Panne bei Google-Lautsprecher Testgeräte lauschten unbemerkt mit
Google Home Mini
Foto: DPA
Google Home Mini
Foto: DPAErst eine Woche ist es her, dass Google neben seinen Pixel-2-Smartphones und dem Pixel-Buds-Headset auch einen neuen Smart-Home-Lautsprecher vorgestellt hat: den Google Home Mini. Nun hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass eine Taste auf der Oberseite des Geräts noch vor der Auslieferung der Serienmodelle dauerhaft deaktiviert wird.
Der Grund für die Entscheidung: Bei einigen Testgeräten, die nach der Präsentation am 4. Oktober an Journalisten und Blogger ausgegeben worden waren, hatte sich die Zuhörfunktion der Geräte ohne Zutun der Nutzer eingeschaltet. Die Geräte lauschten also permanent, übertrugen alles, was im Raum gesprochen wurde, an Googles Server.
Der Fehler war zuerst einem Redakteur des Techblogs "Android Police" aufgefallen. Als er fernsehen wollte, versuchte das neue Google-Gerät ständig, auf die Sätze zu reagieren, die im TV fielen - ohne, dass das Gerät zuvor aktiviert worden war. Google reagierte schnell, holte das defekte Geräte zur weiteren Untersuchung bei dem Redakteur ab und versprach am folgenden Tag einen Patch, der den Fehler bei den wenigen bis dahin verteilten Geräten beheben sollte.
Als Ursache des Fehlers war eine Touch-Taste auf der Oberseite des Geräts identifiziert worden. Über diese Taste konnte man den Google Home aktivieren ohne das Codewort "OK Google" oder "Hey Google" zu sagen. Bei ein paar Geräten, so Google, hatte sich die Taste jedoch selbst aktiviert, so dass die Mikrofone aktiv wurden und den smarten Lautsprecher zum Dauerlauscher machten.
Die Funktion der oberen Touch-Taste wurde daraufhin bei den Testgeräten per Software-Update deaktiviert. Am Donnerstag erklärte Google nun, man werde den Knopf bei allen bereits fertiggestellten Exemplaren des Geräts abschalten. Die Touch-Taste ist also noch da, sie hat nur keine Funktion mehr.
In einer Stellungnahme heißt es von Google: "Wir nehmen Bedenken hinsichtlich Privatsphäre und Produktqualität sehr ernst. Obwohl wir nur wenige Berichte dieses Problems bekommen haben, wollen wir, dass unsere Kunden völlig beruhigt sind, wenn sie den Google Home Mini benutzen."
Die beste Methode, das Gerät zu aktivieren sei es ohnehin, die Codewörter "OK Google" oder "Hey Google" zu sagen. Die zur Lautstärkeregelung verwendeten Touch-Tasten an der Seite des Geräts seien von der Änderung nicht betroffen, heißt es, sie würden weiter funktionieren wie vorgesehen.
Es betrifft nicht nur Google
Technisch ist das Problem damit behoben, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Zum einen weckt der Fall Zweifel an der Qualität des Geräts, auch wenn möglicherweise nur eine kleine Zahl von Touch-Tastern fehlerhaft gearbeitet hat.
Zum anderen spielt Googles Fauxpas all jenen in die Hände, die generell allen Geräten skeptisch gegenüberstehen, die im Wohnzimmer per Sprache gesteuert werden und dafür Daten durchs Internet senden. Googles Problem könnte auch am Vertrauen in entsprechende Produkte von Amazon, Apple und Sonos nagen.
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Googles Pixel 2 XL: Das neue Top-Smartphone kostet bis zu 1049 Euro. Mit dem Glasrückteil an der Oberseite erinnert das Design sehr an die Vorgängermodelle.
Das sechs Zoll große Pixel 2 XL gibt es wahlweise in dem hier abgebildeten Farbton "Just Black" oder in einem Weißton, der als "Black and White" bezeichnet wird, weil beim weißen Gehäuse das Rückenteil aus Glas schwarz eingefärbt ist.
Wenn man genau hinschaut, erkennt man auf den Fotos, dass die Einschalttaste beim weißen Modell farblich abgesetzt ist. Die Rückkamera hat 12,2 Megapixel und hinterließ beim ersten Ausprobieren einen sehr guten Eindruck.
Herausragend ist beim Pixel 2 XL der große OLED-Bildschirm. Mit einer Auflösung 2880 x 1440 Pixel im Format 18:9 braucht er sich nicht vor der High-End-Konkurrenz von LG und Samsung verstecken.
Das fünf Zoll große Pixel 2 sieht optisch genauso aus wie das 2 XL. Auch technisch ist es, bis auf Bildschirm und Akku, identisch. Der Bildschirm ist kleiner, er zeigt 1920 x 1080 Pixel an und basiert ebenfalls auf OLED-Technik.
Die Fotoqualität ist bei beiden Pixel-2-Modellen identisch: Sie haben vorne wie hinten die gleichen Kameras eingebaut und nutzen dieselbe Software, um beispielsweise Porträtaufnahmen zu verbessern.
Ein feiner Unterschied: Das weiße Modell ist beim kleineren Pixel 2 tatsächlich komplett weiß. Die Farbe heißt deshalb "Clearly White". Unter dem Deckel aber sind alle neuen Pixel-Handys identisch, haben schnelle Achtkern-Prozessoren, WLAN nach IEEE 802.11 ac, Bluetooth 5.0, NFC, LTE und GPS.
Diese Farbe bezeichnet Google als "Kinda Blue", also "eine Art Blau". Sie soll das Ergebnis der Suche nach einer geschlechtsneutralen Farbe sein.
Schick sieht "Kinda Blue" jedenfalls aus -und ungewöhnlich.
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