Fotostrecke

Project Glass: Das ist Googles Datenbrille

Foto: CARLO ALLEGRI/ REUTERS

Datenbrille Google gibt Glass-Nutzern Benimmtipps

Mit Googles Datenbrille Glass kann man unauffällig Fotos und Videos aufnehmen. Der Konzern rät Nutzern nun in einem Regelwerk dazu, Menschen zuvor um Erlaubnis zu bitten - und gibt weitere sehr naheliegende Tipps für den Umgang mit dem Gerät.

Mountain View - Google hat Benimmregeln für die Nutzer seiner Datenbrille Glass veröffentlicht . Der Zeitpunkt ist ebenso seltsam wie der Inhalt: Tausende Testnutzer haben die Brille bereits seit mehr als einem Jahr im Einsatz. Warum Google erst so spät den sozialen Umgang mit seinen Produkten thematisiert, bleibt das Geheimnis der Firma.

Womöglich liegt es an einigen unangenehmen Zwischenfällen in der jüngsten Vergangenheit. So hatten US-Zollbeamte Anfang des Jahres einen Glass-Träger aus einem Kinosaal geholt und über eine Stunde lang verhört. Sie vermuteten Raubkopien in der Datenbrille. Vielleicht will Google sein Produkt auch nur wieder einmal ins Gespräch bringen.

Der Inhalt von Googles Benimmregeln ist recht banal: Man solle keine Fotos oder Videos ohne Erlaubnis machen und auf Fragen zu dem Gerät nicht rüde reagieren. Grundsätzliche Kamera-Verbote gelten auch für Glass, schreibt Google in seinen Benimmregeln. Mit Glass solle man nicht Wasserski fahren und auch nicht Bullenreiten.

Ausgerechnet in den Benimmregeln, die Höflichkeit empfehlen, macht sich Google über Menschen lustig, die von filmenden Brillen im Alltag irritiert sind. Als Beispiel für kritische Rückfragen führt Google diese an: "Oh Gott, kann man mit diesen Dingern in meine Seele schauen?"

lis/dpa
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.