Kinder und Handys Darum darf mein Sohn ein Smartphone haben

"Der ist doch noch viel zu jung dafür!" Solche Sätze hört unser Autor Andreas Albert immer wieder. Er sieht das anders. Hier erklärt er, warum sein Sohn im Alter von neun Jahren ein Handy bekam.

Junger Smartphone-Nutzer (Symbolbild)
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Junger Smartphone-Nutzer (Symbolbild)


Heutzutage beschäftigt alle Eltern irgendwann dieselbe Frage: Bekommt das Kind ein Handy - und wenn ja, in welchem Alter? Vor allem beim Wechsel von der Grund- auf eine weiterführende Schule treffen viele Mütter und Väter eine Entscheidung.

Mal, weil das Kind quengelt, weil alle anderen schon ein Handy haben. Mal, weil die Mit-Eltern in der neuen Klasse sämtliche Kommunikation über WhatsApp-Gruppen abwickeln wollen. Manche Eltern wollen auch nur kontrollieren können, wo sich Sohn oder Tochter aufhält. Es gibt viele Gründe für ein Smartphone, aber auch genauso viele dagegen.

Eins ist klar: Früher oder später wird wohl jedes Kind oder jeder Jugendliche ein Mobiltelefon haben, zur Not heimlich. Daher ist die Frage mittlerweile eher, in welchem Alter jemand sein erstes Gerät bekommen sollte. Um es vorweg zu nehmen: Diese Frage hängt von vielen Faktoren ab.

Ich habe entschieden, dass mein Sohn mit neun Jahren alt genug für ein Smartphone ist. Der Hauptgrund war der lange Schulweg: Bleibt die U-Bahn stecken oder will mein Sohn sich nach der Schule noch verabreden, genügt ein Anruf und ich weiß Bescheid. In der Anfangsphase habe ich auch noch angerufen, ob er in der Schule angekommen ist, das hat sich aber schnell gelegt. In der Schule ist die Handynutzung sowieso verboten. Die Ortungsfunktion habe ich übrigens nur benutzt, wenn er das Handy mal irgendwo vergessen hatte.

Ein weiterer Faktor ist die Reife des Kindes. Mit der Technik der Geräte kommen schon Fünfjährige klar. Wenn allerdings absehbar ist, dass sich der Nachwuchs nur mit dem Handy beschäftigt, um damit Spiele zu spielen, ist es vielleicht noch etwas früh für ein Smartphone. Dann reicht vielleicht ein einfaches Tastentelefon.

Auch an dieser Frage entzünden sich Debatten. Muss es überhaupt gleich ein Smartphone sein? Für simple Zeitabsprachen selbstverständlich nicht. Will der Nachwuchs aber hin und wieder spielen, seinen Standort feststellen oder die schnellste Verbindung nach Hause heraussuchen, geht es nicht ohne Smartphone. Mit dem kann er auch mal etwas im Netz recherchieren.

Was ich allerdings als Erstes gemacht habe: Die Kindersicherung eingestellt. Mit ihr kann gemäß dem Alter des Kindes festgelegt werden, welche Inhalte angezeigt werden und auf welche Dienste es zugreifen kann. So habe ich die Werbung und In-App-Käufe gesperrt. Apps werden nur für das entsprechende Alter angezeigt.

Auswertung der Handy-Nutzung per Mail

Bei iPhones ist das über die Einstellungen möglich, Microsoft bietet seine "Meine Familie"-Funktion ab Windows Phone 8 an. Bei den meisten Android-Handys müssen Eltern entsprechende Apps selber herunterladen. Anbieter wie Samsung haben bei manchen Modellen aber inzwischen eigene Kindersicherung-Apps installiert.

Ich habe bewusst ein Microsoft-Handy angeschafft. Ein iPhone war mir zu teuer - sogar Erwachsene lassen manchmal ihr Telefon fallen - und bei Android-Geräten ist mir das Auf-Stand-Halten zu aufwendig. Zum einen werden die Androiden bei Sicherheitslücken erst relativ spät gepatched, zum anderen gibt es unzählige Möglichkeiten der Personalisierung, die ich einem Kind nicht ohne Weiteres zutraue.

