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27. Januar 2010, 18:42 Uhr

iPad-Vorstellung

Apple zelebriert den Streichel-Rechner

Aus San Francisco berichtet

Der iPad kommt - ein Computer zum In-den-Händen-Halten, ein Zwitter aus Smartphone und Laptop. Apple-Chef Steve Jobs stellte das Gerät in San Francisco vor und präsentierte einen Buchladen namens iBook. Wie die Show lief, was die Technik kann: Details im SPIEGEL-ONLINE-Minutenprotokoll.

+++ One more thing: Apple-Aktie dreht ins Plus +++

[20:34 Uhr] Zu Beginn der Präsentation verlor die Aktie von Apple - doch gegen Ende erholt sie sich, liegt im Plus: Haben sich die Anleger doch von Steve Jobs' Euphorie anstecken lassen?

+++ Doppel-Hosianna zum Schluss +++

[20:31] Steve Jobs ist wieder auf der Bühne und preist Apple: 75 Millionen Nutzer wissen, wie man das iPad bedient - damit meint er die Besitzer des iPhone und iPod Touch. Jobs: "Unsere fortschrittlichste Technik in einem magischen, revolutionären Produkt zu einem unfassbaren Preis." Das sagt er zwei Mal. Wohl, damit mit man richtig zitiert.

+++ Was bislang fehlt +++

[20:29] Ein Riesen-iPhone ist das iPad nicht unbedingt. Keine Wort über Telefonie während der Präsentation. Kein Mikrophon zu sehen, außerdem nur Datentarife. Kamera fehlt auch, von Multitasking war nicht die Rede.

+++ Tastatur und Leder-Überzug als Zubehör+++

[20:24] Musste ja kommen: Es gibt eine Alu-Extra-Tastatur (Bluetooth) und eine Leder-Hülle, mit der man das iPad wie ein Laptop-Display aufstellen kann. Jobs: "Damit kann man Krieg und Frieden schreiben."

+++ In 60 Tagen W-Lan-Modelle weltweit +++

[20:21] Jobs: In 60 Tagen sind die Modelle ohne Mobilfunk weltweit erhältlich. 30 Tage später gibt es die Mobilfunk-Modelle. Im Mai also.

+++ 499 US-Dollar +++

[20:19] Halb so teuer wie das Web orakelte. 499 US-Dollar kostet das billigste iPad (16 Gigabyte). Aber nur mit WiFi. Mit 3G-Modul kostet 130 US-Dollar Aufpreis. 64 Gigabyte mit WiFfi und 3G-Mobilfunk für 829 US-Dollar.

+++ Flatrate für US-Kunden +++

[20:15] Das ist neu: US-Kunden können mit dem iPad 250 Megabyte im Monat für 14,99 US-Dollar laden, eine Flatrate kostet 29,99 US-Dollar. Kein Vertrag, keine Netzbindung, kein Simlock - Prepaid. Man kann jederzeit kündigen. Ob es das wohl in Deutschland gibt? Jobs spricht vom internationalen Start im Juni. Das heißt aber nicht konkret, dass es dann nach Deutschland kommt.

+++ So tippt man+++

[20:12] Je nach Anwendungen gibt es virtuelle Spezialtastaturen, zum Beispiel eine numerische und eine für Datumseingaben. Könnte helfen. Apples Office-Programme fürs iPad kosten 9,99 US-Dollar (jeweils für Pages, Numbers, Keynote).

+++ Der Jedermann-Computer +++

[20:09] E-Mails, Fotos, Textverarbeitung, Layout, Tabellen, Musik, Videos, Bücher - das iPad soll wohl einen Computer ersetzen. Etwas für Gelegenheitsarbeiter. Und Oma und Opa, die noch nie einen Rechner benutzt haben?

+++ Komplett neues Streichel-Office +++

[20:04] Apple hat sein Bürosoftware-Paket iWork für das iPad komplett überarbeitet. Erstaunlich, wie schnell das alles geht. Das iPad scheint eine Menge Rechenleistung zu haben. Wirkt alles intuitiv bedienbar, gut durchdacht - viel besser als alle iPhone-Anwendungen zum Bearbeiten von Texten, Fotos, Tabellen und Präsentationen. Aber wie gibt man Text ein?

