iPad Air und iPad mini Apple stellt neue Tablets vor

Quasi nebenbei hat Apple am Montag ein neues iPad Air und ein iPad mini vorgestellt. Neue Chips und Bildschirme bringen sie auf ein aktuelles Niveau. Manches aber bleibt beim Alten.

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Ganz ohne eines seiner Special-Events, nicht einmal mit einer gewöhnlichen Pressekonferenz, hat Apple am Montag neue iPads vorgestellt. Ungewöhnlich ist dabei nicht nur die Art der Ankündigung, sondern auch ihr Zeitpunkt. Der Vorgänger des heute präsentierten neuen iPad Air wurde bereits vor viereinhalb Jahren auf den Markt gebracht, das iPad mini zuletzt im Herbst 2015 aktualisiert.

Die beiden neuen Versionen der Apple-Tablets können ab sofort bestellt werden, laut Apple sollen sie dann ab kommender Woche erhältlich sein.

Das wohl wichtigste Upgrade in den beiden Geräten ist der A12-Bionic-Prozessor, den Apple auch in den aktuellen iPhones XS, XS Max und XR verwendet. Laut Apple ist das neue iPad Air damit 70 Prozent schneller als sein Vorgänger. Und das iPad mini soll sogar dreimal schneller sein als das Vorgängermodell von 2015.

Wichtig dürfte der neue Prozessor vor allem wegen seiner hohen Grafikleistung sein, die vor allem für Anwendungen gebraucht wird, die sich um die sogenannte Augmented Reality drehen. Dabei werden Realbilder der Kamera in Echtzeit mit Computergrafiken verbunden.

Beim iPad Air hat Apple zudem den Bildschirm von 9,7 Zoll auf 10,5 Zoll vergrößert. Damit hat er nun dieselben Abmessungen wie beim iPad Pro 10,5, das aus Apples Angebot verschwunden ist. Das Display des iPad mini ist unverändert 7,9 Zoll groß. Gleich geblieben ist auch die Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Beim iPad Air wurde sie wegen des nun größeren Bildschirms geringfügig auf 2224 x 1668 Pixel angehoben. Beide Displays unterstützen Apples True-Tone-Technologie, die die Farbdarstellung an das jeweilige Umgebungslicht anpassen soll.

Für Fotoaufnahmen baut Apple in beide Geräte 8-Megapixel-Kameras ein, die Videos maximal in Full-HD-Auflösung aufzeichnen. Wichtiger sind bei iPads jedoch die von Apple FaceTime HD Kamera genannten Selfie-Kameras, die man etwa für Videochats verwendet. Sie haben in den neuen Tablets jeweils 7 Megapixel und können Videos ebenfalls in Full HD aufzeichnen.

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Nur halb so teuer, trotzdem gut: Das neue iPad im Test

Für die Verbindung mit WLANs ist der Standard 802.11ac eingebaut, für das Zusammenspiel mit externen Geräten Bluetooth 5.0. Gegen Aufpreis sind beide iPads mit LTE-Modulen lieferbar, die sowohl mit Nano-Sim-Karten als auch mit eSims betrieben werden können.

Erstmals können die neuen Apple-Tablets der Modellreihen Air und mini zudem per Stift bedient werden. So lassen sich beispielsweise handschriftliche Notizen machen, Zeichnungen anfertigen oder Fotos bearbeiten. Allerdings arbeiten die neuen iPads nur mit der alten, ersten Version des Apple Pencil zusammen, der zudem gegen 99 Euro Aufpreis hinzugekauft werden muss. Passend dazu will Apple in der kommenden Woche um neue Stiftfunktionen erweiterte Versionen seiner Office-Apps veröffentlichen.

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Für iPhone und iPad: Das ist neu in iOS 12

Fast wie ein Relikt aus der Vergangenheit wirkt der analoge Kopfhöreranschluss, den Apple mittlerweile aus vielen seiner aktuellen Mobilgeräte verbannt hat. Auch auf die Gesichtserkennung Face ID muss man bei den neuen iPads verzichten. Stattdessen sollen sich Nutzer der neuen Tablets per Touch ID, also per Fingerabdruck, identifizieren.

Ein klares Plus für produktives Arbeiten ist der von den Pro-Modellen bekannte Smart Connector, über den sich beispielsweise externe Tastaturen anschließen lassen.

Mit den neue iPads schließt Apple die letzten Lücken in seinem Tablet-Angebot. So liegt das iPad Air mit Preisen ab 549 Euro für die 64-GB-Variante ohne LTE zwischen dem aktuellen 9,7-Zoll-iPad und dem iPad Pro mit elf Zoll. Das iPad mini soll mit Preisen ab 449 Euro - mit 64 GB und ohne LTE - offenbar eine Kundschaft ansprechen, der andere iPads zu groß und beispielsweise ein iPhone XS Max zu klein - und zu teuer - ist.

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insgesamt 56 Beiträge
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Seite 1
Kurt-C. Hose 18.03.2019
1. Jetzt aber
die alte Leier der Apple-basher… Viel zu teuer für die Technik, die man kriegt, Applekäufer sind alle doof. 1,2,3 los....
sponuser936 18.03.2019
2.
"Gegen Aufpreis sind beide iPads mit LTE-Modulen lieferbar, die sowohl mit Nano-Sim-Karten als auch mit eSims betrieben werden können." Bedeutet das, dass man dann zwischen den SIMs bei Bedarf hin- und her schalten kann (Dual SIM Modus) oder wird generell nur eine SIM erlaubt?
team_frusciante 18.03.2019
3.
Zitat von Kurt-C. Hosedie alte Leier der Apple-basher… Viel zu teuer für die Technik, die man kriegt, Applekäufer sind alle doof. 1,2,3 los....
Das ist bei den iPads nun wirklich nicht angebracht, wenn man sie mit den Tablets anderer Hersteller vergleicht.
der_mick 18.03.2019
4. @1
Nö, Apple-Käufer sind ebensowenig doof wie sind Prada- oder Porsche-Käufer. Es geht um Statussymbole, aber eben nicht um Technik oder Leistung. Wer sich mit Technik auskennt (vielleicht in dem Gebiet studiert hat oder eben ein Geek ist), der will maximale Leistung für sein Geld und kauft das eben nicht um die Leute zu beeindrucken oder seinem Ego einen Schub zu geben. Andererseits wären viele Apple Kunden wohl auch mit einem Linux System oder einem Android Phone überfordert. Wenn man dann vom flashen eines Custom ROM spricht, erntet man in diesen Kreisen nur noch fragende Blicke. Ich flashe ein 4 Jahre altes Gerät (und lösche dabei unnötige Bloatware) und es rennt wie am ersten Tag; Apple Kunde gibt 600-1000 Euro aus und hat den selben Effekt (plus das "Oh-Ah.." der Freunde natürlich). Für mich ist das voll in Ordnung so :-)
Karbonator 18.03.2019
5.
Zitat von Kurt-C. Hosedie alte Leier der Apple-basher… Viel zu teuer für die Technik, die man kriegt, Applekäufer sind alle doof. 1,2,3 los....
Ich finde es schade, daß das Air-Modell weiterhin beim alten Lightning-Stecker bleibt und den neuen Apple-Stift nicht unterstützt. Und gemessen daran ist es meines Erachtens in der Tat etwas zu teuer.
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