Ein weiterer Vorteil eines Microsoft-Geräts: Es gibt zwar die wichtigsten Apps wie Navigationsdienste oder Fahrplanauskünfte für das Betriebssystem, viele Spiele wie "Pokémon Go" erscheinen aber gar nicht oder erst viel später für die Plattform. Damit kann ich Diskussionen über eine Anschaffung im Keim ersticken.

Vor dem Download von Apps bespreche ich mit meinem Sohn, welche er installieren darf. Dabei gibt es zwar manchmal Meinungsverschiedenheiten, aber schließlich akzeptiert er meine Entscheidung - was bleibt ihm übrig?

Über Microsofts "Meine Familie"-Funktion bekomme ich wöchentlich eine Übersicht über die Nutzung des Handys per E-Mail. Dabei wird aufgelistet, wie lange mein Sohn das Gerät genutzt hat, die letzten Suchvorgänge, die meistbesuchten Websites und wie viel Zeit er in welche Apps und Spiele investiert hat. Mein Sohn weiß das, und ich bin jedes Mal erleichtert, dass er sich an meine Vorgaben hält. Mehr muss und will ich nicht kontrollieren - seine SMS sind für mich tabu, genau wie seine Skype-Chats.

Viele Funktionen lassen sich offline nutzen

Die mobile Datennutzung habe ich aus Kostengründen abgeschaltet. Straßenkarten können auch für die Offline-Nutzung auf das Gerät geladen werden, viele Spiele funktionieren auch im Offline-Modus. Und zu Hause haben wir sowieso WLAN.

Ohne mobile Internetfunktion können unterwegs auch keine Dienste genutzt werden, die Eltern die meisten Kopfschmerzen bereiten. Neben dem Aufruf von nicht jugendfreien Inhalten zählt für mich dazu auch die Nutzung von sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten.

Für WhatsApp gilt übrigens: Die Nutzung ist für Jugendliche unter 16 Jahren laut Geschäftsbedingungen verboten. Facebook darf erst ab 13 Jahren genutzt werden. Diese Apps kommen für unseren inzwischen Elfjährigen daher nicht infrage. Wegen der vielen Daten, die das Unternehmen sammelt, werde ich meinem Sohn auch später empfehlen, diese und ähnliche Dienste nicht zu nutzen.

Entscheidend bei der Smartphone-Nutzung ist aus meiner Sicht vor allem, wie viel Vertrauen Eltern in ihr Kind haben. Sie sollten mit ihm über Mediennutzung reden und gemeinsam Richtlinien festlegen, sowohl was die Dauer der Handynutzung angeht als auch die Inhalte. Apps sollten gemeinsam ausgesucht werden, und die Installation sollten bis zu einem gewissen Alter nur die Eltern vornehmen können.

Überhaupt sollten Eltern so lange wie möglich die Technikhoheit behalten. Nutzen Eltern nur einfache Tastatur-Handys und kennen sich mit Smartphones nicht aus, sollten sie ihren Kindern auch nur ein solches Gerät besorgen - denn es ist wichtig zu wissen, was der Nachwuchs mit dem Gerät machen kann. Vielleicht ist der drängende Wunsch des Kindes nach einem Smartphone daher auch der richtige Moment, sich selbst einmal eins zu besorgen.

Ab einem bestimmten Alter wird es allerdings kompliziert. Irgendwann muss mein Sohn auch digital auf eigenen Beinen stehen, vermutlich kennt er sich dann mit vielen Apps und Funktionen sowieso schon besser aus. Die Frage ist, wann ich loslasse. Aber vor dieser Entscheidung stehe ich hoffentlich erst in ein paar Jahren. Wahrscheinlich früher, als mir lieb ist.


