iPad im Test Apples Atemräuber

AP

8. Teil: iBooks


Die spektakulärste iPad-App ist iBooks, Apples Version des E-Book-Stores. iBooks steckt beim ersten Test noch spürbar in den Kinderschuhen und verlangt dringend nach einem Ausbau, doch schon jetzt degradiert das iPad damit Amazons Kindle über Nacht zur "älteren Generation". Der Kindle verhält sich zum iPad nun wie der PC zum Mac.

iBook funktioniert genauso wie iTunes oder der App-Store. Die Bücher kosten in der Regel zwischen 9,99 und 12,99 Dollar. "The Pacific", das neue Weltkriegspanorama des Historikers Hugh Ambrose, ist hier mit 9,99 Dollar um die Hälfte billiger als bei Amazon (17,79 Dollar).

Das Buchangebot ist noch relativ übersichtlich. Immerhin gibt es die gesamte aktuelle Bestsellerliste der "New York Times" (Sachbuch und Belletristik) sowie Dauerbrenner und alte Klassiker, die meisten sogar umsonst ("Alice in Wonderland", "Huckleberry Finn", "Sherlock Holmes", selbst Grimms Märchen auf Englisch).

"Courage and Consequences", die Memoiren des Bush-Beraters Karl Rove, sind ebenso zu haben wie der aktuelle Wahlkampf-Enthüllungsschocker "Game Change" oder Sarah Palins "Going Rogue". Das Herunterladen eines Buches dauert nicht mal zehn Sekunden. Der Leser kann sich dann Schrift und Schriftgröße seiner Wahl einstellen, virtuell blättern (ein sehr ansprechender Effekt und typisch Apple) und zwischen einzelnen Kapitel nach Herzenslust herumspringen. Das Potential ist unübersehbar, etwa auch für akademische Lehrbücher (die bisher noch fehlen) oder grafische, optisch opulente Werke.

"Das iPad ist seinen Preis allein wegen iBooks wert", jubelte Andy Ihnatko, der Tech-Korrespondent der "Chicago Sun Times" - völlig zu Recht. Und wer gerne auf der Seite liegend liest, kann die automatische iPad-Bildschirmrotation per Knopfdruck arretieren.

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Micky65 04.04.2010
1. "...die alles besser können..."
genau das ist eben so nicht richtig. Netbooks haben (meistens) eine niedrigere Auflösung und ein richtig schlechtes Trackpad. Die Tastatur ist auch nicht das Gelbe. Smartphones (selbst das iPhone) sind aufgrund ihrer Displaygröße nur eingeschränkt zum Webbrowsen geeignet. OK, für unterwegs reicht es. Das alles macht das iPad besser. Ich freue mich schon darauf. Es wird bei mir im Wohnzimmer mein MacBook ersetzen. Surfen, Email checken und 1000e Dinge mehr auf der Couch. Das ideale Gerät dafür. Anschalten und 2 Sekunden später bin ich im Web. Bingo.
chagall1985 04.04.2010
2. Da wird man mal Bücher drüber schreiben
Das iPad ist da und die Zielgruppe der lifestyle Konsumenten steht schlange. Im Grunde ist APPLE sowas wie Mediamarkt. Ein Unternehmen das den Zeitgeist nicht nur definiert sondern zelebriert und sublimiert. Nur das Apple eben nicht den Zeitgeist der Unterschicht für sich endeckt hat sondern das Lebensgefühl der (aussterbenden) Mittelschicht junger und junggebliebener. Es ist schon unglaublich wie APPLE das macht! Genauso wie Ich fassunglos gestaunt habe wenn Leute den neuen Mediamarkt gestürmt haben oder wenn tausende von Menschen ausharren um Autogramme von Hartz IV Empfängern zu ergattern. This is APPLE! Congratulation
pirxx 04.04.2010
3. Wir brav SpOn ...
... bei der PR von Apple mitspielt... Ist Ihnen das nicht peinlich? Selbst wenn die Dinger gut sind, irgendwas macht mich hier sehr misstrauisch.
unwesen, 04.04.2010
4. Werd den Artikel gar nicht erst lesen...
Zitat von sysopNerds waren skeptisch: Was soll man mit einem iPad anfangen? Gibt doch Smart-Handys und Netbooks, die alles besser können. Auch SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Marc Pitzke in New York zählte zu den Zweiflern. Bis er am Erstverkaufstag mitspielen durfte. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,687208,00.html
... wenn der mit "Nerds" anfaengt. Da hat der Autor den Begriff nicht verstanden, oder mich gleich mit dem ersten Wort beleidigt: http://images.google.com/images?q=geek+nerd+venn+diagram Beides ein Indiz dafuer, dass der Artikelinhalt mich wahrscheinlich nicht interessieren wird... und die Frage ob ich damit recht habe brauch ich nicht unbedingt aufloesen.
elwu, 04.04.2010
5. Hm,
"....auf dem iPad kommen Filme viel frischer und brillanter daher als bisher, in einer Bildqualität, an die kein iPhone, kein MacBook und auch kein großer Mac herankommt" halte ich für sehr gewagt. Und wenn sie stimmen würde, was sagt denn das über die Bildqualität von MacBook und großen Mac? Das iPad hat laut diesem Artikel für heutige Verhältnisse sehr magere 1024x768 Auflösung, also weitab von jeder HD-Auflösung. Und auch von den anderen technischen Daten wie z.B. Helligkeit und Kontrast dürften die Displays der teureren Geräte über denen des iPad liegen. Und "Der 1GHz-A4-Chip des iPads sorgt dafür, dass hier alles enorm viel schneller flutscht als beim iPhone oder sogar beim MacBook Pro" wage ich auch zu bezweifeln. Die CPU des MacBook pro dürfte einiges leistungsfähiger sein als die des iPads. Wie auch immer, ich habe mich bisher schon erfolgreich vor dem Kauf von Apple-Produkten gedrückt und werde das auch weiterhin so halten - ich *brauche* einen iPad ebensowenig wie das andere Zeug.
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