Wichtige Einstellungen für neue Geräte Elf Tipps für iPhone-Anfänger

Unterm Tannenbaum lag ein neues iPhone? Dann haben Sie jetzt ein paar Dinge zu tun. Unser Smartphone-Experte Matthias Kremp erklärt, welche Einstellungen er zuerst ändert.
Neues iPhone: Erst auspacken, denn einstellen

Neues iPhone: Erst auspacken, denn einstellen

Foto: Matthias Kremp / DER SPIEGEL
Android-Tipps

Sie haben kein iPhone, sondern ein Android-Smartphone geschenkt bekommen? Kein Problem, auch für Android-Einsteiger haben wir hilfreiche Tipps zusammengestellt.

1. »Mein iPhone suchen« einschalten

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Dies ist so ziemlich die wichtigste Einstellung – und deshalb auch die erste –, um die ich mich bei einem neuen iPhone kümmere. Ist Mein iPhone suchen aktiviert, kann ich über andere Apple-Geräte oder einen Webbrowser herausfinden, wo mein iPhone gerade ist. Habe ich es verloren, kann ich das Gerät außerdem einen Ton abspielen und eine Mitteilung auf seinem Bildschirm anzeigen lassen, damit ein ehrlicher Finder es zurückgeben kann. Ist der Finder nicht so ehrlich oder wurde das iPhone gestohlen, kann ich es per Fernsteuerung sperren oder löschen.

Außerdem kann ich mich auf meinen anderen Apple-Geräten benachrichtigen lassen, falls ich es irgendwo liegen gelassen habe.

Zum Einschalten der Funktion tippt man in den Einstellungen oben auf seinen Namen, auf der folgenden Seite auf iCloud wählt man Wo ist? aus. Dort aktiviert man Mein iPhone suchen, Netzwerk »Wo ist« und Letzten Standort senden. Diese Funktion gibt es übrigens in vielen Apple-Gadgets, wie der Screenshot oben zeigt.

2. iCloud-Back-up

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Im selben Bereich der Einstellungen sollte man dann auch iCloud-Back-up aktivieren. Ich sichere mein iPhone zwar auch auf meinem Computer, aber zusätzlich lasse ich eine Sicherung in der iCloud vornehmen. Doppelt hält einfach besser.

Die entsprechende Einstellung findet man, indem man oben in den Einstellungen auf seinen Namen tippt und dann auf iCloud und auf der folgenden Seite bis iCloud-Back-up scrollt und darauf tippt. Eine Datensicherung wird automatisch durchgeführt, wenn das iPhone ans Ladegerät angeschlossen und mit einem WLAN verbunden ist.

3. Tastaturklicks

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Wenige Funktionen finde ich so überflüssig wie das Klicken einer Bildschirmtastatur. Wer will schon seine Mitmenschen beim Nachrichtentippen mit einem endlosen Strom von Geräuschen nerven?

Also schalte ich das Klickgeräusch in den Einstellungen unter Töne & Haptik aus, indem ich die Tastaturanschläge deaktiviere.

4. Diktierfunktion aktivieren

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Vor allem, wenn ich zu Fuß unterwegs bin, diktiere ich Nachrichten lieber, statt sie über die Bildschirmtastatur einzutippen. Das funktioniert in allen Chat-Apps, indem man auf das Mikrofonsymbol rechts unter der Tastatur tippt und geht in der Regel schnell. Zudem muss ich dabei nicht auf den Bildschirm schauen und kann mich auf meine Umgebung konzentrieren.

Um die Diktierfunktion einzuschalten, tippt man in den Einstellungen auf Allgemein und dort auf Tastatur und scrollt dann ganz nach unten. Per Fingertipp auf Diktierfunktion aktivieren wird die Funktion eingeschaltet. Hat man oben im Tastaturmenü mehrere Sprachen eingestellt, kann man zudem festlegen, in welchen Sprachen man diktieren möchte.

Um zu verstehen, was bei einem Diktat passiert und warum das iPhone dabei Daten an Apples Server sendet, empfiehlt sich beim Einstellen ein Klick auf den Link »Über Diktierfunktion und Datenschutz«.

5. Einhändige Tastatur aktivieren

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In Umgebungen, in denen ich lieber nicht diktieren möchte, weil zu viele Fremde zuhören könnten, etwa in der U-Bahn, tippe ich Nachrichten lieber. Weil ich aber notorischer Einhandtipper bin und zugleich iPhones mit großen Bildschirmen benutze, mag ich die Möglichkeit, eine auf den rechten Bildschirmteil gestauchte Tastatur zu verwenden.

Sie kann in Einstellungen/Allgemein/Tastatur unter Einhändige Tastatur aktiviert werden. Oder – viel einfacher – indem man beim Tippen auf den Globus links unter der Tastatur tippt. Denn dann öffnet sich ein Auswahlmenü, in dem man unten die Ausrichtung der Tastatur – links, Mitte oder rechts – festlegen kann.

