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4K-Probleme: Warum Felix Knoke mit seinem neuen Monitor hadert

Erfahrungen mit einem 4K-Monitor Viele Pixel, viel Ärger

Wow, dachte ich: eine Milliarde Farben und 71 Zentimeter Bildschirmdiagonale - diesen 4K-Monitor musste ich haben. Und das alles für nur 450 Euro. Doch die Freude währte nicht lange. Die Geschichte eines Fehlkaufs.

Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht. Letzte Woche habe ich mir einen 4K-Monitor gekauft, einen mit UHD-Auflösung, das steht für Ultra High Definition: 3840 x 2160 Bildpunkte bei 71 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Das sind drei Mal mehr Pixel als ein normaler HD-Monitor hat. Statt 16,7 Millionen Farben, wie jeder andere Bildschirm, kann mein neues Gerät bis zu eine Milliarde anzeigen. Innerhalb einer tausendstel Sekunde ist ein Bild aufgebaut. Und alle Tester sagen: Was für ein schönes Bild!

Dabei ist der Monitor nicht mal teuer: 450 Euro sind für ein UHD-Modell ein Schnäppchen. Aber ach, ich war naiv. Ich wollte schnelle, bunte, viele Pixel, ein neues, glänzendes Arbeitstier. Dabei hätte ich die eiserne Faustregel beim Hardware-Kauf bedenken sollen: Kaufe nie ein Gerät der erste Generation.

Schon der Kabelkauf war eine Farce. Eine ganze Woche lang war ich auf der Suche nach einem Kabel, das gut genug für meinen Monitor ist. Aber kein Elektrohandel führte so eine Strippe. Stattdessen versuchten mir unkundige Fachverkäufer und -verkäuferinnen untaugliche, aber teure Ramschware anzudrehen. Das Kabel, das ich mir schließlich über das Internet zuschicken ließ, kostete 20 Euro, für zwei Meter. Aber immerhin, es funktioniert.

Das große, hochauflösende Chaos

Die Inbetriebnahme des Monitors war dann ganz einfach: Einstecken. Anschalten. Funktioniert. Aber viele Programme und auch Windows 8.1 kommen nicht mit den vielen, eng gedrängten Pixeln meines 4K-Monitors zurecht. Sie machen das Bild zwar gestochen scharf, aber vieles auch winzigklein: Symbole und Grafiken sind in meinem Fall nur noch ein Viertel so groß wie auf dem alten Bildschirm.

Windows hat zwar eine automatische Vergrößerungsfunktion, aber die funktioniert nur bei entsprechend angepassten Programmen. Und das sind derzeit zu wenige: Das Resultat ist ein völlig chaotischer Desktop mit riesigen Menüs und winzigen Symbolen, verwaschenen Schriften und ineinander purzelnden Programmoberflächen. Wirklich arbeiten kann man so nicht. Richtig absurd wird es beim Anschluss eines zweiten Bildschirms mit geringerer Auflösung. Dann gerät Windows ganz aus dem Ruder.

Folgekosten

Leider wird Microsoft dieses Problem in Windows 8 nicht mehr beheben. Aber es liegt auch an den Software-Entwicklern, ihre Anwendungen für hochauflösende Monitore fit zu machen. Leider nutzen manche Firmen das aus und bieten 4K-Funktionalität nur in Form kostenpflichtiger Updates an. So zieht der Monitorkauf Folgekosten nach sich.

Aber nicht nur wegen schlecht angepasster Software kann ein 4K-Monitor im Nachhinein richtig teuer werden. Um ein 4K-Bild zu erzeugen, braucht er eine aktuelle, schnelle Grafikkarte mit viel Videospeicher und einem modernen DisplayPort-Anschluss. Wer spielen will, braucht eine topaktuelle Spiele-Grafikkarte oder muss im Spiel eine niedrige Auflösung wählen.

Fazit

Extrem hochauflösende Monitore sind die Zukunft. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, will nicht mehr zurück. Texte und Bilder sind gestochen scharf, solange sie an die hohe Auflösung angepasst sind. Aber noch ist es meiner Meinung nach zu früh zum Aufrüsten - wahrscheinlich noch viel zu früh. Vermutlich wird Windows die neue 4K-Technik erst in der Version 10 richtig unterstützen, die Ende 2015 erscheinen soll.

Bis dahin lohnt sich der Kauf eines 4K-Monitors für Windows-Nutzer nicht; Mac-Nutzer haben es da besser. Meine Erfahrung: 4K-Monitore sind toll, machen aber zu viel Ärger.

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