Datenbrille Großbritannien plant Verbot für Google Glass am Steuer

E-Mails checken, Nachrichten lesen, fotografieren - am Steuer ist das vielleicht nicht die beste Beschäftigung. Deshalb will das britische Verkehrsministerium Googles Datenbrille Glass beim Autofahren verbieten. Google reagiert: Eine Datenbrille könne die Verkehrssicherheit steigern.
Google-Glass-Nutzerin: Sorgen um Sicherheit im Straßenverkehr

Google-Glass-Nutzerin: Sorgen um Sicherheit im Straßenverkehr

Foto: Frank Franklin II/ AP

Googles Datenbrille ist noch gar nicht auf dem Markt, da machen sich Behörden bereits Gedanken, wie das Gerät das Verhalten von Menschen im Alltag verändert. Nicht immer zum Besten, das ist offensichtlich die Ansicht beim britischen Verkehrsministerium.

Laut eigener Mitteilung erwägt die Behörde ein Verbot für Google Glass am Steuer. Ein Sprecher erklärte laut dem "Telegraph" : Es sei wichtig, dass Autofahrer mit voller Aufmerksamkeit auf die Straße achten. Das britische Magazin "Stuff " zitiert einen Ministeriumssprecher so: "Wir sind uns des bevorstehenden Verkaufsstarts von Google Glass bewusst und schließen uns derzeit mit der Polizei kurz, um sicherzustellen, dass niemand diese Technologie während der Autofahrt nutzt."

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Project Glass im Test: Das ist Googles Datenbrille

Foto: SPIEGEL ONLINE

Gegenüber dem Fachdienst "Cnet" erklärte daraufhin ein Google-Sprecher , das Projekt Glass befinde sich noch immer in einer frühen Phase. Google plane den Einsatz der Datenbrille mit aller Umsicht, da neue Technologien neue Fragestellungen zur Folge hätten.

Bereits im März 2013 gab es Bestrebungen im US-Bundesstaat Virginia, die Verwendung von Google Glass am Steuer zu verbieten . Das entsprechende Gesetzgebungsverfahren ist jedoch noch in der Schwebe. Seinerzeit hatte Google verkündet, die Datenbrille besitze ein großes Potential zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Senkung der Unfallzahlen. Man freue sich über jedes Feedback, so der Konzern.

meu