Zum Durchklicken: 18 Spiele-Tipps für Kinder
Einleitung
Titelbild: Foto/Artwork Fabian Sommer für "Dein SPIEGEL"; Fotos Minecraft/Xbox.com, EA, Starwars/Lego, Supermario Bros., Getty Images (2)

Was bietet diese Klickstrecke? Im Folgenden werden 18 Spiele vorgestellt, die Kindern Spaß machen und eine positive Wirkung auf sie haben.
Wer hat die Spiele ausgewählt? Die Tipps stammen aus der Redaktion von Dein SPIEGEL.
Was ist Dein SPIEGEL? Dein SPIEGEL ist ein Magazin, das sich direkt an Kinder zwischen 8 und 14 Jahren richtet. Entsprechend sind die Tipps auch formuliert.

"Die Sims" (Simulation)
Electronic Arts

Darum geht's: Häuser bauen, einrichten, Spielfiguren zum Leben erwecken, sie zur Arbeit schicken und zusehen, wie sie sich entwickeln. Zählt seit Jahren zu den beliebtesten Spielen.
Was habe ich davon? Man lernt: Jede einzelne Entscheidung hat Folgen, die wiederum Auswirkungen auf das weitere Spiel haben.
Worin besteht der Spaß? Die eigene Familie als Sim nachbauen ist lustig. Vor allem wenn sich die Familienmitglieder im Computer ganz anders verhalten als im echten Leben. Im Gegensatz zum echten Leben kannst du im Spiel einfach alles ohne Risiko ausprobieren. Notfalls fängst du von vorn an.
Kostet: circa 30 bis 60 Euro. Für PC, Mac, Konsolen (ältere Versionen).
Achtung: Das Installieren ist umständlich. Zusatzspiele, Add-ons genannt, sind recht teuer.

"Der Millionen-Coup" (Strategie)
Ravensburger

Darum geht's: Die Bank möchte ihre Sicherheitsmaßnahmen einer Prüfung unterziehen und beauftragt die Spieler, das Geldinstitut in knapp 40 Minuten probehalber auszurauben. Anweisungen kommen aus einem besonderen Stift, dem "Tiptoi".
Was habe ich davon? Allein schafft hier keiner etwas. Man muss gemeinsam vorgehen.
Worin besteht der Spaß? Durch den Tiptoi-Stift und die laufende Zeit entsteht Spannung, wenn es darum geht, Codes zu knacken und Wachen auszutricksen.
Kostet: etwa 20 Euro (ohne Tiptoi-Stift, der kostet circa 30 Euro, funktioniert aber auch bei anderen Spielen). Brettspiel.

"Monument Valley" (Konzentration)
Ustwo Games

Darum geht's: In einer gut gemachten Wunderwelt sucht die Prinzessin mit dem spitzen Hut den Ausgang aus dem jeweiligen Level. Dazu muss sie Treppen steigen, Wege umleiten und Kurbeln bedienen. Ganz schön kniffelig.
Was habe ich davon? "Monument Valley" ist ein Logik- und Konzentrationsspiel, bei dem optische Täuschungen das räumliche Vorstellungsvermögen herausfordern.
Worin besteht der Spaß? Oft kannst du die Gebäude drehen und so neue Wege entdecken. Die optischen Täuschungen machen Spaß, zum Beispiel wenn die Prinzessin plötzlich eine Wand hochläuft.
Kostet: etwa 3 Euro. Als App für iOS und Android.

"Let's Sing" (Lernen)
Nintendo

Darum geht's: Im Grunde stammt die Sing-Spielidee von Sonys "SingStar". Bis zu vier Mitspieler wagen sich mit Mikrofonen daran, bekannte Songs zu singen und sich dafür bewerten zu lassen.
Was habe ich davon? Du übst singen. Bei dem Spiel kommt es vor allem darauf an, den richtigen Ton zu treffen.
Worin besteht der Spaß? Das Spiel ist besonders mit Freunden ein echtes Vergnügen und hebt bei Wettkämpfen Stimme und Stimmung. Mutige hören sich ihre eigenen Aufnahmen an.
Kostet: etwa 40 Euro (ohne Mikros). Für Wii und Wii U.

