Neue Smartphones Apple stellt iPhone 13 vor

Die neuen Apple-Handys sollen schneller sein, bessere Fotos machen und länger durchhalten als ihre Vorgänger. Die neue Apple Watch greift einen aktuellen Sport-Trend auf.
Tim Cook mit dem iPhone 13 Pro Max

Tim Cook mit dem iPhone 13 Pro Max

Foto: Brooks Kraft / Apple Inc

Dass diese Show anders sein sollte als die vorherigen Streaming-Events von Apple, kündigte CEO Tim Cook schon drei Stunden vor dem Start an. Garniert mit einem Foto, das an die Mojave-Wüste denken ließ, twitterte er: »Guten Morgen von einem Ort, der dieses Mal etwas anders ist 

Letztlich stand er dann aber doch nur im Steve Jobs Theater vor einer Leinwand, auf der Fotos kalifornischer Landschaften gezeigt wurden. Seine Kolleginnen und Kollegen jedoch, die in den folgenden 75 Minuten die neuen iPhones, iPads und die neue Apple Watch präsentierten, setzten sich vor dieser Kulisse geschickt in Szene. Live war da vermutlich wenig, dafür wirkte alles zu perfekt einstudiert.

Die neuen iPhones

Tim Cook und das neue iPhone

Tim Cook und das neue iPhone

Foto: Brooks Kraft / Apple Inc

Die Stars des Abends waren natürlich die neuen iPhones der Serie 13, deren Design bis auf Details – und die Farben – mit dem der Vorgänger identisch ist. Auch an den Formaten von Apples Handys hat sich nichts geändert: Das iPhone 13 Pro Max hat immer noch einen mit 6,7 Zoll sehr großen Bildschirm, das iPhone 13 mini einen mit 5,4 Zoll sehr kleinen. Dazwischen stecken das iPhone 12 und das 12 Pro mit jeweils 6,1 Zoll.

Während die Bildschirme der iPhones 13 und 13 mini nur etwas heller und zugleich sparsamer geworden sind, können die Displays der beiden Pro-Modelle nun pro Sekunde doppelt so viele Bilder anzeigen wie bisher, nämlich bis zu 120. Das soll für flüssigeres Scrollen und schnellere Reaktionen sorgen.

Der zusätzliche Stromverbrauch der von Apple als ProMotion bezeichneten Technologie soll verringert werden, indem der Bildschirm seine Bildwiederholraten dynamisch der jeweiligen Nutzung anpasst. Bisher war diese Technik dem iPad Pro vorbehalten. Smartphones anderer Hersteller, wie etwa Samsungs Galaxy S21 und das Vivo X60 Pro haben vergleichbare Technologien an Bord.

Heller sind aber auch die Displays der Pro-iPhones geworden. Mit bis zu 1000 Nits werden sie von Apple angegeben, das sind 25 Prozent mehr als zuvor.

Der neue Chip

Mehr gibt es auch beim Chip: Nachdem Apple im vergangenen Jahr zu Recht damit werben konnte, dass der A14-Bionic-Chip der iPhone-12-Serie »der schnellste Chip in einem Smartphone« ist, wird der in den neuen Modellen vom A15 Bionic abgelöst. Dass der mehr Leistung liefern soll als sein Vorgänger, versteht sich von selbst.

Bis zu 50 Prozent mehr Geschwindigkeit soll er mit seinen fast 15 Milliarden Transistoren in Teilbereichen bringen. Und wieder lobt der Konzern, sein neuer Chip sei »der schnellste Chip in einem Smartphone«.

Der Speicher

An den extremen Enden des Spektrums hat Apple den Speicherplatz erhöht. So gibt es bei der Serie 13 kein Modell mehr, in dem nur 64 Gigabyte (GB) stecken. Stattdessen sind nun 128 GB der Standard. Am anderen Ende der Skala werden die beiden Pro-Modelle jetzt mit bis zu einem Terabyte Speicher bestückt. Wer glaubt, in einem Smartphone so viel Platz zu brauchen, muss ihn sich auch leisten können: Speicher-Upgrades lässt sich Apple traditionell teuer bezahlen, das ist hier nicht anders.

Den vielen Speicherplatz könnte brauchen, wer sehr viele Videos mit den Geräten aufnimmt. Mit dem neuen »Cinematic Mode« beispielsweise, der einen professionellen Videoeffekt ermöglicht, der schnelles Fokussieren vom Vordergrund auf den Hintergrund und umgekehrt erlaubt. Zudem brauchen die Modi »Pro Res Video« und Dolby Vision in 4K-Auflösung enorm viel Speicherplatz.

Die Kameras

Die Kameras des neuen iPhone 13 sind diagonal angeordnet

Die Kameras des neuen iPhone 13 sind diagonal angeordnet

Foto:

Jae C. Hong / AP

Beim iPhone 13 und 13 mini sind die Kameras nun diagonal angeordnet. Das könnte nötig gewesen sein, weil die Weitwinkelkamera einen größeren Sensorchip bekommen hat, der zudem beweglich aufgehängt ist, um Wackeln auszugleichen und bessere Fotos bei wenig Licht zu ermöglichen.

Im iPhone 13 Pro Max sind alle drei Kameras neu. Die Weitwinkelkamera hat einen größeren Sensor, was Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung zugute kommen dürfte. Die Telekamera hat nun einen Dreifach-Zoom, die Ultraweitwinkelkamera bietet einen neuen Makromodus für extreme Nahaufnahmen.

Die Preise der neuen iPhones beginnen bei 799 Euro für das iPhone 13 mini und 899 Euro für das iPhone 13. Ein iPhone 13 Pro bekommt man ab 1149 Euro, das Pro Max ab 1249 Euro.

Die Apple Watch Series 7

Tim Cook demonstriert die Anwendung »Fitness+«

Tim Cook demonstriert die Anwendung »Fitness+«

Foto: Brooks Kraft / Apple Inc

Die Gerüchte über ein neues, flaches Design der Apple-Uhr haben sich nicht bewahrheitet. Stattdessen wurden die Ränder der Bildschirme kleiner, sodass die Bildschirmfläche um 20 Prozent vergrößert werden konnte. Dank IP6X- und WR50-Zertifizierung soll das neue Modell besonders gut gegen Staub und Wasser geschützt sein. Vor allem aber ist sie nun in der Lage, Trainings auf dem Fahrrad automatisch zu erkennen und zu starten. Das passt natürlich bestens zum aktuellen Trend zum Fahrradkauf. Auch einen E-Bike-Modus hat Apple versprochen.

Den Verkaufsstart hingegen hat das Unternehmen erst für später im Herbst angekündigt.

Die neuen iPads

Das neue iPad mini

Das neue iPad mini

Foto: APPLE INC. HANDOUT / EPA

Neben den iPhones und der Apple Watch wurden auch zwei neue iPads angekündigt. Das neue Grundmodell soll dank A13-Bionic-Chip nun schneller und mit einer 12-Megapixel-Kamera besser für Videokonferenzen geeignet sein. Es ist ab 379 Euro erhältlich.

Das neue iPad mini wurde im Design den Pro-iPads angepasst und hat nun einen True-Tone-Bildschirm und den A15-Chip der iPhones, ist also sehr leistungsstark. Auch hier steckt nun eine 12-Megapixel-Kamera für Videochats im Gehäuse. Die Preise starten bei 549 Euro.

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