Apple-Betriebssystem Kindersicherung von OS X Yosemite unzuverlässig

Eltern sollten sich nicht zu sehr auf die Kindersicherungsfunktion von OS X Yosemite verlassen. Einem Medienbericht zufolge hat sie einen Fehler, den Apple nun per Update beseitigt - zunächst aber nur für eine kleine Zielgruppe.

OS X Yosemite: Auch bei aktiver Kindersicherung Zugriff auf viele Websites

OS X Yosemite: Auch bei aktiver Kindersicherung Zugriff auf viele Websites


Die Kindersicherung in der aktuellen Version von Apples Mac-Betriebssystem OS X Yosemite funktioniert einem Medienbericht zufolge nicht zuverlässig. Viele Webseiten würden sich auch dann noch problemlos aufrufen lassen, wenn der Web-Zugriff auf das Öffnen spezifischer Seiten ("Zugriff nur auf diese Websites erlauben") beschränkt worden sei, berichtet die Fachzeitschrift "Mac & i".

Zuverlässig blockiert werden demnach nur bestimmte Angebote im Netz, darunter YouTube. Hinzu kommt, dass Yosemite die aufgerufenen Webseiten nicht richtig protokolliert. Eltern können also nicht überprüfen, was sich ihr Nachwuchs im Internet angesehen hat.

Abhilfe soll "Mac & i" zufolge die neue Yosemite-Version 10.10.2 schaffen, die bisher aber nur für Entwickler verfügbar ist. Wann Apple sie für die Allgemeinheit veröffentlicht, ist noch unklar.

Neben den Problemen mit der Kindersicherung beseitigt das Apple-Update auch mehrere Sicherheitslücken. Dazu zählt eine gefährliche Schwachstelle, durch die über die sogenannten Thunderbolt-Anschlüsse von Apple-Rechnern deren grundlegende Betriebssoftware, die Firmware, manipuliert werden kann.

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Mac-Betriebssystem: Das ist OS X Yosemite

mak/dpa



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michaelXXLF 26.01.2015
1. Die beste Kindersicherung
ist sich ein bisschen darum zu kümmern, was der Nachwuchs im Internet so treibt.
stelzenlaeufer 26.01.2015
2.
Diese Kindersicherung ist doch Humbug! Die Eltern kennen sich meist eh nicht mit der Materie aus und der Nachwuchs hebelt den Müll dann in ein paar Minuten aus. Besser wäre es wenn sich Eltern einfach mal ansehen was ihre Kinder im Netz so treiben.
order66 26.01.2015
3. Ich schätze der Nachwuchs
hat die Pornoseiten schneller gefunden und die Kindersicherung ausgetrickst als die Erzeuger. Und ein Auge auf die Netznutzung der lieben Kleinen sollte man schon haben......
SteffenBien 26.01.2015
4. Ansicht ist die Kindersicherung eine feine Sache...
Man kann dort neben einem vereinfachtem Finder (=Explorer) einstellen, welche Apps benutzt werden dürfen, mit welchen Personen Kontakt aufgenommen werden darf (SMS und E-Mail) und zu welchen Zeiten der Computer durch das Kind überhaupt genutzt werden kann. Außerdem lassen sich z.B. Kamera, Drucker, DVD-Laufwerk deaktivieren sowie eben Websitezugriffe verhindern. Ob und wann der Fehler in in der Version 10.10.1 aufgetreten ist kann ich nicht sagen. Nach einigen gerade vorgenommenen Tests (wegen meiner kleinen Tochter, die den Mac auch nutzt) kann ich zumindest sagen, dass dieser unter Version 10.10.2 anscheinend behoben ist. Ansonsten funktioniert die Kindersicherung gut. Diese ist für mich leicht einzustellen und umfänglicher als die entsprechende Funktion bei Microsoft.
kino07 26.01.2015
5. als ob das was neues wäre
man kann doch sowieso die kompletre kindersicherung, ja das ganze system innerhalb von weniger als einer minute einfach umgehen und knacken, un das schon seit etlichen versionen von mac os x
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