"Set" (Konzentration)
Ravensburger

Darum geht's: Bei diesem Spiel gibt es Karten mit verschiedenen Farben und unterschiedlichen Formen (Oval, Raute, Welle). Die sind im Inneren entweder weiß, schraffiert oder mit Farbe gefüllt. Der Spieler muss nun drei aus zwölf aufgedeckten Karten finden, die ein Set bilden. Das ist mal einfach, manchmal aber auch sehr schwierig.
Was habe ich davon? Bei diesem Spiel kommt es auf Konzentration und Aufmerksamkeit an.
Worin besteht der Spaß? Es ist ganz schön kniffelig, wenn alle Mitspieler um die Wette auf die Karten starren und nach einem Karten-Trio suchen.
Kostet: circa 10 Euro. Kartenspiel.

"Little Big Planet" (Kreativ)
Sony

Darum geht's: In diesem Jump'n'Run erlebt der gehäkelte Held Sackboy in einer puppenspielartigen Welt seine Abenteuer. Er springt, verschiebt Kisten, nutzt Trampoline und hangelt sich an verschiedenen Gegenständen entlang. Zur Belohnung gibt es Sticker und Klamotten.
Was habe ich davon? In diesem Spiel kommt es auf Geschick und kreative Lust am Gestalten an.
Worin besteht der Spaß? In "Little Big Planet" sieht alles richtig echt aus. Es macht gute Laune, den Spielfluss zu unterbrechen, um zwischendurch mal zu dekorieren und zu schmücken.
Kostet: circa 20 bis 70 Euro. Läuft auf Playstation Vita, PS3 und PS4.
Achtung: Der Spieler soll dazu gebracht werden, für weitere Kostüme und Level noch mehr Geld auszugeben.

"Minecraft" (Kreativ)
Sony

Darum geht's: "Minecraft" gehört zu den ganz großen Open-World-Spielen. So werden Games genannt, bei denen du keine bestimmten Aufträge annehmen musst, sondern einfach deine Welt erkundest. Und die gestaltest du auch nach Lust und Laune nach deinen Wünschen, falls dich kein Monster vorher frisst.
Was habe ich davon? Zum einen geht es um räumliches Vorstellungsvermögen – vor allem aber darum, selbst etwas aufzubauen.
Worin besteht der Spaß? Bei "Minecraft" ist alles möglich. Du baust Behausungen nach deinem Geschmack, jagst Tiere oder lockst auch Monster in eine Falle. Auf YouTube gibt es Tausende Anregungen.
Kostet: circa 20 bis 30 Euro. Für PC, Mac, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und für 5,50 Euro auch als App für iOS und Android.
Achtung: Das Zeitgefühl geht bei diesem Spiel schnell verloren.

"Mario Kart" (Geschick)
Nintendo

Darum geht's: Rennen fahren. Aber nicht nur stumpf im Kreis. Die Strecken sind abwechslungsreich und lustig. In der Rolle von Mario, Luigi und Freunden möchte jeder als Erster ins Ziel.
Was habe ich davon? Du trainierst Reaktionsvermögen, musst dir den Verlauf der Strecken merken und wendest strategisches Denken an, um deine Konkurrenten loszuwerden.
Worin besteht der Spaß? Dein Ehrgeiz wird gnadenlos geweckt. Und wenn du erst einmal deine Mitspieler mit Bananenschalen und Tintenbomben ausbremst, ist das ein Extra-Spaß.
Kostet: etwa 40 bis 50 Euro. Für Wii, Wii U, 2DS.

