Notfall-Update Adobe warnt vor Sicherheitsleck bei Flash Player

Flash ist auf Millionen Rechnern installiert. Jetzt warnt Hersteller Adobe: Wegen eines gravierenden Sicherheitslecks sollten Nutzer die Software umgehend überprüfen und aktualisieren. Kriminelle könnten sonst die Computer kapern.
Adobe Flash Player: Sicherheitslücke macht Computer zur leichten Beute

Adobe Flash Player: Sicherheitslücke macht Computer zur leichten Beute

Hamburg - Der Software-Anbieter Adobe   hat eine außerplanmäßige Aktualisierung für seinen weit verbreiteten Flash Player veröffentlicht. Grund für die Eile ist eine Sicherheitslücke. Das Leck soll bereits für Angriffe ausgenutzt worden sein.

Bei einer Flash-Sicherheitslücke kann der Aufruf einer Website mit präparierten Inhalten genügen, um einen Computer mit Trojanern zu infizieren. Ein Trojaner kann Passwörter und Kreditkartennummern aus Formularen kopieren. Kriminelle könnten mit diesen Informationen Online-Konten übernehmen und Bankkonten leerräumen.

In der Mitteilung  stuft Adobe das Problem als "kritisch" ein, das ist die höchste Warnstufe. Das Unternehmen rät, die Flash-Player-Version 12.0.0.43 und frühere für Windows und Mac OS X sowie 11.2.202.335 für Linux umgehend durch die aktuelle Fassung zu ersetzen.

So müssen Sie vorgehen:

  • Prüfen Sie, welche Flash-Version auf Ihrem System installiert ist. Rufen Sie dazu in allen von Ihnen genutzten Browsern diese Website  auf.
  • Oben rechts auf der Website ist die Versionsnummer Ihrer Installation zu sehen, darunter eine Übersicht der aktuellen Flash-Versionen.
  • Wenn Sie mehrere Browser nutzen, müssen Sie die jeweilige Flash-Version einzeln überprüfen.
  • Wenn die Versionsnummer niedriger ist als die für Ihr System angegebene, müssen Sie selbst ein Update installieren. Adobe hat auf seiner Website Updates bereitgestellt .
  • Die Flash-Player in Googles Chrome und im Internet Explorer sollten sich automatisch aktualisieren.

Die Sicherheitslücke soll es Angreifern ermöglichen, nicht ausreichend geschützte System unter ihre Kontrolle zu bringen. Dies kann etwa dadurch geschehen, dass Opfer heimlich auf attackierende Websites gelockt werden.

Nur für Linux-Nutzer stuft Adobe die Gefahr als nicht so groß ein. Das derzeitige Leck wurde laut Adobe von den beiden bei Kasperky Labs beschäftigten Sicherheitsexperten Alexander Polyakov und Anton Ivanov entdeckt.

meu
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