Galaxy Fold 5G Samsung kündigt erneut Verkaufsstart für sein Falthandy an

Nach technischen Problemen mit der ersten Version bringt Samsung jetzt eine überarbeitete Variante des Galaxy Fold auf den Markt. Die wird allerdings teurer als ursprünglich erwartet.
Die erste Version des Galaxy Fold ließ sich zwar falten, litt aber unter erheblichen Kinderkrankheiten

Die erste Version des Galaxy Fold ließ sich zwar falten, litt aber unter erheblichen Kinderkrankheiten

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In einem zweiten Anlauf will Samsung sein erstes auffaltbares Smartphone auch in Deutschland auf den Markt bringen - noch diesen Monat. Das Galaxy Fold 5G werde am 18. September in den Handel kommen, teilte der Smartphone-Marktführer am Donnerstag kurz vor Beginn der Technikmesse Ifa in Berlin mit.

In Deutschland soll das Smartphone, dessen Display sich auf die Größe eines kleinen Tablets aufklappen lässt, zusammen mit kabellosen Kopfhörern und einem Cover erhältlich sein. Mit einem Preis von 2100 Euro dürfte sich das Galaxy Fold 5G allerdings zunächst nur an eine kleine Kundengruppe richten.

In einer Pressemitteilung spricht der Konzern vorsichtig davon, das Gerät "in ersten Stückzahlen" nach Deutschland zu bringen - ein Hinweis darauf, dass es nicht viele Geräte geben wird. Ursprünglich hatte das Galaxy Fold 2000 Euro kosten sollen. Das jetzt für Deutschland angekündigte Modell wird auch den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstützen.

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Faltbares Smartphone: Das ist Samsungs Galaxy Fold

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Samsung und der chinesische Hersteller Huawei hatten sich ein Wettrennen geliefert, wer als Erstes ein auffaltbares Smartphone auf den Markt bringen kann. Der Start der bereits im Februar angekündigten Geräte verzögerte sich dann aber wegen technischer Probleme.

Probleme stoppten den ersten Start

Ende April stoppte Samsung die Markteinführung des Galaxy Fold nur wenige Tage vor dem geplanten Termin, nachdem mehrere US-Journalisten berichteten, dass ihre Testgeräte nach wenigen Tagen kaputtgegangen seien.

Seit diesen Vorfällen will Samsung unter anderem das Faltgelenk des Geräts verstärkt haben. Der Hersteller spricht von einem "verbesserten Design" und einer "überarbeiteten Konstruktion", die nun "für ein hohes Maß an Stabilität" sorgen sollen. "Wir haben große technische Herausforderungen gemeistert, um das Galaxy Fold 5G zu entwickeln", sagte Samsungs Mobilchef DJ Koh.

Auf der Ifa dürfte auch Huawei sein auffaltbares Modell Mate X dabei haben. Ein Marktstart dieses Falthandys wurde zuletzt für den Herbst in Aussicht gestellt, ist aber weiterhin unsicher. Der chinesische Hersteller hat wegen des Handelskonflikts mit den USA derzeit heftige Probleme. Eine Folge des US-Handelsbeschränkungen ist etwa, dass das Unternehmen bestimmte Teile von Googles Betriebssystem Android in neuen Smartphones nicht mehr nutzen darf.

mak/dpa
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