Neue Gadgets Apple stellt iPhone 12 und HomePod mini vor

Das neue iPhone wird es in vier Varianten geben, zwei davon kommen schon nächste Woche in den Handel. Bereit für 5G sind sie alle. Was Apple sonst noch ankündigt: mehr Pixel und weniger Zubehör.
Das iPhone 12 Pro

Das iPhone 12 Pro

Foto: Apple

Das neue iPhone sieht ein bisschen aus wie ein altes iPhone. Apple hat beim iPhone 12 das Design verändert, es erinnert jetzt wieder mehr an die vierte Generation. Im Inneren jedoch steckt viel Neues, vor allem 5G-Technik. Alle vier am Dienstagabend deutscher Zeit vorgestellten iPhone-Varianten beherrschen den theoretisch superschnellen Mobilfunkstandard. Apple ist damit der letzte große Smartphone-Hersteller, der 5G-fähige Geräte auf den Markt bringt.

Unter idealen Bedingungen seien damit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 Gigabit pro Sekunde erzielt worden, teilte Apple mit. Bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Upload versprach der US-Mobilfunkanbieter Verizon. Im Alltag dürften solche Werte jedoch kaum zu erreichen sein.

Neu ist auch das Display-Glas von Corning. Es soll dank einer Keramikbeschichtung deutlich widerstandsfähiger sein als bisher, versprach Apple. So sei es viermal wahrscheinlicher, dass das neue Glas Stürze unbeschadet überstehe.

Das Display des iPhone 12 ist 6,1 Zoll groß und zeigt 2532 mal 1170 Pixeln an. Das ist mehr als doppelt so viel wie im iPhone 11. Das iPhone 12 mini misst 5,4-Zoll und hat 2340 mal 1080 Pixel.

Die Pro-Modelle haben eine Bildschirmdiagonale von 6,1 und 6,7 Zoll und eine Auflösung von 2532 mal 1170 beziehungsweise 2778 mal 1284 Pixeln, was ebenfalls deutlich mehr ist, als die Vorgängermodelle bieten.

Die Kameras

An der Auflösung der Kameras hat Apple nichts verändert: Wie bei den Vorgängern haben sie auch in den neuen Modellen generell 12 Megapixel.

Apple-Marketingchef Greg Joswiak stellt die Kameras des iPhone 12 Pro vor

Apple-Marketingchef Greg Joswiak stellt die Kameras des iPhone 12 Pro vor

Foto: Apple Inc. / AFP

Im iPhone 12 und 12 Mini wurde vor allem die Lichtstärke des Weitwinkelobjektivs verbessert. Mit f/1.6 lässt es mehr Licht durch als das Vorgängermodell mit f/1.8.  Das sollte sich zumindest im Dunkeln bemerkbar machen. Im Übrigen werden die Kameras dieser beiden Geräte vor allem von der zusätzlichen Leistung des A14-Bionic-Prozessors profitieren, der beispielsweise das Fokussieren beschleunigen oder das Freistellen von Porträts vor dem Hintergrund verbessern könnte. An den Zoom-Fähigkeiten hat sich hingegen nichts geändert.

Das ist bei den Pro-Modellen anders. Deren Objektive bieten nun einen vierfachen (iPhone 12 Pro) und fünffachen (iPhone 12 Pro Max) optischen Zoom. Auch bei ihnen wurde die Lichtempfindlichkeit des Weitwinkels auf f/1.6 verbessert. Weil zudem der Bildsensor um 47 Prozent größer ist als bisher, dürfte es noch lichtempfindlicher sein als das iPhone 12. Bemerkenswert ist, dass sich die Lichtempfindlichkeit des Teleobjektivs beim Pro Max laut Datenblatt von f2.0 auf f2.2 verschlechtert hat.

Zudem haben nur die Pro-Varianten den vom iPad Pro bekannten LiDAR-Scanner, der Objekte per Laser erfasst und unter anderem Augmented-Reality-Anwendungen verbessern soll. Bei wenig Licht hilft der LiDAR den Kameras außerdem beim Fokussieren auf das jeweilige Motiv.

Die neuen iPhones im Überblick

iPhone 12 mini

iPhone 12

iPhone 12 Pro

iPhone 12 Pro Max

Display (Zoll)

5,4

6,1

6,1

6,7

Speicher (GB)

64/128/256

128/256/512

Kameras:

Weitwinkel (MPx)

12

Ultraweitwinkel (MPx)

12

Tele (MPx)

-

12

Extras

Lidar-Scanner

Preis (Euro)

ab 778,85

ab 876,30

ab 1120

ab 1217,50

Verfügbar ab

13.11.

23.10.

23.10.

13.11.

Die iPhones kommen zudem mit eingebauten Magneten. Die sollen zum einen dafür sorgen, dass die Geräte auf entsprechend ausgestatteten Ladematten immer dort liegen, wo sie besonders schnell aufgeladen werden können. Zum anderen wird es Zubehör geben, das magnetisch auf der Rückseite gehalten wird, beispielsweise ein Kreditkartenhalter. MagSafe heißt das Ganze - so wie früher der magnetische Anschluss für das Stromkabel an MacBooks.

Ein Ladegerät legt Apple nicht mehr bei, es seien schließlich schon zwei Milliarden davon in Gebrauch. Auch Kopfhörer gehören nicht mehr zum Standard-Zubehör. So will das Unternehmen angeblich Ressourcen sparen.

Eine günstigere Variante des smarten HomePod

Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro sind ab Freitag vorbestellbar, erhältlich sein sollen sie ab dem 23. Oktober. Das iPhone 12 mini und iPhone 12 Pro Max sollen ab dem 6. November vorbestellbar sein, in den Handel kommen sie dann eine Woche später.

Die Einstiegspreise für die Pro-Modelle liegen bei 1120 Euro beziehungsweise 1217,50 Euro. Wer mehr als 128 Gigabyte Speicher haben will, muss mehr zahlen. Für das Pro Max mit 512 Gigabyte etwa werden 1461,20 Euro fällig.

Das iPhone 12 wird ab 876,30 Euro (mit 64 Gigabyte) kosten, das iPhone 12 Mini ab 778,85 Euro. Die krummen Preise kommen durch die aktuelle Senkung der Mehrwertsteuer auf 16 Prozent zustande.

Das iPhone 12 wird es in fünf Farben geben

Das iPhone 12 wird es in fünf Farben geben

Foto: Apple / AP

Außerdem hat Apple eine günstigere Variante seines smarten Lautsprechers HomePod präsentiert. Der HomePod Mini soll 96,50 Euro kosten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag ankündigte, das ist etwa ein Drittel dessen, was der erste HomePod kostet.

Neu ist unter anderem eine Intercom genannte Funktion, die es ermöglicht, sich mithilfe von Siri über mehrere HomePods in verschiedenen Räumen zu unterhalten. Das wiederum würde voraussetzen, dass man sich nicht nur ein Gerät zulegt, sondern gleich mehrere.

Der HomePod Mini ist rund wie eine kleine Kugel und erinnert damit entfernt an Amazons neuen Echo-Lautsprecher.

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