Neue Gadgets Diese Maus wird bedient wie ein Stift

Eine neue Bluetooth-Maus sieht aus wie ein Stift und soll den gefürchteten Mausarm verhindern. Außerdem in der Gadget-Übersicht von neuerdings.com: Ein wasserfester E-Book-Reader und ein Ladekabel, das automatisch Sicherungskopien anlegt.


Penclic B3: Die Benutzung ist gewöhnungsbedürftig
Frank Müller

Penclic B3: Die Benutzung ist gewöhnungsbedürftig

Das schwedische Unternehmen Penclic hat eine Bluetooth-Maus entwickelt, mit der sich ganz anders arbeitet als mit herkömmlichen Mäusen - und von der man keinen sogenannten Mausarm bekommt.

Mausarm ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Repetitive Strain Injury Syndrom. Dabei verursacht die dauernde Arbeit mit Maus oder Tastatur Beschwerden in Nacken, Schulter, Arm und Hand. Die Penclic B3 Bluetooth-Maus wird gehalten und geführt wie ein Stift. Diese Bedienung soll das Risiko eines Mausarms deutlich mindern.

Mit der Stiftmaus kann man nach dem Auspacken gleich loslegen. Sie kommt mit einem ausziehbares Micro-USB-Kabel und einem Stoffbeutel für den Transport daher. Nach dem Aufladen der Batterie ist die Maus für rund einen Monat einsatzfähig. Jetzt noch den Schalter auf der Unterseite auf "On" stellen, per "Connect"-Knopf mit dem Rechner verbinden - und ausprobieren.

Die Benutzung ist gewöhnungsbedürftig

Zunächst saust der Zeiger kreuz und quer über den Bildschirm. Die Empfindlichkeit lässt sich in drei Stufen einstellen und ist von Haus aus auf sehr empfindlich gestellt. Die Penclic B3 ist dazu gedacht, mit minimalen Bewegungen der Fingerspitzen gesteuert zu werden. Darauf muss man sich erst einmal einlassen.

Das stiftförmige Oberteil der Penclic B3 lässt sich um rund 270 Grad drehen, so dass man die Maus an seine individuelle Stifthaltung anpassen kann. Lässt man die Penclic los, hält das Unterteil den Stift griffbereit.

Der Linksklick wird wie gewohnt mit dem Zeigefinger ausgeführt, der bei der Penclic allerdings auf der rechten Maustaste liegt. Der Rechtsklick erfolgt dann mit dem Daumen, der auf die linke Taste drückt. Die primäre Maustaste sowie die Geschwindigkeit von Zeiger, Scrollrad und Doppelklick-Intervall lässt sich zumindest in den OS-X-Systemeinstellungen ohne zusätzliche Treiber anpassen. Das Scrollrad kann zwar als dritte Taste programmiert werden, dazu benötigt man aber eine Zusatzsoftware wie USB Overdrive. Laut Penclic funktioniert die Bluetooth-Maus mit Windows, Linux und Mac OS X. (Frank Müller)

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Dieses Ladekabel legt auch Smartphone-Backups an

Bleep Smart Charging Cable: Macht ein Backup, während das Handy geladen wird
Indiegogo/ YouTube

Bleep Smart Charging Cable: Macht ein Backup, während das Handy geladen wird

Ladekabel gehören zu unserem Alltag, meist stecken wir hier unsere Tablets und Smartphones an. Doch wie wäre es, wenn ein Ladekabel mehr könnte als nur den Strom durchzuleiten? Der israelische Student Maayan Goren hat jetzt ein smartes Ladekabel namens "Bleep" erfunden, das zusätzlich auch Backups von Smartphone-Daten anlegen kann.

Die Vorgehensweise stellt sich Goren folgendermaßen vor: Man lädt sich auf sein iOS- oder Android-Handy eine entsprechende App herunter, loggt sich ein, verbindet sein Smartphone über das Kabel mit der Steckdose - fertig. Während das Gerät geladen wird, startet die App parallel ein Backup aller Daten und schickt sie an das Ladekabel. Dort werden sie auf einem integrierten Speicherchip verschlüsselt abgelegt.

Das Geld ist schon beisammen

"Bleep" ist also eine externe Backup-Lösung. Doch anstatt die Daten auf einem anderen Rechner oder in der Cloud abzulegen, werden sie auf dem Zubehör gespeichert, das wir ohnehin täglich benutzen. Das klingt nach einer einfachen und praktikablen Lösung, gerade für Menschen, die sich noch nie über die Sicherung ihrer Daten Gedanken gemacht haben.

Allerdings kann man "Bleep" noch nicht kaufen. Bislang handelt es sich um ein Konzept, für das auf Indiegogo nach Geldgebern gesucht wurde - mit Erfolg. Die benötigten 20.000 Dollar sind längst eingesammelt.

