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Huawei Ascend P6: Das ist das dünnste Smartphone der Welt

Foto: HUAWEI TECHNOLOGIES CO/ AFP

Ascend P6 Huawei stellt dünnstes Smartphone vor

Huawei kann vor Kraft kaum gehen. Spitzenmanager des chinesischen Konzerns denken laut darüber nach, ob man nicht Nokia übernehmen solle. Technisch macht Huawei mit einem Rekord von sich reden: Das neue Android-Smartphone Ascend P6 ist das dünnste Smartphone der Welt.

Dass der chinesische Konzern Huawei vor Selbstbewusstsein strotzt, zeigt eine Meldung aus der "Financial Times" vom Dienstag. Darin wurde ein Huawei-Manager namens Richard Yu mit den Worten zitiert, man könne sich durchaus vorstellen, den finnischen Hersteller Nokia zu übernehmen. "Wir sind da aufgeschlossen", sagte Yu der Zeitung zufolge . Einige Stunden später dementierte ein Huawei-Sprecher allerdings diese Pläne via Reuters.

Zum gewachsenen Selbstbewusstsein der Chinesen passt auch die jüngste Produktvorstellung. Der erste Smartphone-Superlativ, mit dem Huawei Schlagzeilen machte, war noch das billigste Smartphone der Welt. Jetzt hat der Handy-Konzern in London das dünnste vorgestellt. Auf gerade mal 6,18 Millimeter bringt es das Ascend P6 genannte Highend-Handy. Damit ist es knapp zwei Millimeter dünner als beispielsweise das Sony Xperia Z und so schlank, dass es fast zweimal in ein Nokia Lumia 920 passen würde.

Für Huawei ist die Neuvorstellung ein wichtiger Schritt. Auch wenn das Unternehmen schon bisher verschiedene Design-Handys unter dem Namen Ascend angeboten hat, ist es ihm mit dem P6 zum ersten Mal gelungen, die Konkurrenz deutlich zu über-, beziehungsweise zu unterbieten.

Erstaunlich ist, dass das Ascend P6 trotz seiner geringen Dicke kein Leichtgewicht ist. Immerhin 120 Gramm bringt es auf die Waage, ist damit etwas schwerer als beispielsweise ein iPhone 5.

Bezeichnend ist die Integration einer zum Anwender gerichteten 5-Megapixel-Kamera, die eine Einladung zum Knipsen von Selbstporträts ist. Üblicherweise muss man sich bei der zum Gesicht gewandten Kamera mit zwei Megapixeln oder weniger begnügen. Die Frontkamera nutzt einen 8-Megapixel-Fotosensor. Da hätte man bei einem Top-Handy mehr erwartet.

Quadcore-Antrieb

Ganz dem Trend folgend hat der Bildschirm 4,7 Zoll Diagonale und eine Auflösung von 1280 x 720 Punkten. Technisch nutzt Huawei die In-Cell-Technologie, die auch beim iPhone 5 zum Einsatz kommt und besonders dünne Displays ermöglicht. Der große Bildschirm schafft allerdings auch genug Platz für einen entsprechend großen Akku. Wie lange das Gerät damit durchhalten kann, hat Huawei bisher nicht erklärt. Die Ladezeit wird mit vier Stunden angegeben.

Als Antrieb für das schlanke Smartphone wird ein von Huawei selbst entwickelter Quadcore-Prozessor vom Typ K3V2E verwendet, der mit 1,5 GHz getaktet ist. Ihm zur Seite stehen großzügige zwei Gigabyte Arbeitsspeicher aber nur magere acht Gigabyte Massenspeicher. Eine Erweiterung per microSD-Karte dürfte wohl für die meisten Käufer dieses Geräts obligatorisch sein. Maximal 32 Gigabyte lassen sich zusätzlich einstecken.

Lücken im Drahtlos-Angebot

Die Bestückung mit drahtlosen Technologien weist einige Fehlstellen auf: Mobilfunknetze lassen sich nur mit 3G-Technologie und maximal 21,6 Mbit/s nutzen, LTE ist nicht möglich. Auch auf die Integration von NFC hat Huawei verzichtet und statt der stromsparenden Bluetooth-Version 4 noch deren Vorgänger, die Version 3.0, eingebaut. W-Lan-Verbindungen können per IEEE 802.11 b/g/n aufgebaut werden, die Standards 802.11a und 802.11ac werden nicht unterstützt. Das Betriebssystem, Android 4.2, ist dagegen aktuell.

Verlockend dürfte am Ascend P6 neben seiner geringen Dicke auch der Preis sein. Mit 449 Euro Listenpreis ist es günstiger als viele andere Oberklasse-Smartphones. Der Verkauf soll im Juli anlaufen.

mak/cis/Reuters
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