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In-Ohr-Kopfhörer: Wie teuer ist guter Klang?
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In-Ohr-Kopfhörer: Wie teuer ist guter Klang?

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4. Teil: Designstücke und Referenzmodelle für 180 bis 450 Euro;


Diese dänischen Ohrhörer sind die große Ausnahme in diesem Vergleich, sind es aber auf jeden Fall wert, erwähnt zu werden. Wie Apples Ohrhörer liegen sie auf dem Gehörgang auf, und nicht darin. Das Problem, die Mini-Lautsprecher möglichst genau über den Gehörgang zu platzieren hat Bang & Olufsen aber ebenso elegant wie aufwendig gelöst.

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Kopfhörer: Bang & Olufsen Earphones

Denn die B&O-Ohrhörer sind in mehreren Richtungen so fein in Höhe und Winkel justierbar, dass man sie sehr gut an den eigenen Schädel anpassen kann. Das hat auch zur Folge, dass sie sich besonders gut zum Musikhören beim Sport eignen. Einmal eingestellt, liegen sie fast unverrückbar am Ohr an.

Dafür muss man bei ihnen mit den prinzipbedingten klanglichen Einschränkungen leben, die beispielsweise die Entfaltung der Bässe etwas behindern. Dem kann man in diesem Fall allerdings hervorragend mit Lautstärke begegnen, denn diese Ohrhörer sind wirklich laut.

Phiaton PS200

Für 250 Euro kann man schon etwas erwarten. Die Phiaton-Ohrhörer bemühen sich, diese Erwartung zu erfüllen, schaffen es dann aber doch nicht ganz bis in den Olymp der Audiophilen. Denn trotz des ausgewogenen Sound und der knackigen Wiedergabe schneller Bassattacken, wünscht man sich gerade im Tiefbassbereich manchmal etwas mehr Wumms. Keine Frage, die Dinger klingen gut, aber eben nicht so viel besser als günstigere Modelle, dass sich der gewaltige Preisunterschied, etwa gegenüber dem Philips SE9850, rechtfertigen ließe.

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In-Ohr-Kopfhörer: Phiaton PS200

Dazu kommt, dass die Phiatons zwar verteufelt gut aussehen, von der Seite betrachtet die Anmutung von Jet-Triebwerken haben, mit ihren etwa zu wabbeligen Ohrpassstücken aber viel zu leicht aus den Ohren rutschen, zumindest beim Tester. Diese Mankos gleicht dafür das gut durchdachte Zubehör, vor allem die Tragebox, aus. Die ist geradezu vorbildlich gestaltet, macht das Verstauen des Zubehörs super einfach und sorgt vor allem dafür, dass das Ohrhörerkabel straff und sauber aufgewickelt in dem Kästchen Platz findet.

Shure SE530

Willkommen in der Oberklasse. Noble 450 Euro verlangt Hersteller Shure für diese Ohrhörer. Das klingt nicht nur teuer, das ist es auch. Dafür produzieren die Highend-Stöpsel aber auch ein Klangbild, das zumindest Klangpuristen frohlocken lässt. Otto Normalhörer mag das vielleicht nicht vom Hocker reißen, aber all die Tricks mit denen bei anderen Ohrhörer beispielsweise die Bässe verstärkt werden, gibt es hier nicht.

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In-Ohr-Kopfhörer: Shure SE530

Stattdessen bekommt man bei diesem Modell kräftige, klare und knackige, aber eben nicht übertriebene Bässe. Dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Frequenzspektrum. Fast ist es, als hätte gerade jemand frisch ausgefeudelt: Überall herrscht glänzende Klarheit ohne ein Spur von Muff. Selbst nach stundenlangem Musikhören tritt keine Ermüdung ein. Und vor allem: Die SE530 bleiben bis in extreme Lautstärken so klar, scheinen Verzerrungen gar nicht zu kennen.

Wären sie nur nicht so teuer.

In-Ohr-Kopfhörer von 180 bis 450 Euro

Hersteller Bang & Olufsen Phiaton Shure
Name Earphones PS200 SE530
Frequenzgang 50 Hz - 20 KHz k.A. 18 Hz - 19 KHz
Gewicht 22 Gramm 5 Gramm (ohne Kabel) k.A.
Kabellänge 120 cm k.A. 45 + 91 cm
Mitgeliefertes Zubehör Lederetui, Verlängerungskabel, Airline-Adapter Etui, drei Ohrpasstücke, Doppelstecker-Adapter Tragebox, sieben Ohrpasstücke, Verlängerungskabel, Flugzeug-Adapter; Lautstärkeregler; 6,35-mm-Adapter
Preis [Euro] 180,- 250,- 450,-

Alle Angaben laut Hersteller



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