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Instagram-Konkurrenz: Das sind Twitters Fotofilter

Foto: Twitter

Konkurrenz zu Instagram Twitter führt Fotofilter ein

Prompte Reaktion: Kaum hat Instagram seine Bildvorschau auf Twitter deaktiviert, bietet der Mikrobloggingdienst selbst eine Funktion zum Bearbeiten von Fotos an. Und auch Instagram hat seine App überarbeitet.

"Machen Sie Ihre Fotos mit einem der acht Filter zu etwas Besonderem." Dieser Spruch stammt nicht etwa aus einem Instagram-Werbetext, sondern gehört zur neuesten Version der Twitter-App. Sie bietet jetzt Fotofilter mit Schlagwörtern wie "Kühl", "Warm" und "Vintage". Das am Dienstagmorgen zunächst nur für Android verfügbare Update  ermöglicht dem Nutzer außerdem, Aufnahmen zu skalieren und zuzuschneiden, bevor er sie bei Twitter veröffentlicht. Ein YouTube-Video zeigt , wie die Funktion in die App integriert wurde.

Die technische Umsetzung hat das New Yorker Unternehmen Aviary erledigt. In seinem Blog schreibt es , es habe die Filter von Grund auf exklusiv für Twitter entwickelt. Das Programmieren und Testen habe mehrere Monate gedauert. Bisher hatte Aviary unter anderem eine Facebook-App zur Bildbearbeitung  veröffentlicht. Das Vorhaben Twitters, Fotofilter anzubieten, war bereits bekannt, die "New York Times" hatte im November darüber berichtet .

Nun erscheint das App-Update zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt: Erst in der vergangenen Woche hatte Instagram angekündigt, seine Bildvorschau auf Twitter einzustellen. Tauchten Instagram-Bilder bisher automatisch im Nachrichtenstream bei Twitter auf, müssen Nutzer nun die Instagram-Website aufrufen, um sich die Aufnahmen anzusehen. Erst vor wenigen Wochen hatte Instagram seinen Internetauftritt überarbeitet. Im Juli hatte Twitter zahlreiche Drittanbieter verärgert, indem der Dienst für sie die Nutzung seiner Programmierschnittstelle einschränkte - auch Instagram war davon betroffen.

Instagram-Update erschienen

Während Twitter Fotofans nun mit seinen eigenen Filtern umwirbt, wurde auch die Instagram-App überarbeitet. Laut eines Blogposts  hat das zu Facebook gehörende Unternehmen seine Android- und iPhone-Apps mit einem Filter namens "Willow" aufgepeppt. Auf dem iPhone soll man dank einer überarbeiteten Kamerafunktion nun schneller fotografieren können.

Instagram zählt auf Smartphones zu den beliebtesten Apps: Im September gab das Unternehmen bekannt, über 100 Millionen Nutzer zu haben .

mbö