"SimCity" (Simulation)
Electronic Arts

Darum geht's: Bei "SimCity" bist du dein eigener Bürgermeister und errichtest eine Stadt nach deinen Vorstellungen. Leider kommen Stürme und andere Probleme dazwischen.
Was habe ich davon? Alle Entscheidungen haben Folgen, man begreift Zusammenhänge: Erhöhst du beispielsweise die Steuern, ziehen deine Bürger weg.
Worin besteht der Spaß? Es ist einfach ein großartiges Gefühl, wenn deine Stadt wächst, sich weiterentwickelt und deine Bürger zufrieden sind. Das ist aber nicht so einfach.
Kostet: etwa 15 Euro. Für PC und Mac.
Achtung: Die alten Versionen machen mehr Spaß als die neueste.

"Microminds" (Lernen)
Ravensburger

Darum geht's: In dieser Mischung aus App und Brettspiel sind die Microminds mit ihrem Raumschiff abgestürzt und brauchen deine Hilfe. Folge den Anleitungen auf dem Display und löse Minispiele.
Was habe ich davon? Mit jedem Erfolg wird dein Micropedia-Lexikon um wissenswerte Infos über Brennstoffe, Luft, Planeten und Außerirdische bereichert.
Worin besteht der Spaß? Wenn zwischen Brettspiel und App gewechselt wird, entsteht ein völlig neues Spielgefühl. Irgendwann bist du komplett in die "Micromind"-Welt abgetaucht.
Kostet: circa 25 Euro. Brettspiel. Die passende App für iOS und Android ist kostenlos.

"Professor Layton" (Konzentration)
Nintendo

Darum geht's: Die Abenteuer von Professor Hershel Layton und seinem Assistenten Luke wirken wie kleine Spielfilme – darin verborgen sind aber weit über 100 Denkfragen, Knobeleien und Rätsel.
Was habe ich davon? Bei "Professor Layton" kommt es vor allem auf Köpfchen und die Fähigkeit zu logischem Denken an.
Worin besteht der Spaß? Die Aufgaben sind witzig und abwechslungsreich. Sie machen auch zu zweit oder zu dritt Spaß. Weitere Rätsel können zusätzlich heruntergeladen werden.
Kostet: Es gibt eine ganze Reihe Layton-Spiele für Nintendo 2DS, sie kosten 19 bis 40 Euro.

"Carcassonne" (Strategie)
Schmidt Spiele

Darum geht's: Bei diesem Spiel legst du Karten mit Straßen, Städten und Klöstern so aneinander, dass eine Landschaft entsteht. Wer zuerst sein Spielmännchen auf die entsprechende Stelle setzt, kassiert Punkte.
Was habe ich davon? Man lernt strategisches Denken. Aber auch, mit anderen zusammenzuspielen.
Worin besteht der Spaß? Da keiner weiß, welche Karte er als nächstes zieht, gilt es, die Strategie bei jedem Zug zu überdenken. Manchmal hilfst du deinem Mitspieler, manchmal hilft er dir. Eine Runde dauert etwa 40 Minuten.
Kostet: rund 15 Euro. Brettspiel. Es gibt viele Erweiterungen. Ist auch als App für rund 4 bis 9 Euro für iOS, Android und WinPhone toll.

"Dream Hills: Gestohlene Magie" (Konzentration)
S.a.d.

Darum geht's: In diesem Wimmelbildspiel sollst du das Märchenland aus dem Griff einer Hexe befreien. Dazu musst du gut versteckte Gegenstände wie etwa einen Fingerhut oder einen Fisch in kleinteiligen Bildern finden.
Was habe ich davon? Man muss sich richtig konzentrieren. Auch der Orientierungssinn wird gefördert.
Worin besteht der Spaß? Du musst ganz genau hinsehen, damit dir kein Detail entgeht. Darüber hinaus sind Geschicklichkeits- und Denkspiele eingebaut.
Kostet: rund 10 Euro. Gespielt wird am PC.

"Just Dance" (Geschick)
Ubisoft

Darum geht's: Bei diesem Spiel sitzt niemand stumpf vor dem Fernseher: Man muss sich richtig bewegen. Du übst und lernst die Moves.
Was habe ich davon? Bewegung. Und: Neben Rhythmusgefühl wird Körperkoordination trainiert.
Worin besteht der Spaß? Jede neue Folge bringt neue und alte Hits. Mit Freunden oder in Battles gegeneinander zu tanzen macht Laune. Und dir wird warm. Sehr warm.
Kostet: circa 30 bis 50 Euro. Für Wii, Wii U, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One.

