Datenbrille HTC Vive kostet 900 Euro

Teuer, aber nicht so teuer wie befürchtet: Ab Montag kann die Virtual-Reality-Brille von HTC vorbestellt werden. Mit einem Preis von 899 Euro kostet sie mehr als Konkurrenz-Produkte wie die Oculus Rift.
Besucher des Mobile World Congress mit der Vive: teure Investition in die Virtuelle Realität

Besucher des Mobile World Congress mit der Vive: teure Investition in die Virtuelle Realität

Foto: JOSEP LAGO/ AFP

Wer mit der Datenbrille Vive von Hersteller HTC liebäugelt, muss für einen Ausflug in die Virtuelle Realität (VR) viel Geld bereithalten: Der Preis für die HTC Vive wird in Deutschland 899 Euro betragen, gab HTC bekannt . Steuern sind in diesem Betrag schon mit eingerechnet, nicht aber der Versand. Der wird laut der Webseite nochmal 60,69 Euro kosten.

Der Vorverkauf  für die Datenbrille begann am Montag um 16 Uhr deutscher Zeit, der Preis wurde allerdings schon vorab öffentlich und von HTC bestätigt . Der Hersteller will die VR-Brille ab Anfang April ausliefern.

Zum Vergleich: Die gehypte Oculus Rift, die ebenfalls ab April ausgeliefert werden soll, liegt mit ihrem deutschen Preis von 699 Euro doch ein Stückchen unter dem Preis der Konkurrenz aus Taiwan. Die Versandkosten für die Oculus Rift weist die Webseite des Herstellers mit 42 Euro aus.

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Virtuelle Realität: Diese VR-Brillen gibt es

Foto: ROBERT GALBRAITH/ REUTERS

Dass die HTC Vive etwas teurer wird als die Brille von Oculus, war erwartet worden. Manche Beobachter hatten befürchtet, dass die Brille für europäische Kunden bis zu 1000 Euro kosten könnte. Ganz so teuer ist die Vive nicht geworden. Wohl auch deshalb sind die Reaktionen auf den Preis der HTC Vive insgesamt gefasster ausgefallen als bei der Bekanntgabe, wie viel die Oculus Rift kosten wird. Damals war Ärger über den Preis doch erheblich lauter zu vernehmen.

Auf dem Mobile World Congress vergangene Woche in Barcelona hatte HTC erstmals die finale Version der Brille gezeigt, die man zusammen mit den Spieleentwicklern von Valve konstruiert hat. Im Gegensatz zur Vorabversion Pre wurde vor allem noch das Kopfband überarbeitet .

Üppige Ausstattung

Die Ausstattung der HTC Vive fällt außerdem etwas üppiger aus als bei der Konkurrenz: Die Vive-Brille wird zusammen mit zwei Controllern ausgeliefert, einer für jede Hand. So soll man die Arme frei im Raum bewegen können. Außerdem wird ein Tracking-Gerät für Räume mitgeliefert. Es scannt den Raum und verortet den Träger darin. So sollen sich die Träger der Vive frei bewegen können, ohne gegen reale Hindernisse zu stoßen.

Außerdem liefert HTC drei VR-Softwaretitel mit. Neben dem "Job Simulator" und "Fantastic Contraption" wird laut HTC auch das 3D-Malprogramm "Tilt Brush" von Google mit im Paket liegen. Dieses Bündel gebe es allerdings nur für begrenzte Zeit. Bisher war immer von zwei Spielen die Rede. HTC setzt in Sachen Inhalte auf eine Zusammenarbeit mit SteamVR, einem Ableger der Online-Spieleplattform Steam.

Wer die Oculus Rift bestellt, bekommt neben der Brille ein Xbox One- Gamepad und zwei Spiele, die exklusiv für die virtuelle Realität entwickelt worden sind: die Weltraumsimulation "EVE: Valkyrie" und das 3D-Jump'n'Run-Spiel "Lucky's Tale".

Wer sich dafür entscheidet, die HTC Vive zu bestellen, für den sind die Investitionen in Sachen Virtuelle Realität wahrscheinlich noch nicht vorbei. Wie auch für die Oculus Rift ist bei der HTC Vive ein leistungsstarker PC nötig. 


Update, 16.15 Uhr: Mittlerweile sind auch die Versandkosten bekannt. Wir haben die Information im Text ergänzt.

gru
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