird, ist unklar.

Als sicher darf man dagegen annehmen, dass der Kurzstreckenfunk NFC (Near Field Communication) besser unterstützt wird. Unter anderem soll dazu eine App namens "Google Shopper" vorinstalliert werden, die wohl beim Bezahlen per Handy helfen soll.

Ein Detail, das unscheinbar wirkt, aber eine wichtige Bedeutung haben könnte: Die Icons auf dem Bildschirm scheinen etwas größer zu sein, etwas weiter voneinander entfernt zu liegen, genau richtig für Tablet-Rechner. Ein solcher Schritt könnte darauf hindeuten, das Google mit Ice Cream Sandwich endlich die vereinheitlichte Android-Version liefert, die auf Smartphones und Flachrechnern gleichermaßen läuft.

Denn derzeit gibt es zwei vollkommen unterschiedliche aktuelle Android-Varianten: Für Handys die Version 2.3 (Gingerbread) und für Tablets die Version 3 (Honeycomb). Vermutet wird daher, dass Google die Version 4 so gestaltet, das sie auf beiden Plattformen gleichermaßen funktioniert, was es beispielsweise Software-Entwicklern leichter machen würde, ihre Apps für Smartphones und Tablets zu optimieren.

Zurückhaltung ist trotzdem angebracht. Auch wenn die gezeigten Bilder authentisch sein sollen, könnten sie ebenso gut Fälschungen sein. Im Vorfeld neuer iPhone-Veröffentlichungen, so wie auch jetzt, sind solche Fakes Routine geworden.

mak
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