"Toc & Roll" (Kreativ)
Minimusica

Darum geht's: Mit dieser App komponierst du ganz einfach Musik. In kleinen Kästen findest du dazu zahlreiche Klangbeispiele von Schlagzeug, Bass, Gitarre, Trompete, Piano und anderen Instrumenten. Ziehe diese Würfel in eine Reihe, um ein Musikstück daraus zu machen.
Was habe ich davon? Mit den verschiedenen Instrumenten bekommst du ein gutes Gespür für Rhythmus und Melodien.
Worin besteht der Spaß? Was du auch zusammenstellst: Das Ergebnis hört sich immer gut an. Man kann dazu auch eigene Texte singen.
Kostet: circa 1,80 Euro. App für iOS.

"Bamboleo" (Geschick)
Zoch Spiele

Darum geht's: Eine Holzplatte voller Bauklötze wird so auf einen Fuß mit Kork-Kugel gesetzt, dass sie perfekt in der Balance schwebt. Jetzt müssen die Spieler reihum nach und nach die Holzklötzchen von der Platte nehmen, ohne dass die Platte aus dem Gleichgewicht gerät. Der Spieler, bei dem alles zusammenkracht, hat verloren.
Was habe ich davon? Für dieses Spiel brauchst du nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch einen Sinn für Gleichgewicht.
Worin besteht der Spaß? Wenn es kracht, kracht es richtig laut. Es kann auch umgekehrt gespielt werden, dann werden die Holzklötze nach und nach auf die Platte gelegt.
Kostet: etwa 40 Euro. Brettspiel.

"Blokus Classic" (Konzentration)
Mattel

Darum geht's: In diesem strategischem Denkspiel für vier Personen versucht jeder, möglichst viele verschieden geformte Steine auf dem Spielfeld abzulegen – und damit den Mitspielern ihre Baumöglichkeit zu versperren.
Was habe ich davon? Wenn es auf dem Spielfeld eng wird, kommt es auf genaue Beobachtungsgabe und Konzentration an.
Worin besteht der Spaß? Zum einen darin, dass du zügig deine Steine loswirst. Zum anderen, deinen Mitspielern die Tour zu vermasseln. Schnell kannst du andere "blockieren". Oder sie dich. Wenn keine vier Spieler da sind, können auch zwei Spieler mit je zwei Farben spielen.
Kostet: circa 30 Euro. Brettspiel.

"Rocksmith" (Lernen)
Ubisoft

Darum geht's: Spielerisch Gitarre lernen. "Rocksmith" motiviert hier mit netten Ideen à la "Guitar Hero".
Was habe ich davon? Du erlernst die Griffe, bekommst aber auch Rhythmusgefühl.
Worin besteht der Spaß? Die Songs und die spielerischen Ideen sind eine Sache. Aber "Rocksmith" ist auch ein geduldiges Lernprogramm.
Kostet: Die verschiedenen Versionen kosten 30 bis 100 Euro. Für PC und PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One.
Achtung: Du brauchst eine E-Gitarre. Bei manchen Spielversionen ist das passende Kabel in der Packung dabei.



