Witz über iOS 7 iPhone-Nutzer glauben an das Wasserfest-Update

Plitsch, Platsch, da war das Handy Schrott: Eine manipulierte Apple-Werbung hat offensichtlich einige iPhone-Besitzer genarrt. Sie gab vor, iOS 7 würde Apples Smartphones wasserfest machen. Jetzt beschweren sich die Opfer des rüden Scherzes.
Gefälschte Apple-Anzeige: "Zusätzlicher Schutz" durch iOS 7

Gefälschte Apple-Anzeige: "Zusätzlicher Schutz" durch iOS 7

Ach, wenn es nur so einfach wäre: "Installier das Update auf iOS 7 und mach dein iPhone damit wasserfest ". Mit diesem Spruch hat ein Werbeflyer im typischen Apple-Design für das neue Mobil-Betriebssystem des amerikanischen Konzerns geworben. Die Anzeige wurde über soziale Netzwerke verbreitete, sorgte bei einigen Nutzen für amüsiertes Schmunzeln oder gar Gelächter, denn ihnen war klar: Per Software kann man ein Handy nicht gegen Wasserschäden schützen, dieser Trick kann auch Apple nicht gelingen.

Aber so kritisch waren offenbar nicht alle Leser der Werbung, die zwar nach Apple aussieht, aber nicht von Apple kommt. Einige haben das Versprechen wohl geglaubt - es klingt auch sehr verlockend: "In einem Notfall wird ein intelligenter Schalter die Stromversorgung des iPhones und der damit verbundenen Komponenten abschalten, um Schäden an den empfindlichen Schaltkreises Ihres iPhones zu verhindern", heißt es da. Und das alles nur, indem man Apple Betriebssystem-Update installiert.

Einige Apple-User sind auf diesen Scherz tatsächlich reingefallen, wie erboste Tweets dokumentieren sollen. So bemerkte Twitter-User Wihe  offenbar eine Sekunde zu spät, die wahre Natur der falschen Anzeige und meckerte: "wtf #ios7 ist nicht wasserfest!!! jetzt liegt mein iPhone im Fluss." Twitter-User joe  beschwerte sich: "Okay, wer auch immer gesagt hat, iOS7 sei wasserdicht, FICK DICH SELBST." Wenn diese Twitterer ihre iPhones wirklich versenkt haben, hatten sie offenbar schnell Ersatz zum Twittern parat.

So geht das nicht

Eine Suche bei dem Kurznachrichtendienst bringt noch weit mehr derartige Tweets zum Vorschein, die nahelegen, dass die fraglichen Anwender sich tatsächlich haben narren lassen und beim Ausprobieren der angeblichen Wasserschutzfunktion ihren Besitz zerstörten. Ob die Schilderungen authentisch oder nur ihrerseits wieder Scherze sind, lässt sich allerdings nicht nachprüfen. Bisher hat keiner der Twitterer auf Nachfragen reagiert.

Klar ist nur: Per Software kann man ein Handy nicht gegen Wasserschäden schützen, dazu sind erheblich aufwendigere Maßnahmen nötig. So gibt es mehrere Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Handys mit einer Spezialbeschichtung der Platinen wasserfest zu machen. Sie wenden sich allerdings primär an Handy-Hersteller.

Wer tatsächlich darauf angewiesen ist, ein wasserfestes Smartphone zu nutzen, muss sich entweder ein Outdoor-Handy oder eines der wasserfesten Sony-Xperia-Modellen kaufe. Oder sich eine Schutzhülle, wie sie Lifeproof anbietet, zulegen.

mak
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