Insider-Berichte iPhone 5 kommt angeblich im September

Kleine Verzögerung: Apple wird das neue iPhone im September verkaufen, verraten drei Insider einer Nachrichtenagentur. Die Produktion soll im Sommer anlaufen.
iPhone 4: Das Nachfolgemodell soll ähnlich aussehen und mehr können

iPhone 4: Das Nachfolgemodell soll ähnlich aussehen und mehr können

Foto: Matthias Kremp

Hamburg - Fast jede Woche gibt es ein neues Gerücht über angebliche Auslieferungstermine frischer Apple-Produkte. Dieses ist etwas glaubwürdiger: Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Informanten mit "Insiderwissen über die Lieferkette der Firma", dass Apple im September das neue iPhone 5 in den Handel bringen wird.

Dass Apple noch in diesem Jahr ein Nachfolgemodell veröffentlicht, ist nicht weiter überraschend. Dass das iPhone 5 einen "schnelleren Prozessor" als das bisherige Modell haben soll, wie Reuters meldet, ist eigentlich selbstverständlich - irgendwie muss sich das neue Gerät ja vom alten unterscheiden. Äußerlich soll das iPhone 5 dem eckigen Vorgänger ähneln, berichten die Insider.

Die Nachricht dürfte vor allem Analysten und Anleger interessieren: Mit dem iPhone macht Apple einen gewaltigen Anteil des Umsatzes. Im vierten Quartal 2010 nahm Apple mit iPhone-Verkäufen 10,47 Milliarden Dollar ein - das waren gut 42 Prozent des Gesamtumsatzes von 26,74 Milliarden Dollar. Das iPhone 4 ist seit Juni 2010 im Handel.

Laut Reuters sollen zu den Zulieferern des iPhone 5 unter anderem Hon Hai Precision Industry (eine Foxconn-Firma, die Komponenten zusammenbaut), Wintek (soll angeblich die Touchscreens beisteuern) und der Kameramodul-Hersteller Largan Precision gehören.

Anfang April hatte Sony-Chef Howard Stringer auf einer Podiumsdiskussion verraten, dass die besten Fotosensoren, die seine Firma derzeit herstellen kann, an Apple geliefert werden. Seit Monaten wird spekuliert, dass Apple das nächste iPhone mit einem Kamerachip von Sony ausstatten könnte. Im aktuellen iPhone verrichtet ein Chip der Firma OmniVision mit einer Auflösung von 5 Megapixeln seinen Dienst. Ein neuerer Chip mit höherer Auflösung und besserer Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen ist offenbar noch nicht marktreif. Solch einen Sensor hat Sony im Angebot: Die Firma hat einen 8 Megapixel-Chip entwickelt, der derzeit im Sony Ericsson Xperia Arc zum Einsatz kommt.

Zwei Kameramodule von zwei unterschiedlichen Zulieferern - das muss sich nicht unbedingt widersprechen. Schließlich sind im iPhone 4 auch schon zwei Kameramodule verbaut, eine für Videochats auf der Vorderseite, eine für Aufnahmen in besserer Qualität auf der Rückseite.

lis
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