Die Unterstützer müssen sich trotzdem in Geduld üben. Laut Projektplan dauert die Entwicklung des fertigen Ladekabels inklusive der Programmierung der App noch mindestens bis Ende Frühjahr 2015. Wenn alles glatt läuft, startet die Produktion im Sommer, die Auslieferung soll im nächsten Herbst erfolgen. (Jürgen Kroder)

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Wasserfester E-Book-Reader für Strand und Badewanne

Kobo Aura H2O: Das Gerät ist wasser- und staubfest
Kobo

Kobo Aura H2O: Das Gerät ist wasser- und staubfest

Welcher Bücherwurm liest nicht gerne seinen Urlaubsroman am Strand oder entspannt bei Kerzenschein in der Badewanne? Nur praktikabel war das bislang mit einem E-Book-Reader nicht. Dringt da Sand oder Wasser in das Gehäuse, ist das Gerät ziemlich schnell hin. Und auch ein Buch aus Papier kann man vergessen, wenn es ins Schaumbad fällt.

Anders verhält sich das mit dem Aura H2O von Kobo. Der E-Boo-Reader darf mit in die Wanne und lässt sich auch unter Wasser ganz normal bedienen: Seiten lassen sich umblättern, Textausschnitte markieren. Sobald das Gerät Wasser auf dem Display registriert - und das tut es im Test zuverlässig - benachrichtigt es den Anwender und schaltet in eine Art Wasser-Modus.

Praktisch, aber nicht billig

Der Kobo Aura H2O ist laut Hersteller nicht wasserdicht, aber wasserfest nach IP-67. Maximal 30 Minuten bei bis zu 1 Meter Wassertiefe soll er aushalten. Der Portabdeckungen müssen vorher geschlossen werden. Auch Staub und Sand sollen dem Gerät nichts anhaben können.

Bücher kann man damit natürlich auch noch lesen: Zehn Schriftarten und 24 Schriftgrößen stehen dem Benutzer zur Verfügung.Das Gerät unterstützt unter anderem die Formate EPub, EPub3, Mobi und PDF und bietet Zugang zu vier Millionen Titeln im Kobo E-Book-Shop. Das 6,8 Zoll große E-Ink-Display bietet eine HD-Auflösung von 1430 x 1080 Pixeln (265 dpi), der Akku soll bis zu zwei Monate durchhalten.

Kobo dürfte sich hier einen Vorsprung gegenüber Amazons - von Hause aus nicht wasserfesten - Kindle Paperwhite erarbeitet haben. Dafür ist der in Kürze auch in Deutschland verfügbare Aura H2O mit einer Preisempfehlung von 180 Euro auch nicht gerade billig. Eine von der Firma Waterfi angebotene wasserfeste Spezialversion des Kindle Paperwhite kostet umgerechnet allerdings ebenfalls rund 180 Euro - nur kommen hier dann noch Versand und Mehrwertsteuer hinzu. (Jürgen Vielmeier)

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insgesamt 9 Beiträge
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zire777 06.09.2014
1. sehr gut...
Ein Wasser resistenter EBook Reader... Diese ganzen Hüllen sind nicht praktikabel was mich mehr begeistert, wie mir keine Sorgen machen zu müssen das mir der Ereader in die Badewanne fällt ist der Schutz vor Sand... hoffe den gibt's wie die anderen KOBO's auch noch in anderen Farben z.b. weiß. Vor allem komme ich mit KOBO viel besser klar wie mit dem Amazon System
spon_2886926 06.09.2014
2. Nicht Neu
Wasser- und staugeschützte eBook reader gibt es bereits von Pocketbook. Der Pocketbook aqua mit 6 Zoll E Ink Pearl (600x800), 166 dpi, ua. für 109 € u.a. bei Hermines Buchladen de.
dingodog 06.09.2014
3. Ziemlich alt
Hm, ich erinnere mich, dass wir uns die Penclic-Maus 2003 in Schweden in einem Ergonomieladen angeschaut hatten. Damals noch nicht mit Bluetooth. Sehr gewöhnungsbedürftig. Am Schluss sind wir mit der deutlich teureren RollerMouse, die vor die Tastatur gestellt wird, aus dem Laden gekommen. Die hat sich dann auch bewährt, meine Partnerin arbeitet sogar immer noch mit dem damals gekauften Gerät.
zire777 06.09.2014
4. mag sein das der Pocketbook aqua
schon länger im Geschäft ist, aber er überzeugte mich nicht... Ich bin mit der Perfomance von meinem KOBO glo sehr zufrieden und darum finde ich es gut das es den H2O jetzt von KOBO gibt... Ich werde ihn natürlich vorher auf benutzungstauglichkeit testen....
totalmayhem 06.09.2014
5.
---Zitat--- Eine von der Firma Waterfi angebotene wasserfeste Spezialversion des Kindle Paperwhite kostet umgerechnet allerdings ebenfalls rund 180 Euro - nur kommen hier dann noch Versand und Mehrwertsteuer hinzu. ---Zitatende--- Und der Kindle hat ein kleiners Display mit geringerer Aufloesung. Es ist also irrefuehrend, den Kindle als Alternative zu einem Geraet zu nennen, gegen dass er per definitionem chancenlos ist. Der Aura H2O ist ansonsten identisch mit dem Aura HD, zur Zeit wohl der beste eReader auf dem Markt, was den Lesekomfort betrifft. Beim Display und der Beleuchtung spielt Kobo in einer anderen Liga als Amazon.
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