+++ Apple macht Amazon Konkurrenz +++

[19:58] Jobs lobt: "Amazon hat diese Funktion toll hingekriegt." Aber: "Wir machen das besser." Darstellung der Seiten in Buchoptik, Titel von Penguin und Harper Collins. Der iBook Store scheint nicht in iTunes integriert zu sein. Das ist interessant: Wenn Apple Amazon beim digitalen Buchvertrieb angreift, stärkt das die Verhandlungsposition der Verlage. Und: Apple nutzt das E-Pub-Format - ein De-Facto-Standard für E-Books.

+++ Interaktives Fernsehen +++

[19:54] Noch eine Branche, die solche Geräte umkrempeln könnten: Auch die Baseball-App nutzt das HD-Display voll aus. Live-TV mit einblendbaren Statistiken, Scoreboards und so weiter. Nicht Web, nicht Fernsehen - etwas anstrengend vielleicht, wenn man sicher nur berieseln lassen will.

+++ Noch mehr Spiele - starke Grafik +++

[19:50] Sieht nach harter Konkurrenz für Sony und Nintendo aus: Travis Boatman vom Branchenriese Electronic Arts zeigt das Autorennspiel "Need for Speed Shift". Tolle Grafk: Boatman "Wie ein HD-Bildschirm, den man direkt vor seine Augen hält." Das sieht gut aus. Und nun kommt etwas Baseball.

+++ US-Start des iPads sofort? +++

[19:45 Uhr] "New York Times"-Manager Nisenholtz sagt, die überarbeitete App seiner Zeitung komme in zwei Wochen. Hmmm - ist das iPad also ab heute verfügbar?

+++ Leichte Verluste an der Börse +++

[19:45 Uhr] Der Aktienkurs von Apple sinkt während der Präsentation - hätten sich die Anleger mehr vom iPad erwartet?

+++ Was die "New York Times" sich vom iPad erhofft +++

[19:43 Uhr] "New York Times"-Manager Martin Nisenholtz erklärt, was sich sein Medienhaus von dem iPad erhofft: Vor drei Wochen hat man mit der Entwicklung begonnen. Neues Design, Videos - "alles, was man von Magazinen mag, im Web liebt und von der Times erwartet". Seht nach einer großen Herausforderung für alle Medien aus: Wer auf dem iPad Inhalte verkaufen will, muss über neue Formate nachdenken.

+++ Programmierer, an die Arbeit! +++

[19:39 Uhr] Die iPad-Entwicklungsumgebung ist ab heute erhältlich - inklusive iPad-Simulator.

+++ Was man fürs iPhone gekauft hat, läuft auf dem iPad +++

[19:38 Uhr] Wenn man ein iPad kauft und zu Hause anschließt, werden alle geladenen Apps von iTunes darauf übertragen.

+++ Spiele gibt's auch +++

[19:36 Uhr] Na klar, das kennen wir vom iPhone: Rennspiel, gesteuert über Bewegungssensor beim Drehen des iPad. Nicht umwerfend.

+++ Mini-Apps auf dem iPad +++

[19:33 Uhr] App-Store-Manager Scot Forstall erzählt nun etwas über die Anwendungen fürs iPad: Alle 140.000 iPhone Apps laufen auch auf dem iPad - entweder in einem Mini-Fenster oder Fullsceen.

+++ Und nun ein paar Zahlen +++

[19:30 Uhr] Produktdetails: Eigener Chip (A4 Apple). 9,7 Zoll-Display. Speicherplatz 16 bis 64 Gigabyte (als digitaler Videorekorder taugt das also nicht). Batterielaufzeit zehn Stunden. Ein Monat Standby.

+++ Was noch? +++

[19:29 Uhr] Jobs rast durch die Präsentation. Was kommt denn da noch?

+++ HD-Auflösung +++

[19:26 Uhr] Jobs zeigt YouTube-Clips in HD - hat das iPad also ein 720p-Display? Und jetzt Filme aus dem iTunes-Store. Star Trek in HD.

+++ Apple und Google vertragen sich noch +++

[19:24 Uhr] Job zeigt Google Maps - offenbar ist der Streit wegen des Google-Handys noch nicht so weit eskaliert, dass derlei unmöglich würde. Oder ist der Vertrag mit Microsoft noch nicht fertig? Offenbar hat das iPad GPS an Bord.

