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Galaxy Gear im Test: Das ist Samsungs Smartwatch

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Galaxy Gear Samsung meldet Verkaufserfolg seiner Smartwatch

Um Spekulationen über ein geringes Interesse an seiner Handyuhr entgegenzutreten, geht Samsung in die Offensive: Man habe bereits weit mehr verkauft als die von einer koreanischen Zeitung angegebenen 50.000 Exemplare.

Samsungs Galaxy Gear ist ein Erfolg. Anders kann man die Zahl nicht interpretieren, die der koreanische Konzern am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters  mitgeteilt hat. Seit ihrer Markteinführung vor zwei Monaten habe man bereits mehr als 800.000 Exemplare der neuartigen Computeruhr absetzen können. Damit sei die Galaxy Gear die weltweit populärste Smartwatch. Zum Vergleich: Von der bekannten Pebble-Smartwatch sollen seit Januar 2013 etwa 250.000 Stück verkauft worden sein.

Der Grund für Samsungs Äußerung ist ein Bericht der Zeitung "BusinessKorea", der sich rasend schnell übers Internet verbreitet hat. Das Blatt zitierte anonyme Insider mit der Angabe, der koreanische Konzern verkaufe nur 800 bis 900 seiner Uhren pro Tag und habe seit der Einführung lediglich 50.000 Exemplare abgesetzt.

Mit den tatsächlichen Absatzzahlen gibt sich das Unternehmen nun sehr zufrieden. Der Erfolg der Smartwatch sei größer als erwartet, sagte das Unternehmen gegenüber Reuters. Zu Beginn der Vorweihnachtszeit wolle man die Werbemaßnahmen für das Gerät deshalb weiter forcieren. Bereits jetzt hat Samsung offenbar große Summen in das Marketing der Uhr investiert.

Erfolg per Update?

Zweifel am Erfolg der Galaxy Gear waren aufgekommen, nachdem die Uhr in ersten Tests meist nicht sonderlich positiv bewertet worden war. Kritisiert wurden unter anderem das niedrig auflösende kleine Display, die teils nur fragmentarischen Ausschnitte aus Nachrichten, die darauf angezeigt wurden, und vor allem die Zwangsbindung des 300-Euro-Gadgets an das 750 Euro teure Samsung-Smartphone Galaxy Note 3.

Einige dieser Kritikpunkte wurden mittlerweile allerdings beseitigt. So sorgte der Konzern mit Software-Updates dafür, dass nun auch einige ältere Samsung-Smartphones, darunter das populäre Galaxy S4, mit der Smartwatch kommunizieren können.

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Samsung zudem ein Software-Update für die Uhr selbst. Mit der aktualisierten Version des auf Android basierenden Betriebssystems werden jetzt auch Nachrichten von populären Webdiensten wie Twitter und Whatsapp vollständig auf dem Display angezeigt. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit Googles E-Mail-Dienst verbessert, so dass die Uhr jetzt nicht mehr nur anzeigt, wenn man eine neue Gmail-Nachricht bekommen hat, sondern auch der Inhalt dieser Nachricht auf dem Display lesbar ist.

mak