Homeoffice-Kosten Notebooks, Tablets und Co. schneller von der Steuer absetzen

Investitionen zahlen sich aus – zumindest steuerlich. Wer technische Ausstattung fürs Homeoffice anschafft, kann die Kosten jetzt leichter absetzen als bisher.
Neues Notebook für den Job? Ab dem Veranlagungsjahr 2021 beteiligt sich das Finanzamt großzügig daran

Neues Notebook für den Job? Ab dem Veranlagungsjahr 2021 beteiligt sich das Finanzamt großzügig daran

Foto: Fabian Strauch / dpa

Ohne die richtige technische Ausstattung ist Arbeit im Homeoffice nicht denkbar. Die gute Nachricht: Wer sich auf eigene Kosten Computer, Drucker oder Software angeschafft hat, kann das Finanzamt an den Ausgaben beteiligen, erklärt die Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi). Ab dem Veranlagungsjahr 2021 können die Kosten sogar vollständig im Jahr des Kaufs abgesetzt werden.

Bisher mussten Computer, Drucker und Software mit einem Anschaffungspreis von mehr als 800 Euro netto über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abgeschrieben werden. Der Kaufpreis wurde also auf mehrere Steuererklärungen aufgeteilt. Dem liegt die AfA-Tabelle zur Abschreibung für allgemeine Anlagegüter  zugrunde.

Alles im ersten Jahr

Die Finanzverwaltung hat die steuerlichen Abschreibungsregelungen nun geändert: Seit dem 1. Januar 2021 wird für die technische Ausstattung des Heimbüros eine gewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr angenommen. Dies gilt auch rückwirkend für noch nicht vollständig abgeschriebene Geräte. Das heißt: Auch deren voller Kaufpreis kann jetzt sofort von der Steuer abgesetzt werden.

Die Änderung dieser Steuervorschrift betrifft eine Vielzahl an Käufen, von Computerhardware über Peripheriegeräte und Zubehör bis hin zu Betriebssystemen und Anwendersoftware. Wird die Technik mindestens zu 90 Prozent beruflich genutzt, ist die vollständige Abschreibung des Kaufpreises als Werbungskosten erlaubt.

Private Nutzung muss abgegrenzt werden

Ist der private Nutzungsanteil höher als zehn Prozent, muss man zwischen privater und beruflicher Nutzung abgrenzen. Gemessen am Kaufpreis ist nur der berufliche Anteil absetzbar. Nutzt jemand seinen Laptop beispielsweise zu 50 Prozent beruflich, kann er entsprechend nur die Hälfte der Kosten beim Finanzamt geltend machen.

Wichtig zu beachten: Smartphones wurden bei der rechtlichen Änderung nicht einbezogen. Das heißt: Auch beruflich mitgenutzte Handys können weiterhin nur bis zu einem Kaufpreis von 800 Euro netto sofort abgeschrieben werden. Liegt der Kaufpreis darüber, bleibt die vom Finanzamt vorgeschriebene Nutzungs- und Abschreibungsdauer von fünf Jahren erhalten.

mak/dpa