Fotostrecke

CES 2013: So gut funktioniert das Ubuntu-Handy

Foto: SPIEGEL ONLINE

Handy-Betriebssystem Erstes Ubuntu-Smartphone kommt 2014

Googles Android-Betriebssystem hat den Smartphone-Markt fest im Griff. Doch Verfechter offener Systeme versuchen, sich eine Nische zu schaffen: Nach Handys mit Firefox OS soll im kommenden Jahr erstmals auch ein Smartphone mit Ubuntu auf den Markt kommen.

Paris - In dem von Googles Android-Plattform beherrschten Smartphone-Markt will ein weiterer Anbieter mitmischen. Die Erfinder des offenen Betriebssystem Ubuntu haben einen ersten Hersteller gefunden, der ihre Software in einem seiner künftigen Handy-Modelle verwenden will.

Das Ubuntu-Smartphone solle im kommenden Jahr auf den Markt kommen, sagte der Gründer der Ubuntu-Entwicklerfirma Canonical, Mark Shuttleworth, am Mittwoch auf der Internetkonferenz LeWeb in Paris. Angaben dazu, wann genau dieses Handy erscheinen, welche technischen Daten es aufweisen und von welchem Hersteller es produziert wird, macht Shuttleworth nicht.

Im Sommer hatten sein Unternehmen bereits in Eigenregie versucht, ein Smartphone mit dem auf Linux basierenden Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Die Entwickler wollten für das Ubuntu Edge Geld direkt bei den Nutzern einsammeln. Die Aktion stellte zwar mit fast 13 Millionen Dollar einen Rekord in Sachen Crowdfunding auf. Dennoch wurde das Ziel von 32 Millionen Dollar klar verfehlt.

Ein kleinerer Maßstab wäre den Initiatoren zufolge nicht wirtschaftlich gewesen. Die Unterstützer sollten 695 Dollar für ein Telefon zahlen, dass bis dahin nur in Entwürfen existierte. Das Projekt sorgte aber international für Aufsehen, unter anderem nachdem der Finanzdienstleister Bloomberg sich für 80.000 Dollar ein "Unternehmenspaket" aus 115 Geräten sicherte.

Googles   Android dominierte zuletzt den Smartphone-Markt mit einem Anteil von rund 80 Prozent, Apple   lag als zweiter großer Anbieter mit seinem iPhone unter 15 Prozent. Microsofts   Windows Phone ist die Nummer drei mit wenigen Prozentpunkten Marktanteil, der Smartphone-Pionier Blackberry   war zuletzt weit zurückgefallen.

Unterdessen wollen mehrere Anbieter offener Systeme in dem Geschäft Fuß fassen. So brachten die Entwickler des Firefox-Browsers Telefone mit dem webbasierten Firefox OS auf den Markt. Die Firma Jolla entwickelte unter dem Namen Sailfish das System MeeGo weiter, das Nokia und Intel einst aufgegeben hatten.

mak/dpa