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25. März 2014, 23:37 Uhr

Neuer Milliardendeal

Facebook kauft Datenbrillen-Entwickler Oculus

Nach der Übernahme von WhatsApp überrascht Facebook mit einem neuen milliardenschweren Deal. Das kalifornische Unternehmen zahlt bis zu 2,3 Milliarden Dollar für Oculus, einen Datenbrillen-Spezialisten.

Menlo Park - Facebook hat das Unternehmen Oculus VR gekauft, einen Spezialisten für Datenbrillen, mit denen sich virtuelle Welten darstellen lassen. Mark Zuckerberg zahlt bis zu 2,3 Milliarden Dollar für das kleine kalifornische Unternehmen, das die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift produziert, die bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist.

Oculus VR hat bislang allerdings kein serienreifes Produkt auf den Markt gebracht. Das Unternehmen hat jedoch mehr als 40.000 Entwickler-Versionen der Rift verkauft. Die Datenbrille gaukelt dem Benutzer über zwei kleine, getrennte Bildschirme eine 3-D-Umgebung vor, die sich entsprechend der Kopfbewegungen verändert.

"Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren", begründete Zuckerberg am Dienstag den Zukauf. Das Ziel von Oculus sei es, Menschen das Unmögliche erleben zu lassen.

Facebook zahlt 400 Millionen Dollar in bar, rund 1,6 Milliarden Dollar in eigenen Aktien sowie weitere bis zu 300 Millionen Dollar, wenn bestimmte Ziele erreicht werden.

Auch andere Konzerne befassen sich mit der Technologie. Sony stellte vergangene Woche einen Prototypen einer VR-Datenbrille vor mit Namen "Project Morpheus" vor. Weder Oculus VR noch Sony haben ein Datum zur Markteinführung genannt.

Für den im Februar verkündete Zukauf des Kurznachrichten-Dienstes WhatsApp gab Facebook 19 Milliarden Dollar in Aktien und Bargeld aus.

kha/dpa/Reuters

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