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Seite 1
LJA 05.09.2016
1. Unbedingt !
Man braucht die Dinger auf jeden Fall, auch beruflich. Ich, ein 54-jähriger IT-Dinosaurier, habe gerade einen Job verpasst, weil ich dafür erstmals ein Smartphone brauchte. Man stelle sich vor, ich habe seit jeher meine Handys immer nur zum telefonieren genutzt ! Skandalös, ich weiß. Na gut, jetzt hab´ich es beim ersten Versuch schon mal versaut, weil ich die SIM-Karte quer statt längs eingeführt habe. Vermutlich ist das jetzt nur noch ein Haufen Schrott. (Ja Sasche Lobo, sie können sich bestätigt fühlen, daß alte Menschen wertlos sind.) O.K., ernsthaft: Gebt Euren Kindern die Dinger, natürlich mit allen im Artikel beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen. Mann kann nicht früh genug damit anfangen.
Rico456 05.09.2016
2. Emailauswertung - was sagt der Datenschutzbeauftragte dazu?
Mein Sohn hat das iPhone mit 10Jahren bekommen. Ein iPhone4 kostet vom Händler ca 80€, ein iPhone5 ca 150€. Das ist völlig ausreichend. Dass fünfjährige bereits ein Handy nutzen können bezweifle ich. Sie können vielleicht Spiele spielen, aber zu einer selbständigen, bewußten Nutzung gehört etwas mehr Kenntnis der Details wie das ganze funktioniert. Und diese Kenntnis haben 5jährige mit Sicherheit noch nicht. Aber eine Emailauswertung der Handynutzung finde ich schon sehr helikoptermäßig. Wie lange soll diese Auswertung so laufen?
Newspeak 06.09.2016
3. ...
Das klingt alles sehr durchdacht und, tut mir leid, sehr bevormundend. Und vor allem sieht man gar nicht mehr, was alles unnötig wäre, z.B. sowas: "mal, weil die Mit-Eltern in der neuen Klasse sämtliche Kommunikation über WhatsApp-Gruppen abwickeln wollen." Meine Eltern haben sich Null für die Eltern anderer Kinder interessiert, warum auch? Früher haben sich die Kinder abgesprochen, wenn sie z.B. den Nachmittag zusammen verbringen wollten, das haben die Eltern auch so mitbekommen, ohne hyperbesorgt eine virtuelle Standleitung und Telefonkonferenz einzurichten. Es sind diese hyperinteressierten "wir klären alle Eventualitäten ab"-Überlegungen, die Eltern heute so anstrengend machen. Alles Wichtigtuerei. Alles inkonsequent. Entweder ich gestehe meinem Kind Eigenverantwortung zu, dann verzichte ich auf die ganzen Kontrollwahnfunktionen, oder eben nicht bzw. erst später. Denn, wie der Autor schon richtig erkannt hat, irgendwann ist es eh vorbei, spätestens mit der Pubertät wird das Kind schon klare eigene Ansprüche stellen und sich auch gegen die Eltern verhalten, heimlich oder offensiv. Im Grunde sollten sich alle Eltern mal fragen, wie es früher bei ihnen gewesen ist, und warum sie heute anders sein müssen? Es gibt sicher Gründe nicht alles von früher zu übernehmen, aber vieles wird einfach ignoriert oder über Bord geworfen, aus dem einzigen Grund heraus, daß Eltern heute selbst sehr unreif sind.
irgendwer 06.09.2016
4. mit 9? viel zu spät
meine jüngste Tochter ist 3 und liebt ihr Handy. Natürlich gut abgesichert - Youtube, Pou, Pokemon Go, ... sie kennt sich super aus und lernt dabei viel. Eine Abhängigkeit kann ich nicht erkennen. Häufig liegt das Teil Offline in der Ecke. Die Strategie Kindern digitale Kommunikation zu enthalten kann nur von digital-reaktionären Personen kommen. Leider zu Lasten der Kleinen. btw. meine Großen haben ihr Handy (Nokia E71 o.ä.) mit 6 bekommen und sind jetzt 14-17 Jahre. Es hat ihnen nicht geschadet. Sie sind jetzt im Gymnasium mit überdurchschnittlichen Noten und haben viele soziale Kontakte.
tomakos76 06.09.2016
5. Aneinanderreihung falscher Ratschläge
Meinem Empfinden nach ist der Artikel eine Aneinanderreihung falscher Überlegungen und daraus folgend falscher Ratschläge. Mein Rat wäre: Smartphone mit Prepaid-Karte incl. prepaid Datenvolumen sowie keinerlei albernen "Kinderschutz".
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