6. Fotos

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Ich benutze mehr als ein Apple-Gerät, und alle haben Kameras. Deshalb möchte ich, dass all meine Fotos an einer Stelle zusammenkommen, in der Fotos-App auf den verschiedenen Geräten und im Web.

Deshalb aktiviere ich in den Einstellungen unter Fotos die Funktion iCloud-Fotos. So werden alle Bilder in die Cloud geladen und von dort aus an all meine Geräte weiterverteilt.

Damit dabei der Speicher nicht knapp wird, aktiviere ich zusätzlich iPhone-Speicher optimieren. So werden die hochaufgelösten Bilder auf dem iPhone automatisch durch niedriger aufgelöste Varianten ersetzt, wenn der Speicher knapp wird. Um an die hochaufgelösten Originale zu gelangen, müsste ich diese Funktion wieder deaktivieren. Die bekomme ich aber auch über die Fotos-App auf dem Mac und via iCloud im Browser.

7. Volle Kontrolle

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Das Kontrollzentrum erreicht man in iOS 15, indem man von rechts oben nach unten über den Bildschirm streicht. Über das Kontrollzentrum kann man beispielsweise schnell die Bildschirmhelligkeit ändern oder die Taschenlampenfunktion einschalten.

In den Einstellungen unter Kontrollzentrum kann man aber noch viel mehr Funktionen hinzufügen und die Reihenfolge der Steuerelemente anpassen. Genau das tue ich und ergänze unter anderem die Möglichkeit, Sprachmemos auf Knopfdruck aufzunehmen.

8. Überflüssige Apps

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Mit Aktien hat Apple sicherlich eine feine App für all jene geschaffen, die ihr Geld in Wertpapieren anlegen. Da ich dafür keine Verwendung habe, lösche ich die vorinstallierte App. Dasselbe geht natürlich auch mit vielen anderen Apps, wenn man sicher ist, sie nicht zu benötigen.

Zur Erinnerung: Eine App löscht man von einem iPhone, indem man einen Augenblick lang den Finger auf das App-Symbol drückt. Daraufhin erscheint ein Menü, dessen letzter Menüpunkt App entfernen lautet. Tippt man darauf, muss man in iOS 15 im nächsten Schritt entscheiden, ob man die App löschen will oder ob man sie nur Vom Home-Bildschirm entfernen will. Wählt man letzteres, landet sie in der sogenannten App-Mediathek.

Manche Apps, wie etwa der Safari-Browser, die Telefon- und auch die Aktien-App, lassen sich allerdings nicht löschen, sondern nur in die App-Mediathek verschieben. Da stören sie wenigstens nicht.

9. Ruhe bitte!

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Nachts will ich meine Ruhe haben. Ich will dann nicht wissen, ob mir gerade jemand eine neue Nachricht geschrieben hat, ob es Eilmeldungen gibt oder ob einer meiner Suchaufträge im Kleinanzeigenportal einen neuen Treffer hat. Es soll ja Menschen geben, die ihr Smartphone abends ausschalten oder in einem anderen Zimmer als dem Schlafzimmer liegen lassen, ich gehöre nicht dazu.

Deshalb nutze ich in den Einstellungen in der Rubrik Fokus die Funktion Nicht stören. Ich wähle dort die Variante Automatisch Aktivieren und stelle eine Ruhezeit von 22.30 Uhr bis 9 Uhr ein. Außerdem schalte ich in den Optionen unter Fokusstatus die Option Fokusstatus teilen ein. Wer mir eine Nachricht schickt oder mich anruft, wird dann informiert, dass ich Mitteilungen stummgeschaltet habe – und ich kann sicher sein, dass ich nicht von unnötigen Hinweismeldungen geweckt werde.

10. Nachtschicht für den Bildschirm

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Smartphone-Bildschirme geben normalerweise ein relativ kaltes bläuliches Licht ab. Tagsüber ist das in Ordnung, doch wenn es dunkel wird, kann diese Art von Licht negative Auswirkungen auf den Schlaf haben. Günstiger ist es deshalb, den Charakter der Bildschirmbeleuchtung bei Dunkelheit auf einen wärmeren Farbton umzuschalten.

Das könnte man manuell machen, doch in den Einstellungen unter Anzeige & Helligkeit kann man beim Menüpunkt Night Shift auch einen Zeitplan dafür vorgeben, damit das automatisch erledigt wird.

11. Dem Ding einen Namen geben

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Wenn ich ein neues iPhone einrichte, benennt Apple es automatisch als »iPhone von Matthias«. Kann man so lassen, mag ich aber nicht. Also gebe ich dem Gerät in den Einstellungen unter Allgemein/Info/Name einen individuellen Namen. Wirklich wichtig ist das nicht, aber gut fürs Karma.

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