Neue Gadgets Ein Wohn-Ei für zwei

Schlafen und arbeiten auf acht Quadratmetern: In der "Ecocapsule" soll das möglich sein. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: ein Zurück-Button fürs iPhone und ein Handschuh, um virtuelle Welten zu erspüren.


Ecocapsule: Der Preis steht noch nicht fest
Nice Architects

Ecocapsule: Der Preis steht noch nicht fest

Knapp acht Quadratmeter genügen offenbar, um einen Lebensraum für zwei Menschen zu schaffen: Die bewohnbare Ecocapsule eines slowakischen Architektenbüros soll sich sogar selbst mit Wasser und Strom versorgen können.

Die Kapsel ist an der Oberseite abgerundet, um über eine reinigende Membran Regen aufzunehmen. Zusätzlich befinden sich auf dieser Fläche Solarzellen, die das Wohn-Ei mit Energie versorgen. Wenn das nicht ausreicht, gibt es auch eine 750-Watt-Windturbine. Mit der Turbine lässt sich ein Akku aufladen, der mit einer Wasserpumpe verbunden ist.

Sogar für eine Nasszelle mit Dusche und WC soll in der Ecocapsule Platz sein - dabei ist sie nur knapp 4,50 m lang und etwa 2,50 breit. Auch schlafen und arbeiten soll in der Kapsel möglich sein. Die gedämmten Wände sollen die Temperatur im Innenraum konstant halten. In den Fächern außerhalb der Kapseln gibt es Platz für Habseligkeiten.

Wie viel das Ganze kosten soll, ist noch nicht bekannt - die Versandkosten betragen allerdings schon einmal mindestens 1500 Euro, schließlich wiegen die Kapseln volle 1,5 Tonnen. Erste Vorbestellungen sollen ab dem vierten Quartal dieses Jahres möglich sein. Im Frühjahr 2016 sollen die ersten Wohn-Eier geliefert werden. Auch ein Modell mit Rädern und Anhänger ist geplant. (Sven Wernicke)

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Halo Back: Android-Feeling am iPhone

Halo Back: Zurück per Knopfdruck - auch auf dem iPhone
Halo Back

Halo Back: Zurück per Knopfdruck - auch auf dem iPhone

Einer von vielen Unterschieden zwischen iOS und Android ist, dass es bei Android-Geräten einen Zurück-Button gibt, bei iOS-Geräten jedoch nicht. Mit Halo Black soll dieser Zurück-Button nun auch auf das iPhone 6 und iPhone 6 Plus kommen.

Auf den ersten Blick ist Halo Back nur eine Hülle, die das iPhone vor Kratzern schützt. Aber das Gadget hat auch einen integrierten Zurück-Button. Er befindet sich kaum sichtbar auf der unteren, linken Seite der Schutzhülle. Strom wird dafür nicht benötigt.

Um Halo Back nutzen zu können, benötigt man keine spezielle App. Auch bleiben alle Funktionen von iOS erhalten.

Bei Halo Back handelt es sich um einen marktreifen Prototypen, der auf Kickstarter bereits sein Crowdfunding-Ziel von 20.000 Dollar um ein Vielfaches überschritten hat. Aufgrund der extrem hohen Nachfrage sind die ersten Early-Bird-Angebote zu günstigen Preisen bereits vergriffen. (Jürgen Kroder)

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Gloveone: Handschuh für virtuelle Welten

Gloveone: Per Handstreich durch virtuelle Welten navigieren
NeuroDigital Technologies

Gloveone: Per Handstreich durch virtuelle Welten navigieren

Der Gloveone von NeuroDigital Technologies ist ein Cyberhandschuh, mit dem sich der Nutzer durch Virtual-Reality-Welten tasten kann.

Die Idee ist nicht neu. Ein prominentes Beispiel für ein vergleichbares Produkt ist "Control VR" sein, das vergangenes Jahr sehr erfolgreich bei Kickstarter finanziert wurde. Doch die Macher von Gloveone zielen offenbar auf ein größeres Publikum ab. Ihr Handschuh soll um die 200 Dollar kosten.

Neben einem 9-Achsen-Sensor für eine präzise Bewegungssteuerung befinden sich im Gloveone kleine Motoren, die ein haptisches Feedback ermöglichen sollen. Das heißt: Berührt man in einem fiktiven Szenario einen Gegenstand, so soll an den Fingern tatsächlich ein Gefühl erzeugt werden. Dafür soll es sogar verschiedene Intensitätsstufen geben.

Die Verbindung zum Endgerät soll via Bluetooth LE erfolgen, aber auch ein USB-Anschluss ist vorgesehen. Der Akku soll bis zu vier Stunden ununterbrochenen Betrieb garantieren.

Am besten soll der Handschuh schon jetzt mit einer Oculus Rift-VR-Brille und dem Leap-Motion-Bewegungssensor funktionieren, ebenso seien Kinect und andere Trackingsysteme geeignet. Künftig sei auch ein Plug-and-Play-Gerät geplant, das für alle relevanten Plattformen wie Konsolen, Desktop-Rechner oder gar mobile Geräte benutzt werden kann.

Noch kommt die Kickstarter-Kampagne allerdings nur schleppend in Gang - 150.000 Dollar sollen via Crowdfunding eingenommen werden. Wenn die Summe erreicht wird, soll das Gerät ab Februar 2016 geliefert werden. (Sven Wernicke)

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Seite 1
graetz777 14.06.2015
1.
Ein kleiner Tipp, der viel Geld und diese Anschaffung spart: Den Daumen der linken Hand (wie im Video) nur einen kleinen Tick höher halten in das Display hinein und eine kleine Wischbewegung von links nach rechts damit machen erzielt den gleichen Effekt, sogar etwas schneller. Das klappt natürlich auf jeder Daumenhöhe und nicht nur durch Verrenkung nach ganz unten. Und vergleichbar mit der Back-Funktion ist das schon mal gar nicht, da bei iOS nur innerhalb der Navigation einer App zurückgesprungen werden kann, während man bei Android damit die App auch beenden kann.
horst_rohde@t-online.de 14.06.2015
2. Hochnäsigkeit ?
Es fehlt nur noch ein Fahrgestell; dann kann man das Ei auch als Wohnanhänger benutzen. Leider haben die "Ecocapsule"-Zeichner die Jahrzehnte langen und sehr viel besseren Lösungen von Womo und Wowa nicht zur Kenntnis genommen ... wo ist da eigentlich eine tatsächliche Innovation ?
sschuste 14.06.2015
3.
Wann in aller Welt braucht man einen Zurück-Button auf einem iPhone? Und die Pro-Version kommt mit Message-Rückholfeder?
romeo_mike 14.06.2015
4.
Zitat von sschusteWann in aller Welt braucht man einen Zurück-Button auf einem iPhone? Und die Pro-Version kommt mit Message-Rückholfeder?
Vielleicht wenn man das was man am Telefon soeben jemanden gesagt hat, besser doch nicht gesagt hätte ;-)
Bin_der_Neue 15.06.2015
5. Ecocapsule
An sich eine richtungsweisende Idee, auf deren Basis noch vieles möglich sein kann. Fragt sich nur, ob die autarke Versorgung auch im Sinne so mancher Lobbyisten ist? Die Gesetzgeber jedenfalls werden ggf. rasch Mittel und Wege finden, eine ungewollte Verbreitung des "Wohn-Ei" zu unterbinden.
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