Update für iPhones, iPads und Apple Watches Apple schließt gefährliche Sicherheitslücke

Fremde könnten Schadsoftware auf Apple-Gadgets ausführen, warnt das Unternehmen. Ein aktuelles Softwareupdate sollte man deshalb lieber schnell installieren.
Zeit zum Aktualisieren: Update-Meldung auf einem iPad

Zeit zum Aktualisieren: Update-Meldung auf einem iPad

Foto: Till Simon Nagel / dpa-tmn

Apple hat eine kritische Sicherheitslücke in seinen Betriebssystemen iOS und iPadOS gestopft und empfiehlt, die entsprechenden Updates umgehend einzuspielen. Nutzerinnen und Nutzer neuerer iPhones und iPads sollen dabei die neue Softwareversion 14.4.2  installieren. Für ältere iPhones und iPads steht derweil iOS 12.5.2 zum Download bereit. Darüber hinaus wurde für die Apple Watch watchOS 7.3.3 veröffentlicht.

Die Updates schließen eine Sicherheitslücke, die Googles Threat Analysis Group  (TAG) in Apples Browser-Engine WebKit entdeckt hatte. Allein das ist schon ein Grund, die Updates möglichst bald zu installieren, denn die TAG analysiert in erster Linie staatlich geführte Cyberattacken. Zudem warnt Apple, die Schwachstelle sei möglicherweise bereits aktiv ausgenutzt worden. Wenig konkret heißt es vom Unternehmen, die Schwachstelle ermögliche es, über manipulierte Internetinhalte – meist sind damit Webseiten gemeint – Schadcode auf den Geräten der Opfer auszuführen.

Wer auf seinem iPhone noch die iOS-Version 13 laufen hat, sollte spätestens jetzt auf die neue Version 14 wechseln. Das aktuelle Update ist schon der zweite Sicherheitspatch für iOS binnen kürzerer Zeit. Anfang März wurde ebenfalls ein Sicherheitsproblem in WebKit beseitigt.

Das nächste große Update ist schon in Arbeit

Neue Funktionen liefern die Sicherheitsupdates laut Beschreibung nicht. Die gibt es erst mit dem nächsten größeren Versionssprung von iOS und iPadOS. Mit iOS 14.5 und iPad OS 14.5 soll es unter anderem eine Möglichkeit geben, iPads und iPhones mit einer verbundenen Apple Watch zu entsperren. Aktuelle Maskentragepflichten machen das bei Geräten mit der Gesichtserkennung Face Unlock zu einer attraktiven Option.

Eine weitere Neuerung wird mehr Transparenz für Apps sein. Entwickler müssen künftig nicht nur offenlegen, welche Daten sie erheben. Sie müssen die Nutzer dann auch fürs Werbetracking um Erlaubnis fragen.

Wer das automatische Einspielen von Updates für sein Apple-Gerät nicht aktiviert hat, findet diese Option in den Einstellungen unter Allgemein/Softwareupdate.

mak/dpa
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