+++ Endlich wieder in Alben-Booklets blättern +++

[19:23 Uhr] iTunes ist mit iTunes-Alben zu sehen. Jobs spielt uns Bob Dylans "Like A Rolling Stone" vor.

+++ Jobs zeigt Fotos +++

[19:22 Uhr] Der Apple-Boss sitzt immer noch, im Saal ist es still - bis auf das Geklapper der Tastaturen. Die iPhoto-Gesichterkennung funktioniert auch auf dem iPad.

+++ Das Display sieht toll aus +++

[19:20 Uhr] Irre hohe Auflösung - der Bildschirm sieht wirklich großartig aus. Bildinhalte drehen beim Drehen des Geräts mit, wie man es vom iPhone kennt. Jobs surft und surft und surft. Und liest E-Mails...

+++ Jobs auf dem Sofa, "New York Times" auf dem iPad +++

Der Apple-Chef setzt sich aufs Sofa und surft mit dem Riesen-iPhone ein wenig im Netz. Kein Flash augenscheinlich - oh Mann. Wie beim iPhone. Dafür kann man auch per Fingeschnipp Details heranzoomen wie auf dem Apple-Handy.

+++ Das iPad ist verdammt flach +++

Jobs: "Wow - es sieht aus wie die vorab rausgesickerten Fotos." Stimmt.

+++ Es wird ein Tablet. Es heißt iPad! +++

Jobs hält das iPad hoch.

+++ Etwas Nostalgie, viel Brustrommeln +++

[19:07 Uhr] Jobst zeigt ein Schwarzweißfoto von sich und Mitgründer Wozniak. Wozniak trägt die Nerd-Brille. Dann aber schnell in die Gegenwart: Apple ist der größte Anbieter mobiler Endgeräte. Yeah!

+++ Zahlen, Zahlen und ... Zahlen! +++

[19:05 Uhr] Jobs rattert Ziffern runter: 140.000 Apps im App Store, 284 Apple Stores, viele Kunden. Hmmm.

+++ Erstmal etwas Langeweile vorweg +++

[19:03 Uhr] Steve Jobs verspricht: "Wir wollen ein magisches und revolutionäres Produkt vorstellen. Aber zunächst habe ich hier ein paar Produktaktualisierungen."

+++ Steve Jobs auf der Bühne +++

[19:01 Uhr] Jeans, Rollkragenpulli, Beifall - Steve Jobs betritt die Bühne.

+++ W-Lan zusammengebrochen+++

[18:55 Uhr] Auf der Bühne steht ein schwarzes Ledersofa und ein Beistelltisch. Bob Dylan tönt. W-Lan immer wieder weg. Durchsage: "Bitte stellen Sie Ihre Telefone lautlos".

+++ Sitzplatz, Strom - fehlt nur noch Steve+++

[18:50 Uhr] Ich sitze, habe einen der wenigen Plätze mit Steckdose ergattert. Puh!

+++ Kameras vor! +++

[18:45 Uhr] Zuerst werden TV-Teams eingelassen, jetzt kommen die Fotografen ran.

+++ Security-Check+++

[18:40 Uhr] Der Name reicht zur Registrierung - Dutzende Sicherheitsleute in schwarzer Apple-Kluft sorgen für Ordnung. Ich hab die Eintrittskarte.

+++ In der 200-Meter-Schlange +++

[18:35 Uhr] Zwölf Grad (plus!), bedeckter Himmel - perfektes Anstehwetter in San Francisco. Die Schlange der Wartenden vorm Yerba Buena Center of the Arts ist etwa 200 Meter lang, Apple-Promis wie Tim Cook werden schon reingelassen.

+++ Warten auf Steve +++

[18:30 Uhr] Wenn Steve Jobs in einer halben Stunde die Bühne des Yerba Buena Center of the Arts betritt, ist das sein erster öffentlicher Auftritt seit September 2009. Damals hat der Apple-Chef am selben Ort neue iPods, insbesondere den iPod nano mit Videofunktion vorgestellt. Was kommt heute?

In San Francisco: Matthias Kremp (mak)
Mitarbeit: Konrad Lischka (lis), Frank Patalong (pat)


Und was bieten Apples Konkurrenten? Lesen Sie, was SPIEGEL ONLINE schon vor der Vorstellung in San Francisco über die E-Reader der Rivalen schrieb...

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